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Verhältnisse vom 30.04.2026

Piz Laviner (3137m): Ab Preda/Naz

SkitourGuter Eintrag
1 Person
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
gut
Oben: Sulz
Unten: Sulz
Gleich wie Lawinenbulletin wahrgenommen
Punkt 8.30 Uhr verlässt mich der Zug durch den Tunnel Richtung Spinas. Ich besteige mein Trotti und kann schon fünf Minuten später beim untersten Häuschen von Naz mein Trotti- und Turnschuhdepot neben einem Mulixerwasser sprudelnden Brunnen erstellen.

Beim Fussaufstieg zur Alp Mulix gewahre ich eine oder zwei frische Fussspuren. Nach der Alp Mulix geht‘s auf dem Fleckenteppich weiter, bis Höhe 2100, wo ich eindlich um 9.30 Uhr die Skis anschnallen kann.

Über gut begehbare Lawinenkegel steige ich weiter und ziehe ein direktes Couloir zu P. 2443 hoch. Oben erreiche ich die Fläche „Sur la Crappa“, wo es sich herausstellt, dass ich zwei Personen vor mir habe.

Auch diese stiegen die Engstelle westlich P. 2804 hoch. Stets ihre Spuren vor Augen kann ich auf perfekt tragender und nicht mehr zu harter Unterlage zum Pässli westlich Fcla da Val Bever aufsteigen.

Nun geht‘s im Uhrzeigersinn um den Piz Laviner herum auf dessen schneearme Südseite. Hier erleiden meine Skikanten ab und zu einen Steinschliff, da ich zu bequem bin, die Skier ständig an- und abzuschnallen.

Schliesslich gelange ich auf den SW-Grat, deponiere die Skier und stehe um 11.30 Uhr auf dem Gipfel.
Meinen Berechnungen nach muss ich der langen Tragpassage wegen mit mindestens 1.5 h Abfahrt und Abstieg rechnen.

Die Abfahrt erfolgt genau meiner Aufstiegsspur nach, da diese vor allem unten die Schneeschneise garantierte.
Die Abfahrt vom obersten Pässli auf 3000 m bis zum Lawinenschnee auf 2150 m hinunter verdient einmal mehr das begehrte Goldene Fell.
Auf den letzten 50 Höhenmetern war dann Skisurfen Pflicht.

Hinauf benötigte ich bis hierher 1h also sollte ich es in 50 Minuten auf den Zug schaffen…

Gerne hätte ich auf der Alp Mulix mit dem gemütlich höckelnden Jäger ein paar Worte getauscht, doch die Zeit schmolz dahin.

Zwölf Minuten vor Zielschluss gelangte ich zum Trottidepot und füllte noch meine Flasche mit Mulixer Mineralwasser auf.
Anschliessend schien sich die schnelle Abfahrt vom Morgen zu rächen, denn jetzt galt es mit den Skischuhen aufwärts Gas zu geben.

Punktgenau kam ich von der Unterführung herauf als schon der Zug einfuhr.
Im Kinderabteil liess ich dankbar meine gelungene Tour Revue passieren.

Fazit: Der langen Tragstrecke wegen gibt‘s für die gesamte Tour nur ein „Gut“.
Die beiden letzten Besteigungen machte ich jeweils im Mai bei wesentlich mehr Schneeanteil.
Wird morgen nochmals ähnlich sein. Als Zustieg in die Jenatschhütte ist die Tour sehr zu empfehlen.
Verhältnis Bilder
Persönliche Bilder
Letzte Änderung: 30.04.2026, 21:54Aufrufe: 585 mal angezeigt

Piz Laviner (3137m)

Ab Preda/Naz

Karte