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SkitourAusgezeichneter EintragMit GPS-Track
1 Person
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Oben: Sulz
Unten: Nass
In S-chanf ist das Militär, wie auch schon letzten Herbst vom 15.10. - 20.11.25, wieder einmal vom 15.04. - 13.05.26, wochenends ausgenommen, nach N am Ballern. Es gibt keine dümmere Zeit dafür, um so eine grosse Fläche zu sperren!
Wie wäre es mit 23.11 - 18.12 und 11.05. - 19.06? Ich reiche diesen Vorschlag erneut ein...

Der Schiesssektor ist riesig und streift heute knapp nicht meine Route, resp. Bergüner Furgga nicht, Sertigpass gleich nebenan schon.
Start um 09:00 im Schatten bei T-Shirt Temperaturen. Bereits ab Sertig Sand geschlossene und gefrorene Schneedecke in das Chüealptal.
Zwei andere Tourengänger, die einzigen, die ich heute angetroffen habe, sind tiefer im Chüealptal hochgestiegen. Hoffen wir, dass die zwei nicht von einem 35 mm Übungsgeschoss mit Leuchtspur ins Nirvana gesprengt wurden.

Mittaghorn N-Seite viele bereits abgegangene Nassschneelawinen, tangiert jedoch nicht die Skitourenroute.
Kurz vor Schära bei P2100 traversierte ich über die kleine Holzbrücke den Chüealpbach und stieg an P2121 gemächlich hinauf in das Galtjiritz (geht der Name zur Komplettierung auch noch mit einem «y»?) zum Bergüner Furgga.

Nach einer kurzen Fellabfahrt und einer langen mühsamen Traverse über unzählige Nassschneelawinen, mit zum Teil einsinkendem Schnee, stand ich sonnengebadet vor dem steilen Aufschwung zum Dukan Fürggli.
Der Plan bis hier her, um möglichst wenig Höhenverlust zu machen, ging dieses Mal nicht auf. Eine untere Umgehung (= Skitourenroute) wäre hier deutlich schneller gewesen...

Der steile sonnenausgesetzte Aufstieg zum Dukan Fürggli (35 - 40°) war um 11:30 bereits durchfeuchtet. Schon unten brach jeder Schritt ein. Mein Gefühl sagte hier NEIN. Der Versuch hier westlich auf einem bereits abgegangenen Rutsch hoch zu steigen, ging auch nicht auf, denn auch hier brach ich ein. Zum Glück war der Fels NE aper. Ich wich somit auf den geröllgeladenen unstabilen Felsen aus und trug hier kurz die Ski hoch. Statt Nasschnee nebenan habe ich hier einen Geröllrutsch ausgelöst. Zuletzt weniger steil mit Ski bis zum Dukan Fürggli.

Ab hier kam auf der anderen Seite eine kurze Traverse auf pickelhartem Schnee und anschliessend der Aufstieg in die immer steiler werdende W-Flanke auf angenehmen leicht aufgesulzten Schnee bis zum Skidepot bei ca. P2963Hm, wo ich mir eine 15 Min. Pause gönnte.

Ab hier mit Steigeisen und Pickel völlig überbewaffnet auf dem SW-Grat eingestiegen. Zuerst kurz im Geröll, damit meine Steigeisen schön abgenutzt werden, und dann ein paar Meter Knietief eingesunken, um meine Füsse zu kühlen, und schon stand ich vor der ersten kurzen Felstraverse. Diese ist aktuell sehr einfach zu meistern und kann aper im Gehgelände auf stabilem Felsen begangen werden (I+). Bei der kleinen E-Umgehung war hier der Schnee bereits durchnässt. Hier umarmte ich mit voller Liebe kurz die Felsen und mied die unstabilen Schneetritte auf der E-Seite. In der Mitte des Grats lag, an einem kleinen Aufstieg auf der W-Seite, ein Stück Seil um einen Felsen herum, der einen kleinen Sicherungsring dran geschmückt hatte. Ich frage mich wirklich, wie es bloss möglich sein kann, hier Schwierigkeiten zu bekommen? Aus meiner Sicht ist diese Sicherung völlig überflüssig, denn bei Eis und Hartschnee könnte diese Stelle entweder auf gutem Felsen einfach überklettern werden (II) oder einfach östlich umgangen werden.

Kurz danach kam nochmals ein kleiner schräger Felsaufschwung (I+) und dann z. T. einsinkend bis zu den Felsen etwas mühsam wieder hoch zum Grat und einfach zum Hoch Ducan mit eingraviertem Gipfelbuch.
Der ganze Gratübergang würde ich im Nachhinein ohne Steigeisen machen.
Aufgrund der bereits gemachten Pause, gönnte ich mir hier oben nur noch eine Viertelstunde bei windstillem warmem Wetter eine schöne Aussicht.

Zurück zum Skidepot und mit Ski hatte ich eine geniale Sulzabfahrt in der steilen SW-Flanke und weiter durch das Couloir hinab in das Dukantal geniessen dürfen. Auf der flachen Talsohle war die Freude jedoch schnell wieder verflogen, denn hier musste ich auf klebrigen Schnee viel Stockeinsatz leisten. Bei "In de Cheere" traversierte ich einen weiteren Rutsch und stieg leicht hochsteigend nur, um später wieder weiter hinabzufahren. Hier könnte man auch zum Wanderweg hinab fahren und kurz bei der aperen Stelle die Ski bis zu P2044 hochtragen.
Danach scharf nach E auf einem Wanderweg weiter und im Wald auf Nassschnee in mühsame Wühlerei hinab nach P1905, wo ich dann die Ski doch lieber bis zum Ausgangspunkt getragen habe.

Abfahrt = Aufstiegsroute nur wenn man früh, resp. aktuell vor 10:30 Uhr abfährt, sonst kann es beim Dukan Fürggli nach S aktuell Lawinentote geben.

2 Std. Bergüner Furgga
2.40 Std. Dukan Fürggli
3 Std. Skidepot (15 Min. Pause)
3.30 Std. Hoch Dukan
5 Std. Sertig Sand



Gfroren Horn S-Seite kein Schnee mehr.
Sattelhorn W-Seite unten knapp Schnee.
Mittaghorn S-Grat; das E-Couloir (P2691) wurde nicht gemacht.
Hoch Dukan E-Grat; das SE-Couloir wurde im Aufstieg gemacht.
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Letzte Änderung: 17.04.2026, 20:06Aufrufe: 274 mal angezeigt

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Hoch Ducan (3063m)

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