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SkitourAusgezeichneter EintragMit GPS-Track
Bergrider
Unterwegs mit: Hermon
2 Personen
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Oben: Sulz
Unten: Nass
Trotz Zugverspätung hat der Bus nach Chiavenna doch noch gewartet. Somit kam ich doch noch um 09:45 in Sils Maria Post an, wo Hermon sicher schon ganz zappelige Beine auf seinem E-Bike bekommen hatte. Mit dem E-Bike Turbo-Modus fuhren wir dann so schnell wie möglich in das Val Fex rein. Ich war hier doch froh, dass Hermon mich für die E-Bike-Mitnahme überzeugt hatte. Denn nur so konnten wir die 6 km apere Strasse effizient vorankommen. Bis Chalchais ging die Fahr sehr gut und danach mit zwei elektrischen Zäunen und Match auf der Strasse mühsam noch etwas weiter bis P1979, wo wir bei der Brücke dann endgültig unsere E-Bikes zurücklassen mussten. Später in der Saison könnte man damit sicher noch bis P2308 schaffen.

Start mit Ski ab P1979 «erst» um 10:20 auf trotzdem noch einer durchgehenden gefrorenen Schneedecke flach und immer tiefer hinein in das Val Fex via Alp Muot (P2070) bis kurz vor P2308. Die Skitourenroute an der Ova dal Mottüsch zwischen P2595 und P2122, sowie der ganze Sonnenhang im Val Fex überhaupt, weist bereits jetzt kein Schnee mehr auf.

Mal steiler, mal flacher traversierten wir via P2725 die Hänge auf Hart- und Sulzschnee, je nach Hangneigung, in Richtung Vadret dal Tremoggia immer den drei vorhandenen Spuren nach. Nur eine kleine steile Passage benötigte aufgrund des Hartschnees etwas Aufmerksamkeit. Der Übergang zum Vadret war unauffällig und dieser Gletscher weist aktuell keine Spalten auf. Wir waren so verzaubert vom hellen Gestein des Piz Tremoggia, dass wir in Nullkommanix bei der Fuorcla Fex-Scerscen ankamen. Ab hier stiegen wir steil über Zastrugis hoch und via Forcola Malenco zum Skidepot unter dem Felsrigel bei ca. 2345Hm. Nun eine kurze Kletterstelle über einen Felsband (II) und auf guten Fussspuren weiter auf teil einsinkendem Griesschnee über ein schräges Plateau hoch zum Piz Malenco mit Steinmann. Man achte hier beim Fussaufstieg auf die schrägen Platten, die unter dem Schnee schlummern und rutschig sind.
Oben bei etwas Wind die schöne Aussicht nach S bis nach Sondrio genossen.

Zu Fuss wieder zurück zum Skidepot, wo ich beim Felsrigel ohne Steigeisen etwas mehr Zeit beanspruchte als Hermon, und anschliessend mit den Fellen an den Ski direkt hinab zur Forcola Malenco. Ab hier direkt mit etwas Slalom zwischen den wunderschönen glänzenden weissen Steinen hoch zum Vorgipfel und einfach hinüber zum Hauptgipfel des Piz Tremoggia, der nur 3Hm höher liegt als der Piz Malenco.

Oben haben wir uns bei Windstille eine etwas längere Pause gegönnt. Da bei einem meiner Skischuhe das Boa-Schnürsystem plötzlich kaputt war, musste ich es kurzerhand mit einem Seil um den Schuh herum fixieren, was erstaunlicherweise gut ging. Die moderne Technik hat nicht nur Vorteile…

Die Abfahrt war viel besser als beim Aufstieg erwartet! Es hatte heute einen grossen Vorteil, dass wir so spät gestartet sind und deswegen erst um 15:20 vom Piz Tremoggia abgefahren sind. Dank den mittlerweile aufgeweichten Zastrugis war die obere Abfahrt bis zur Fuorcla Fex-Scerscen ohne Skigezittere erstaunlich gut zu fahren. Danach schwangen wir auf leichtem Sulzschnee weiter hinab über wunderschöne Hänge bis in das Val Fex. Unten konnten wir auf der W-Seite, wo der Schnee im Schatten wieder leicht einfror, noch etwas weiterfahren, doch wir kamen nicht drum herum gegen Schluss bis zum E-Bikedepot doch noch unsere Ski mit den Stöcken in einsinkendem Schnee zu schieben, wo wir um 16:30 ankamen.

Alles in allem aber für diese heissen Temperaturen top Verhältnisse für den Aufstieg und für die Abfahrt.

2.45 Std. Fuorcla Fex-Scerscen
3.45 Std. Piz Malenco
4.30 Std. Piz Tremoggia
6.10 Std. E-Bikedepot P1979
Danke Hermon für deine Idee, deine Begleitung und deine Überzeugung, doch noch das E-Bike mitzunehmen! Immer wieder gerne!
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Letzte Änderung: 18.04.2026, 22:41Aufrufe: 985 mal angezeigt

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Piz Tremoggia (3441m)

Aus dem Fextal-Talabschluss

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