TourenFührer - Route

Gipfel: Neyerscharte, 2360 m

AndréTT

Route: Klettersteig Neyerscharte

Klettersteig Neyerscharte
Klettersteig
leicht
1370 m
7.0 Stunden
Zufahrt:
Über die Autobahn A14 Abfahrt Montafon, bzw. von Bludenz die Bundesstraße 180, dann 188 ins Montafon bis Vandans (645 m). Dort rechts abbiegen beim grünen Schild Golmerbahn. Auf dieser Rodunder Straße (L83) ca. 200 m nach der Flußbrücke bei erster Kreuzung links abbiegen, durch den kleinen Ort südwärts links am Tourismus-Büro vorbei bei nächster Kreuzung in die Rellstalstraße rechts einbiegen. Dieser langen, immer schmaler werdenden Straße westwärts zum Wald rechts vom Rellsbach folgen bis zu deren Ende hinter den Häusern von Innerbach, wo sich der Parkplatz von Lendi (770 m) befindet neben einer großen überdachten Holzbrücke über den Rellsbach.
Zustieg / Zufahrt nach Rells:
Vom Parkplatz führt geradeaus südwärts ein Schotterweg nach Ganeu (im Winter Schneeschuhtrail). Nicht dort entlang, sondern rechts eine Schotterpiste dem Wegweiser ("Rells Güterweg") folgend anfangs in 3 Serpentinen hinauf, wo davor rechts ein Pfad nach Zwischenbach und Vandans abzweigt. Der Güterweg führt taleinwärts weiter und schließlich nach knapp 2 Std. links unterhalb der Voralpe Fahra-Ziesch (eh. Ruggel) vorbei (1400 m). Weiter rechts am Abzweig Alte Saga vorbei (1420 m). Bis nach Rells (1470 m) ist es von dort nur noch 1/4 Std.
Wer nicht bis Rells laufen mag, orientiert sich an die Fahrzeiten vom gelben Wanderbus, der bis zum Alpengasthaus Rells fährt. Allerdings nur im Sommer. Ansonsten nur nach Vereinbarung.
Nach der Hubertuskapelle gelangt man vor schmaler Fußgängerbrücke neben befahrbarer Betonbrücke rechts zum Wegekreuz von Rells. Geradeaus führt der Schotterweg südwärts zum Schweizertor, bzw. zum Golm-Grüneck über die Zaluanda-Alpe. Rechts entlang wendet man sich dem Schotterweg zu, der gelb-weiß markiert ist und nach einem großen Metallgittertor direkt in 1 Std. zur Heinrich-Hüter-Hütte der ÖAV-Sektion Vorarlberg in Serpentinen führt (1760 m). Von dort beginnt blau-weiß markierter Zimba-Steig nordwärts erst durch Latschenkiefern entlang der beiden Wasserversorgungsleitungen, dann über Geröll ständig steiler werdend und im Zickzack zu einer Felsstufe. Dort befindet sich ein Felsstein mit blauer Aufschrift „Zimbajoch West“ und roter Aufschrift “Neyersch. Ost“, etwas oberhalb von diesem ein Wegweiser (1998 m) und Wegabzweig nach rechts zur Neyerscharte (35 min.). Ab hier quert man nach rechts den Schotterhang zu einem Grasrücken. Farb-Markierungen gibt es ab hier kaum. Hin und wieder sieht man einen Steinmann. Der Pfad ist jedoch meist deutlich erkennbar. Lediglich an den Stellen, wo Bodenerosion wirkte, fehlen manche Wegspuren. Nordwestwärts nähert man sich an Höhe gewinnend einem auffälligen schrägen Felszahn und einer grasigen Einsattelung zwischen ihm und kleinem Zimba-Massiv. Nach 25 min. stößt man auf unteres Ende vom Drahtseil an linker Felsfuss-Seite (1990 m). Ab hier setzt man besser seinen Helm auf und seilt sich an.
(Schwierigkeit: KS 3, bzw. B/C):
Der Klettersteig wurde vor längerer Zeit gebaut als schneller Zu- bzw. Abstiegsweg der MSL-Kletterer über den Zimba-Ostgrat. Entlang des Drahtseiles gibt es parallel neue, einbetonierte Edelstahl-Sicherungshaken, die Fremdsicherungen über eigenes Halbseil erlauben. Während des Aufstiegs entlang der Schlucht muss man mit fliegenden Steinchen rechnen, sofern über einem jemand dort unterwegs ist. Man folgt dem Seil über eine Schotterfläche zu einer nassen Schotter-Rinne. Diese überquert man nach rechts und klettert geradlinig eine schräge Platte hinauf zum Fuß eines Felsturmes. Dieser wird links umgangen zur Schotterschlucht hin. Erst auf erdigem Band, dann auf Felsband tangiert man hinauf zu einem grasbewachsenen Sattel mit einem weiteren kleineren Felspfeiler. Das Seil führt nach links über den schmalen Felssattel zu einem breiten Gassattel. Deutlicher Pfadspur folgt man nun zur