Furgghorn 3392 Zermatt (3392m)23.04.2026
Verhältnisse vom 24.04.2026
Castor (4223m): Castor - Pollux - Roccia Nera - Breithorn
Das Meteo prognostiziert gute Fernsicht. So möchte ich diese unbedingt aus der Höhe geniessen.
Ich gönne mir die zwei Seilbahnen, die mich in nur 30 Minuten ganze 2'270Hm von Zermatt zum Klein Matterhorn (Fr. 32.-- einfach mit Halbtax) hochtragen und komme damit ohne etwas dafür gemacht zu haben schon fast ganz auf die umliegenden Gipfel.
Castor:
Um 10:30 starte ich vom Klein Matterhorn, als einziger mit T-Shirt, die Abfahrt. Ohne Felle an den Ski und mit etwas Stockeinsatz laufe und fahre ich auf dem Grande Chiacciaiodi Verra, auf dem ich sehr wenige Spalten sehe, bis unterhalb vom Schwarztor bei ca. 3655Hm (30 Min.). Hier felle ich an und laufe unter dem Pollux vorbei zum Zwillingsjoch (1 Std.). Auf einer guten Spur steige ich auf Hartschnee sehr angenehm ohne Harscheisen im Zickzack die steile W-Flanke des Castors hoch. Am Rande sind nur wenige Spalten zu sehen und in der oberen Hälfte hat es ein paar kleine Eisflächen, die aber weniger stören als die Abrutschflächen der Abfahrer. Der Bergschrund auf 4198Hm (Skidepot) kann kurz vor dem Grat nicht mehr mittig, so wie im Bericht von Adrian (19.04.26), zu Fuss überwunden werden. Denn das Loch ist aktuell dort zu gross geworden. Aktuell kann der Grat gut nördlich davon in gutem, aber hartem, Trittschnee erreicht werden. Beim Anziehen der Steigeisen seilt sich dort eine Gruppe mit Bergführer hinab. Es hat oben am Fels genug Sicherungsmöglichkeiten. Oben habe ich den Castor für mich alleine. Doch schon bald mache ich Bekanntschaft mit 2 sehr netten Ungaren, die mir sogar ein Stück weisse Toblerone spendieren. Eigentlich sollte es umgekehrt sein, da sie bei uns in der Schweiz Gäste sind, doch heute benötige ich unbedingt mein ganzes Proviant.
Ich steige die steile Passage ungesichert rückwärts hinab zum Skidepot und die zwei Kollegen seilen sich dort ab. Ich verabschiede mich und fahre ab.
Die Abfahrt ist eine Katastrophe. Es ist pickelhart, v.a. dort, wo alle abgerutscht sind, und nebenan ist es mal Bruchharsch oder sonst auch hart. Nichts desto trotz komme ich schneller hinab als ohne Ski und durch das Skigezittere sind nun meine Muskeln endgültig für den ganzen Tag aufgelockert.
Hinab komme ich bis fast beim Skidepot des Pollux. Die letzten Meter laufe ich kurz hinauf. Anfellen wäre für diese kurze Strecke Unsinn, denn danach kann ich weiter nach W hinabfahren.
Pollux:
Heute scheinen alle die Normalroute zum Pollux zu wählen. Ich wähle jedoch die steile W-Flanke. Das Couloir dort weist aktuell noch durchgehend Schnee auf. Es hat hier zwei Aufstiegsspuren drinnen. Doch für eine direkte Skiabfahrt vom Pollux hat sich bis anhin noch niemand getraut. Die Flanke ist um die Mittagszeit dafür leider noch immer viel zu hart. So lasse ich sie doch lieber unten. Skidepot mache ich bei 3825Hm.
Mit Steigeisen und Pickel komme ich ohne Probleme in gutem Trittschnee oben direkt bei der Madonnastatue raus. Nach einem kurzen Gratspaziergang geniesse ich auf dem Pollux ganz alleine die gute Fernsicht (Meteo sei Dank) und staune, dass die W-Flanke vom Castor von hier aus viel steiler aussieht als sie war.
Ich steige auf guter Spur wieder hinab zur Madonnastatue, bestaune sie, und entscheide mich, aus Neugier, die Normalroute hinab zu steigen. Hier fängt der Kettenzirkus an. Oben neben der Statue hat es eine Abseilstelle. Die erste 10 Meter senkrechte Wand ist auf beiden Seiten mit Ketten geschmückt. Der Fels weist zwar Haltegriffe auf, jedoch sind diese von den vielen Leuten wie glanzpoliert und dementsprechend rutschig. Wie ein Affe klammere ich mich an den Ketten und klettere so hinab. Danach kommen nochmals 5 Meter nach Westen und dann stehe ich südlich an die berüchtigte plattige Felswand mit sehr wenigen Griffe. Doch der Affe klammert weiter gekonnt hinab und bekommt sogar noch Freude an den Ketten... Nur schade, dass ich keine Banane mehr dabei habe...
