Rau Stöckli (2447m)10.05.2026
Verhältnisse vom 03.05.2026
Chammliberg (3214m): nordwand (fullin)
Start um 3 Uhr am Klausenpass zu Fuss entlang der Skispur Richtung Chammlilücke in meist gut gefrorenem Schnee. Ca auf 2300 verlassen wir diese, um zum Einstieg zu queren. Einstieg um 4:30. Da wir das Bild mit den eingezeichneten Routen von 1918, bzw 69 noch nicht hatten, interpretieren wir den Textbeschrieb falsch und steigen über die Firnrampe/Couloir rechts der markanten Wand hoch bis auf ca 2630m. Hier erscheint die Querung in die Wand als möglich und nicht mehr überaus schwierig. Über eine kurze Kletterstelle erreichen wir Bänder, welche uns in einen tief eingeschnittenen Schlitz führen. Am Ende von diesem seilen wir an und klettern links haltend so wie es uns logisch erscheint weiter. Einen markanten Firnhang erreichen wir so auf ca 2730m und wenig oberhalb von einem markanten Pfeilerkopf mit einer kleinen Wechte. Dies ist nicht der selbe Pfeilerkopf, wie in den anderen zu findenden Beschreibungen oder der Originalroute, sondern wir befinden uns bereits deutlich weiter oben etwa 50Hm unter der markanten mittleren Wandstufe.
Da das Eis in dem Schlitz direkt über uns einladend aussieht, klettern wir hier weiter. Die Originalroute von Fullin/Dittli wäre mehr links von uns, hier befinden wir uns auf der Ämmer/Liniger. Über eine kurze senkrechte Eisstufe und eine zweite fast senkrechte Eisstufe erreichen wir offeneres Gelände mit kürzeren, flacheren Eisstufen. Das Eis war bereits von der Wärme geprägt, aber noch vertrauenswürdig zu klettern und sichern. Vor einer weiteren markanten Wandstufe queren wir im Firn nach rechts Richtung Schulter, um in den Schneefeldern und Couloirs teils knapp nördlich des Grates zum Gipfel zu gelangen. Diesen erreichen wir um 7:45. Abstieg zurück zur Schulter und sobald als möglich über die Südflanke im Firn runter bis zur Felsstufe über dem Gletscher. Hier richten wir uns einen Stand ein mit zwei Schlaghacken und kommen so mit dem ausgestreckten 50m Seil bis auf den Schnee runter. Weitere ältere Stände erscheinen uns schlecht erreichbar oder nicht mehr vertrauenswürdig. Wir erreichen die Chammlilücke um 8:45 und den Klausenpass in meist noch tragendem Schnee um 10:30.
Für uns liess sich die Route mit einem Set Totem Cams 0.2-1, Keilen und 4 Eisschrauben vernünftig absichern. Für Abseilstände sollten Schlaghacken mit im Rucksack sein. Zu und Abstieg war heute problemlos ohne Skis zu bewältigen.
Da das Eis in dem Schlitz direkt über uns einladend aussieht, klettern wir hier weiter. Die Originalroute von Fullin/Dittli wäre mehr links von uns, hier befinden wir uns auf der Ämmer/Liniger. Über eine kurze senkrechte Eisstufe und eine zweite fast senkrechte Eisstufe erreichen wir offeneres Gelände mit kürzeren, flacheren Eisstufen. Das Eis war bereits von der Wärme geprägt, aber noch vertrauenswürdig zu klettern und sichern. Vor einer weiteren markanten Wandstufe queren wir im Firn nach rechts Richtung Schulter, um in den Schneefeldern und Couloirs teils knapp nördlich des Grates zum Gipfel zu gelangen. Diesen erreichen wir um 7:45. Abstieg zurück zur Schulter und sobald als möglich über die Südflanke im Firn runter bis zur Felsstufe über dem Gletscher. Hier richten wir uns einen Stand ein mit zwei Schlaghacken und kommen so mit dem ausgestreckten 50m Seil bis auf den Schnee runter. Weitere ältere Stände erscheinen uns schlecht erreichbar oder nicht mehr vertrauenswürdig. Wir erreichen die Chammlilücke um 8:45 und den Klausenpass in meist noch tragendem Schnee um 10:30.
Für uns liess sich die Route mit einem Set Totem Cams 0.2-1, Keilen und 4 Eisschrauben vernünftig absichern. Für Abseilstände sollten Schlaghacken mit im Rucksack sein. Zu und Abstieg war heute problemlos ohne Skis zu bewältigen.
Bei gesetztem Schnee und nach kalten Nächten weiterhin gut. Fehlt das Eis in dem von uns gewähltem Couloir steigt man wohl besser auf der Originalroute weiter, da hier die Stufen im Fels geklettert werden können.
Lohnende und zu unrecht selten begangene Nordwand Route. Mit genügend Schnee und Eis ist die Route wohl deutlich angenehmer zu begehen, als in trocknerem Zustand. April und Mai betrachte ich als die geeignetsten Monate für einen Durchstieg. Die Schwierigkeiten beschränken sich auf eher kürzere Stellen, der grosse Teil kann bei geeigneten Verhältnissen im Schnee hochgestapft werden.
Anreise am Vortag lohnt sich, um von der Klausenpassstrasse aus die Route und Verhältnisse zu studieren.
Respekt vor den Erstbegehern, welche 1918, bzw. 1969 ohne Vorkenntnisse und mit der damaligen Ausrüstung diese Wand durchstiegen.
Anreise am Vortag lohnt sich, um von der Klausenpassstrasse aus die Route und Verhältnisse zu studieren.
Respekt vor den Erstbegehern, welche 1918, bzw. 1969 ohne Vorkenntnisse und mit der damaligen Ausrüstung diese Wand durchstiegen.
Letzte Änderung: 04.05.2026, 16:18Aufrufe: 4882 mal angezeigt
Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung
Chammliberg (3214m)
nordwand (fullin)
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