TourenFührer - Route

Gipfel: Geiselstein, 1884 m

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Route: Alte Nordwand

Alte Nordwand
Klettertour
Von Halblech (825m, Parkplatz am Stässchen nach rechts dem Wegweiser "Kenzenhütte" folgend) entweder mit dem Bike oder per Shuttlebus (der erste fährt um 8Uhr, an Wochenenden und Feiertagen um 7) zur Wankerfleck-Kapelle (1148m), die einfache Fahrt kostet 4,50€, mit Rückfahrt 9€, letzte Talfahrt 17.30. Zu Fuss gewinnt man zeitlich nichts, da es an die 3st dauert.
Wir überqueren die Wiese in Richtung des markanten Geiselsteins (Ost- und Nordwand sind zu sehen), queren einen Bach und erreichen rechts einen Wegweiser. Auf einem sumpfigen Pfad die bewaldete Hangmulde hinauf, bis in einer Rechtskehre am steilen Hang nach links eine schwache Pfadspur abzweigt (Augen auf, Steinmann), die nach links quert und unter die Nordwand führt. Durch eine kleine Blockschuttrinne hoch in die Einbuchtung links vom tiefsten Punkt der Nordwand. Vom Wankerfleck ca 1st.
Die Route hält sich im Bereich einer Kaminschlucht, die sich durch den linken Teil der Nordwand hinaufzieht. Beim Anmarsch erscheint sie als Verschneidung. Route siehe Bild (aus dem AV-Führer Ammergauer Alpen, Route mit ungefähren Standplätzen rot eingezeichnet), ausreichendes Topo im Panico-Kletterführer Allgäu&Ammergau. Die Route der damals berühmten Erstbegeher Herzog, Solleder, Schneider und Lischer (von 1920) beginnt mit einem Auf- und Ab-Quergang von 2Seillängen nach rechts, zieht dann durch einen Risskamin und weiterhin links haltend 2Seillängen hinauf und zuletzt mit einem kurzen Abstieg nach links in die Schlucht hinein. Dann geht es links der Schlucht 2Seillängen hinauf bis direkt an den Rand der Schlucht, in Höhe der Latschenterrasse links drüben. Hier beginnt eine Schrofenzone, die über den linken Rand der Schlucht 3Seillängen bis oberhalb des Torbogens führt. Dann 1Seillänge bis in die schwarzen, triefnassen Felsen der Schlucht unter riesigen Überhängen hoch. Als Notausgang dienen eine glitschige Wandstelle, die Kaminrampe nach links hinauf und die Rinne als Fortsetzung bis auf eine Gratschulter (Stand). Von hier soll der direkte Pfeiler eine lohnende Variante sein, die Originalroute führt links von ihm hoch bis auf den Grat oberhalb und über ihn leicht zum Fuss des steilen Gipfelbaues (Stand). Dort leitet ein Quergang unter dem Wulst entlang nach rechts um die Kante herum ("Hauseck") und durch Kaminrinnen gegen rechts hinauf (2-3Seillängen) zum Ostgipfel. Von ihm kurz über den Grat zum Hauptgipfel.

Der Abstieg führt gleich nach dem Ostgipfel rechts ab in die Westseite und immer über die Rippe zwischen den beiden Rinnen nach unten (deutliche Kletterspuren, an einer Stelle 2Stifte (frei ca 3) zum Fuss der Felsen, dann auf einem Trampelpfad nach links (Süden) zum Geiselsteinsattel (1729m). Rechts um und dem markierten Pfad folgend über die Westseite (bei der Verzweigung rechts) unter die Nordseite und zum Wankerfleck zurück.
Ca 1,5st.
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Nr. 1 vom 05.09.2019
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