Anschliessend muss der Felsklotz westlich in gutem Trittschnee kurz umgangen werden. Der weitere Weg bis zum Schneecouloir verläuft schon fast auf einem aperen Pfad nach SE (I). Ich könnte den SE-Grat weiter so hinab laufen, doch meine Steigeisen wünschen da doch lieber das schneegefüllte Couloir.
Unten angekommen, laufe ich kurz hinüber zum nahen W-Flanke- Skidepot und fahre hinab bis unterhalb der Roccia Nera bei 3688Hm (5.15 Std.)
Roccia Nera:
Bei 3688Hm felle ich wieder einmal an und steige zuerst ohne Spur steil und streng hoch nach N. In der Nähe des Bivacco Rossi e Volante CAI komme ich doch noch in den Genuss einer Aufstiegsspur. Die Sonne hat diese SW-Flanke stark aufgewärmt und so sacke ich, trotz Spur, immer wieder durch die Spur durch. Zudem steilt sich das Gelände weit über 40° immer steiler auf. Ab 3900Hm sehe ich ein Skidepot, möchte jedoch weiter mit Ski versuchen, und komme so mit unzähligen Spitzkehren doch noch irgendwie bis zum Roccia Nera. Ich schaue auf die Uhr und sie zeigt 17:00 Uhr. Nun verstehe ich auch, warum ich kmin der Gegend keine Leute mehr sehe, denn bald gibt es in den Hütten ja schon Nachtessen.
Auf dem Roccia Nera ist es windstill und so warm, dass ich die Gipfelrast oben ohne geniessen kann. Für mich heute klar die gemütlichste Gipfelrast, Hermon würde hier klar Gipfelgold verleihen...
Mir ist völlig bewusst, dass ich bei der Abfahrt Nassschneelawinen auslösen kann. Ich habe da meine Risikominimierungsstrategie: In grossen Hangkurven hinabrasen und mit einem Auge stets hoch schauen. Und siehe da; westlich löse ich etwas aus und kann daneben zuschauen, wie das alles hinabsaust. Ich fahre seitlich weiter, komme unten an und schaue weiter zu, wie der Rusch weiterhin über die Felsen donnert. Es scheint kein Ende zu nehmen, so fahre ich weiter nach W bis unter dem Breithorn bei 3770Hm (6.45 Std.). Ich felle wieder an und, statt zum Klein Matterhorn, steige ich einfach zum Breithorn hoch. Irgendwie fühlt sich das schon noch frech an kurz vor 18:00 Uhr noch schnell zum Breithorn hochzuziehen.
Breithorn:
Der Schnee ist um diese Zeit wieder härter geworden, was das Spuren im unteren Teil deutlich einfacher macht. Später komme ich doch noch in den Genuss auf die Autobahnspur, die sich vom Klein Matterhorn hochzieht.
Oben stehe ich nur auf einem schmalen Grat und bin froh, dass jemand sich die Mühe gemacht hat, eine bequeme Sitzgelegenheit mit der Schaufel ausgegraben zu haben.
Nachdem ich alle meine Resten an Essensvorräte aufgegessen habe (darum liebe Ungaren konnte ich nichts geben), fahre ich nun endgültig hinab nach Zermatt. Die Abfahrt hinab zum Klein Matterhorn ist mit Schwung sehr ruppig, aber dafür schnell erreicht. Danach fahre ich auf die präparierten Pisten hinab bis nach Zermatt. Oben Hart- und unten Sulz, dies gilt auch für die Pisten...
Interessant ist die Tatsache, dass durch dieses auf und ab doch noch 1400Hm zusammen gekommen sind. Ein tolles Höhentraining war es allemal.
2.10 Std.Castor
2.45 Std. Abfahrt Castor
3.15 Std. Fussaufstieg Pollux
3.45 Std. Pollux
6.10 Std. Roccia Nera
7.45 Std. Breithorn
8 Std. Abfahrt Brwithorn
9 Std. Zermatt
Ich gönne mir die zwei Seilbahnen, die mich in nur 30 Minuten ganze 2'270Hm von Zermatt zum Klein Matterhorn (Fr. 32.-- einfach mit Halbtax) hochtragen und komme damit ohne etwas dafür gemacht zu haben schon fast ganz auf die umliegenden Gipfel.
