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Verhältnisse vom 11.06.2005

Balmhorn-Nordwand

Hochtour
Samstag: Aufstieg zur Balmhornhütte. Der Hüttenwart und ein Gast erklärten uns die ideale Aufstiegslinie am Objekt.
Sonntag: Aufbruch um 02:45 Uhr. Kurz nach dem Betreten des Gletschers verschlechterte sich das Wetter. Da wir mit 10 Stunden Aufstiegszeit rechneten und ein Rückzug selten unproplematisch ist, stiegen wir ab. Um 08:00 Uhr bestellten wir ein Fondue im Hotel Waldhaus zum "Mittagessen".
Der Rückzug hat sich als falsch erwiesen. Das Wetter blieb den ganzen Tag gut. Zur Rückzugszeit hatte das Doldenhorn einen Wolkenhut. Schlechte Sichtverhältnisse in der Wand wären für uns problematisch gewesen (Spalten, Schründe). Der Balmhorngletscher ist im unteren Teil schon stark verschrundet. Die z.T. absinkenden Schneebrücken sind nicht immer sehr vertrauenserweckend. Laut dem Gast (weiss den Namen nicht) hat es vor dem eigentlichen Wandteil gefährliche V-Spalten, die unter Umständen nicht mehr überwunden werden können. Alternative: Ausstieg auf den Wildelsigengrat. Wer die Wand noch in vernünftiger Zeit durchsteigen will, muss sich sputen. Ohnehin sollte diese Nordwand möglichst früh angegangen werden, damit die Abbrüche möglichst gut zugeschneit sind, sowie die zum Gletscher führenden Schneefelder noch nicht weggeschmolzen sind. Vielen Dank dem Hüttenwartehepaar und dem Gast für den gemütlichen Hüttenabend und die kalorienmässige Unterstützung. PS: Die Wanddurchstiegszeit (Führer) von 4-6 Std. gehört für den normalleistungsfähigen Alpinisten ins Reich der Fabel.

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Balmhorn-Nordwand

Letzte Änderung: 13.06.2005, 09:54Aufrufe: 708 mal angezeigt

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