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Gipfel: Pizzo Bombögn, 2331 m

AndréTT

Route: Cimalmotto - Campo Vallemaggia – Bildstock – Cort di Cavalitt – Larecc – P 1994 – Pizzo Bombögn – P 1804 – Corte Nuovo –Schièda di Sopra – Di Baltavista - Cimalmotto

Cimalmotto - Campo Vallemaggia – Bildstock – Cort di Cavalitt – Larecc – P 1994 – Pizzo Bombögn – P 1804 – Corte Nuovo –Schièda di Sopra – Di Baltavista - Cimalmotto
Schneeschuhtour
1060 m
8.3 Stunden
Anfahrt:
Auf der Autobahn A 13 von Norden durch 6,6 km langen San Bernardino-Tunnel, von Westen auf der A 2 durch den St. Gottard-Tunnel bis Abfahrt Bellinzona-Süd. Wer von Süden auf der A 2 anreist (Lugano, Chiasso), verläßt diese schon bei Rivera. Westwärts weiter zur meist unterirdischen Stadtautobahn von Locarno. Nach dem Tunnelende biegt man ab auf die Fernstraße Richtung Valle Maggio. Auf dieser 23 km nordwestwärts bis Cevio (418 m). Dort verlässt man links die Straße und beginnt nun in vielen engen Serpentinen an Höhe zu gewinnen ins Val di Campo. Bei Cerentino (980 m) bleibt man geradeaus. Nach links käme man ins Walser-deutschsprachige Valle di Bosco Gurin. Man fährt südwestwärts weiter über Campo Vallemaggia (1314 m) bis zum letzten Bergdorf Cimalmotto (1405 m). Lediglich am Ortseingang gibt es an linker Straßenseite einzigen öffentlichen Parkplatz zugleich Bus-Wendeplatte und Terrassendach über den Abfall-Containern und dem Schneeräumfahrzeug.
Route: (Schwierigkeit: WT 4+ ; 12 km): Vom Parkplatz läuft man die Straße an der kleinen weißen Kapelle vorbei hinab zurück bis zur Bus-Haltestelle Paese in Vallemaggia. Bei der kleinen Le Cappelle della Via Crucis und dem Wegweiser (Campo 1281 m) daneben biegt man links ab und folgt dem Kreuzweg über einen kurzen Wiesenhang zu einem auffälligen, futuristisch aussehenden, kleinen würfelförmigen Holzhäuschen. Hinter diesem kommt man links an 2 Häuschen vorbei bis man auf eine gewalzte Langlauf-Loipe, bzw. Schneeschuh-Trail Nr. 965 trifft. Im Sommer sieht man dort einen schmalen Wassergraben (Waal). Die Loipe wird jedoch nur tangiert und nach rechts verlassen (kein Wegweiser im Winter), um bei einem Granitstein-Brunnen auf rot-weiß signalisierten (alte Markierungen gelb-rot) Sommerweg zu treffen. Anfangs schwierig im beginnenden Wald zu folgen, sucht man erst nord-, dann nordostwärts den dann sichtbaren Weg, der schließlich nach Osten dreht. Dabei unsteil bergauf in 40 min. bis zu einem weiß getünchten Bildstock von 1848 mitten im Kiefernwald (1430 m). Der Waldweg führt von hier in 7 min. nordostwärts hinauf zur Bergstation der Materialseilbahn an den drei Hütten von Cort di Cavalitt (Alpe Corgiàn) auf einer großen Hanglichtung (P 1460), von wo man schönen Ausblick hat hinab ins Tal. Bereits vor dem Seilbahnende biegt der Sommerweg links ab und führt nordwestwärts in kurzen Kehren durch den Wald von Sartüü an einem Ruinenrest vorbei (1455 m) hinauf und dann nach rechts drehend zu den 2 Steinhütten von Larecc di Sotto (25 min.) auf einer kleinen Hanglichtung. Man folgt dem Sommerweg vorerst nordostwärts weiter durch den Wald, bis dieser kurz 25 Hm danach auf einen Wegweiser 1567 m (P 1565) stößt. Man biegt dort links ab Richtung Alpe Quadrella. Nach rechts führt rot-weiß markierter Sommerweg nordostwärts zur Alpe Pian Cròsg (1840 m), bzw. weiter zum Bergsattel Pian Crosc (1925 m). Der Linksabzweig führt zuerst nach Westen, dann jedoch vor den Felsabbrüchen oberhalb von Balm delle Pernici nordwärts in Kehren steil hinauf und durch Windwurf stellenweise unwegsam geworden aus dem Wald heraus bis man schließlich beim P 1994 auf rot-weiß signalisierten Querweg trifft wenig oberhalb der endenden Baumzone (100 min.). Der Traversalweg liegt zwischen Piano delle Volpi (im Westen) und der Alpe Pian Cròsg (im Osten) die Südhänge des Bergs und führt ostwärts durch die alten Lawinenverbauungen. Bei dortigen rot-weißen Blechschildern „Sentiero di montagna“ an einem Baum (1994 m) schlägt man scharf rechts