Castor:
Um 10:30 starte ich vom Klein Matterhorn, als einziger mit T-Shirt, die Abfahrt. Ohne Felle an den Ski und mit etwas Stockeinsatz laufe und fahre ich auf dem Grande Chiacciaiodi Verra, auf dem ich sehr wenige Spalten sehe, bis unterhalb vom Schwarztor bei ca. 3655Hm (30 Min.). Hier felle ich an und laufe unter dem Pollux vorbei zum Zwillingsjoch (1 Std.). Auf einer guten Spur steige ich auf Hartschnee sehr angenehm ohne Harscheisen im Zickzack die steile W-Flanke des Castors hoch. Am Rande sind nur wenige Spalten zu sehen und in der oberen Hälfte hat es ein paar kleine Eisflächen, die aber weniger stören als die Abrutschflächen der Abfahrer. Der Bergschrund auf 4198Hm (Skidepot) kann kurz vor dem Grat nicht mehr mittig, so wie im Bericht von Adrian (19.04.26), zu Fuss überwunden werden. Denn das Loch ist aktuell dort zu gross geworden. Aktuell kann der Grat gut nördlich davon in gutem, aber hartem, Trittschnee erreicht werden. Beim Anziehen der Steigeisen seilt sich dort eine Gruppe mit Bergführer hinab. Es hat oben am Fels genug Sicherungsmöglichkeiten. Oben habe ich den Castor für mich alleine. Doch schon bald mache ich Bekanntschaft mit 2 sehr netten Ungaren, die mir sogar ein Stück weisse Toblerone spendieren. Eigentlich sollte es umgekehrt sein, da sie bei uns in der Schweiz Gäste sind, doch heute benötige ich unbedingt mein ganzes Proviant.
Ich steige die steile Passage ungesichert rückwärts hinab zum Skidepot und die zwei Kollegen seilen sich dort ab. Ich verabschiede mich und fahre ab.
Die Abfahrt ist eine Katastrophe. Es ist pickelhart, v.a. dort, wo alle abgerutscht sind, und nebenan ist es mal Bruchharsch oder sonst auch hart. Nichts desto trotz komme ich schneller hinab als ohne Ski und durch das Skigezittere sind nun meine Muskeln endgültig für den ganzen Tag aufgelockert.
Hinab komme ich bis fast beim Skidepot des Pollux. Die letzten Meter laufe ich kurz hinauf. Anfellen wäre für diese kurze Strecke Unsinn, denn danach kann ich weiter nach W hinabfahren.
Pollux:
Heute scheinen alle die Normalroute zum Pollux zu wählen. Ich wähle jedoch die steile W-Flanke. Das Couloir dort weist aktuell noch durchgehend Schnee auf. Es hat hier zwei Aufstiegsspuren drinnen. Doch für eine direkte Skiabfahrt vom Pollux hat sich bis anhin noch niemand getraut. Die Flanke ist um die Mittagszeit dafür leider noch immer viel zu hart. So lasse ich sie doch lieber unten. Skidepot mache ich bei 3825Hm.
Mit Steigeisen und Pickel komme ich ohne Probleme in gutem Trittschnee oben direkt bei der Madonnastatue raus. Nach einem kurzen Gratspaziergang geniesse ich auf dem Pollux ganz alleine die gute Fernsicht (Meteo sei Dank) und staune, dass die W-Flanke vom Castor von hier aus viel steiler aussieht als sie war.
Ich steige auf guter Spur wieder hinab zur Madonnastatue, bestaune sie, und entscheide mich, aus Neugier, die Normalroute hinab zu steigen. Hier fängt der Kettenzirkus an. Oben neben der Statue hat es eine Abseilstelle. Die erste 10 Meter senkrechte Wand ist auf beiden Seiten mit Ketten geschmückt. Der Fels weist zwar Haltegriffe auf, jedoch sind diese von den vielen Leuten wie glanzpoliert und dementsprechend rutschig. Wie ein Affe klammere ich mich an den Ketten und klettere so hinab. Danach kommen nochmals 5 Meter nach Westen und dann stehe ich südlich an die berüchtigte plattige Felswand mit sehr wenigen Griffe. Doch der Affe klammert weiter gekonnt hinab und bekommt sogar noch Freude an den Ketten... Nur schade, dass ich keine Banane mehr dabei habe...
Anschliessend muss der Felsklotz westlich in gutem Trittschnee kurz umgangen werden. Der weitere Weg bis zum Schneecouloir verläuft schon fast auf einem aperen Pfad nach SE (I). Ich könnte den SE-Grat weiter so hinab laufen, doch meine Steigeisen wünschen da doch lieber das schneegefüllte Couloir.