Felswand. An deren Wandfuß läuft man seilgesichert an linker Wandseite erst unsteil über grasigen Rand hinab, dann zu einer Felsbucht hinauf. Dort hängt eine 13 m lange Tyrolienne bestehend aus einem Seil mit 12 mm Durchmesser. Unter dieser kann man die Seilrutsche von links nach rechts umgehen und zum anderen Felsenende hinaufklettern. Nach einem Grashang dreht die Route nach links zu den Felsen oberhalb linker Schotterrinne. Die Felsen werden von rechts nach traversiert und die Schwierigkeit nimmt nun zu. Eine 2 m lange 2-Seilbrücke hilft über eine trittarme Stelle. Danach folgt eine weitere 2 m 2-Seilbrücke. Der kleine Überhang an deren Ende mit einigen Eisenbügeln ist die Schlüsselstelle. Anschließend klettert man eine Felsverschneidung mit Hilfe weniger Eisenbügel hinauf. Von hier sieht man endlich nahe Neyerscharte (2360 m) links vom steilen schmalen Felszacken. Über grasdurchsetzten Felshang läuft man direkt auf sie zu (50 min.). Die Scharte bekam ihren Namen vom Erstbesteiger der Zimba: Anton Neyer.
Abstieg / Rückweg:
Das Seil führt auf der Nordseite eine Felsrinne hinab zu beginnendem Geröllhang (10 min.). Neue blau-weiße Markierungen gibt es ab hier genug. Nur keinen Pfad. Über den mit Geröll übersäten Hang (Steintäli) beginnt unangenehmer Abstieg über meist lose liegenden Steine hinab zum sichtbaren Grasbuckel halb links. Ab hier findet man hölzerne blau-weisse Markierungspfosten vor. Inzwischen sichtbarer Pfad führt in einem Linksbogen über flacher werdenden Hang bis man bei kleinem Felsstein mit blauer Aufschrift „N.S.“ trifft am Wanderweg (2030 m), der von rechtem Eisernen Törle in Serpentinen hinab hierher führt. Auf diesem nun in 4 min. in nordöstliche Richtung hinab zu einer Weggabelung ohne Wegweiser (1992 m). Geradeaus führt der Pfad im Linksbogen zu einem grasigen Bergrücken und von Nord zur MSL-Route über den Zimba-Nordgrat. Man biegt hier jedoch scharf rechts ab und wandert steil im Zickzack hinab zur Sarotla-Hütte (1611 m), die man zuvor schon kurz von oben sah. Nach 30 min. erreicht man den Wasser-Brunnen an der 1902 gebauten Hütte der ÖAV-Sektion Bludenz. Auf dahinter liegendem Grasbuckel steht das im September 2000 errichtete Holzkreuz der Bergrettung Bludenz mit Blick hinab ins Brandner Tal. Beim Wegweiser nördlich vom Holzstamm-Brunnen hält man sich nun Richtung Zimbajoch. Nach einer ebenen Kuhweide beginnt nun ein Aufstieg nordwärts entlang alter rot-gelber Wegmarkierungen ins Isatälli. Erst nach der Linksabkehr vom Schuttal (Isatälli) gesellen sich blau-weiße Signalisierungen hinzu. Einige Drahtseile sind an den Felstraversen angebracht (1890 m). Danach wendet sich der Steig mehr zu den linken Felsen hin. Davor knickt er wieder nach rechts. Nach einigen kurzen Kehren stößt man auf eine alte 3 m lange zerbeulte Eisenleiter, mit neuer Handlauf-Verlängerung an rechter Seite. Anschließend führt ein Sicherungsseil über felsiges Gelände und auf einem Sandband um eine Felskante herum zu einem Grasabsatz. Es eröffnet sich nun der Blick in oberen Talkessel und man sieht nahes Zimbajoch vor einem. Nun im Zickzack hinauf, zum Schluss linkshaltend (Linkspfeile an den Steinen) hinauf zum Wegweiser (1¾ Std.). Von hier (2387 m) führt ein Drahtseil nach Osten zum Einstieg der MSL-Route über den Westgrat hinauf zur Zimba. Man läuft jedoch auf der Südseite nach rechts (südwestwärts) hinab zu den Seilversicherungen. Es beginnt der Abstieg über den Zimbajoch-Steig, der zwischendurch einfachen Klettersteig-Charakter hat (Schwierigkeit KS 1+). Über splitthaltige Felsbänder kraxelt man hinab zum schrägen Wandfuss. Ab hier folgt man den ausgeprägten Wegspuren in kurzen Serpentinen hinab zur Weggabelung (1998 m), wo man zur Neyerscharte abbog (45 min.). Ab hier retour zur H.-Hüter-Hüte, wie aufgestiegen (25 min.).
KS, Set, Helm, Seilrolle mit 13 mm Öffnung
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Nr. 1 vom 30.09.2019
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