ein und verlässt jedoch nach 200 m den Querweg auf einer Hanglichtung links weglos hinauf (2010 m). Deutlich sieht man auf einem schrägen Felsbrocken weiter oben alte große gelb-rote Strichmarkierung. Rechts von diesem steigt man um die kleine Felsgruppe herum und zickzackt mehr oder weniger dem Sommerweg folgend nordwärts hinauf, bis man nach 50 min. wieder auf eine gelb-rote Markierung trifft und dann den unteren Bereich der alten Steinmauer erreicht. Ab P 1994 ist die Orientierung nicht mehr schwer. Die 2 m hohe Mauer in Trockenbauweise beginnt etwa auf ca. 2185 m Höhe. Diese 300 m lange Mauer wurde im Jahr 1948 gebaut, um die Ziegen von Cerentino am Weiterlaufen und am Fressen des Jungwuchses an den Hängen zu hindern. Hintergrund war jedoch das massive Abholzen im 19. Jahrhundert, was im Winter 1925 zu einer massiven Schneelawine bis nach Campo hinunter führte. So dass man begann, Lawinenverbauungen zu errichten und wieder aufzuforsteten. An der Westseite hat man immer wieder Steine so aufgeschichtet, dass man die Mauerkrone stets hinauf- oder abklettern kann. Mit dem Niedergang der Alpwirtschaft ab den 50er Jahren, wurden allerdings auch die Ziegen erheblich rarer. So blieb das Bauwerk als Zeuge dieser Vergangenheit. Nun entweder links von der Mauer hinauf, oder wenn die Mauerkrone schneefrei ist, kann man diese wie über eine Treppe achtsam stets linksseitig (wegen der rechts überhängenden Bauweise) hinauf laufen bis zum Gipfel, wo sie endet. Nach 15 min. erreicht man das restaurierte Blechkreuz von 1904. Im quadratischen Betonsockel befindet auf dessen Westseite ein Metalltürchen. Hinter diesem steckt eine Gamelle für ein kleines Gipfelbuch.
Abstieg: Auf selbem Weg zurück wie aufgestiegen bis zum Baum mit den rot-weißen Blechschildern „Sentiero di Montagna“ in 45 min. Nun folgt man dem Höhenweg nordwestwärts mal auf, mal ab bis unterhalb der Gipfelkuppe P 2172, auf der ein Mobilfunkmast steht. Dann beginnt der Pfad nach Süden zu drehen und durch einen Bergeinschnitt bergab in den Wald zu führen. Dabei gibt es eine Schlüsselstelle, ein stufenförmiger 8 m hoher Felsabsatz mit Felsstein-Treppe, in dem ein altes zerrissenes dünnes Drahtseil an der Felswand mal Halt bot. Danach eine ca. 25 m lange Querung eines 35° steilen Hanges. Nach 50 min. kommt man zu einer Weggabelung (P 1804) ohne Wegweiser. Während der Höhenweg weiter westwärts zur Alpe di Quadrella führt, biegt man hier links ab in den Wald hinunter. Dem unmarkierten Sommerweg in Kehren hinab zur Alpe Corte Nuovo (1540 m) zu folgen, ist das eigentliche Orientierungsproblem bei viel Schnee. Nach 40 min. trifft man auf einen Waal, über den ein Holzbrett von rechter Seite zur linken führt. 10 min. später erreicht man die große Hanglichtung mit den Steinhütten von Corte Nuovo. Hier trifft man auf den Schneeschuh-Trail Nr. 965. Dieser führt über den Waal westwärts zur Alpe Quadrella di Fuori. Nicht dorthin, sondern nach dem Waal und großem Haus südwärts folgt man bequem auf einem Güterweg in 15 min. hinab zum Baumstamm-Bildstock San Nicolao von 1988. Weiter in Richtung Alpe Schièda di Sopra entweder auf dem Forstweg entlang bis man auf das Teersträßchen trifft zwischen Cimalmotto und Fontanella und dieses links hinab zum Holzkreuz und nach Cimalmotto. Oder aber abkürzend 5 min. nach dem Bildstock links abbiegend beim Holzschild „Rifugio La Reggia“ den Güterweg südostwärts hinab in 10 min. zum interessanten Hüttchen „Di Baltavista“. Unterhalb von diesem über die Wiesenhänge weglos hinab zum nahen Ort mit Ziel Kirchturm, wo man auf das Teersträßchen nach Fontanella trifft. Weniger Meter unterhalb der Kirche erreicht man den überdachten Brunnen „Al Fontanon“ mit dem Briefkasten der Post und der Tafel der Ortsaushänge. Von hier die Straße noch 80 m hinab zum Parkplatz zurück.
im Winter: Navigationsgerät durch den Wald.
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Nr. 1 vom 08.04.2021
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