Unten angekommen, laufe ich kurz hinüber zum nahen W-Flanke- Skidepot und fahre hinab bis unterhalb der Roccia Nera bei 3688Hm (5.15 Std.)
Roccia Nera:
Bei 3688Hm felle ich wieder einmal an und steige zuerst ohne Spur steil und streng hoch nach N. In der Nähe des Bivacco Rossi e Volante CAI komme ich doch noch in den Genuss einer Aufstiegsspur. Die Sonne hat diese SW-Flanke stark aufgewärmt und so sacke ich, trotz Spur, immer wieder durch die Spur durch. Zudem steilt sich das Gelände weit über 40° immer steiler auf. Ab 3900Hm sehe ich ein Skidepot, möchte jedoch weiter mit Ski versuchen, und komme so mit unzähligen Spitzkehren doch noch irgendwie bis zum Roccia Nera. Ich schaue auf die Uhr und sie zeigt 17:00 Uhr. Nun verstehe ich auch, warum ich kmin der Gegend keine Leute mehr sehe, denn bald gibt es in den Hütten ja schon Nachtessen.
Auf dem Roccia Nera ist es windstill und so warm, dass ich die Gipfelrast oben ohne geniessen kann. Für mich heute klar die gemütlichste Gipfelrast, Hermon würde hier klar Gipfelgold verleihen...
Mir ist völlig bewusst, dass ich bei der Abfahrt Nassschneelawinen auslösen kann. Ich habe da meine Risikominimierungsstrategie: In grossen Hangkurven hinabrasen und mit einem Auge stets hoch schauen. Und siehe da; westlich löse ich etwas aus und kann daneben zuschauen, wie das alles hinabsaust. Ich fahre seitlich weiter, komme unten an und schaue weiter zu, wie der Rusch weiterhin über die Felsen donnert. Es scheint kein Ende zu nehmen, so fahre ich weiter nach W bis unter dem Breithorn bei 3770Hm (6.45 Std.). Ich felle wieder an und, statt zum Klein Matterhorn, steige ich einfach zum Breithorn hoch. Irgendwie fühlt sich das schon noch frech an kurz vor 18:00 Uhr noch schnell zum Breithorn hochzuziehen.
Breithorn:
Der Schnee ist um diese Zeit wieder härter geworden, was das Spuren im unteren Teil deutlich einfacher macht. Später komme ich doch noch in den Genuss auf die Autobahnspur, die sich vom Klein Matterhorn hochzieht.
Oben stehe ich nur auf einem schmalen Grat und bin froh, dass jemand sich die Mühe gemacht hat, eine bequeme Sitzgelegenheit mit der Schaufel ausgegraben zu haben.
Nachdem ich alle meine Resten an Essensvorräte aufgegessen habe (darum liebe Ungaren konnte ich nichts geben), fahre ich nun endgültig hinab nach Zermatt. Die Abfahrt hinab zum Klein Matterhorn ist mit Schwung sehr ruppig, aber dafür schnell erreicht. Danach fahre ich auf die präparierten Pisten hinab bis nach Zermatt. Oben Hart- und unten Sulz, dies gilt auch für die Pisten...
Interessant ist die Tatsache, dass durch dieses auf und ab doch noch 1400Hm zusammen gekommen sind. Ein tolles Höhentraining war es allemal.
2.10 Std.Castor
2.45 Std. Abfahrt Castor
3.15 Std. Fussaufstieg Pollux
3.45 Std. Pollux
6.10 Std. Roccia Nera
7.45 Std. Breithorn
8 Std. Abfahrt Brwithorn
9 Std. Zermatt
Die Gornerschlucht ist bereits seit einer Woche gesperrt. Auch die kurze N-Umgehung via Sommerweg ist aufgrund der hohen Wassermenge des Bachs nicht mehr passierbar.
Ich habe vom Castor aus viele Abfahrtsspuren vom Felikjoch nach N gesichtet.
Liskamm Westgipfel wurde jedoch nicht gespurt.
Jemand hat den Gendarm gespurt, jedoch nicht die Breithornzwillinge.
Ich habe vom Castor aus viele Abfahrtsspuren vom Felikjoch nach N gesichtet.
Liskamm Westgipfel wurde jedoch nicht gespurt.
Jemand hat den Gendarm gespurt, jedoch nicht die Breithornzwillinge.
Routeninformationen
Castor (4223m)
Castor - Pollux - Roccia Nera - Breithorn Castor - Pollux - Roccia Nera - Breithorn
Letzte Änderung: 24.04.2026, 23:52Aufrufe: 1663 mal angezeigt
Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung
Castor (4223m)
Castor - Pollux - Roccia Nera - Breithorn
Karte


