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Verhältnisse vom 11.08.2006

Trekking Topali-Turtmann-Tracuit

Hochtour
6-10 Personen
Dank des gut verfestigten Neuschnees sehr gute Tourenbedingungen.
Der Hüttenkomfort nimmt von Nacht zu Nacht ab, die Tracuit-Hütte war nicht mehr gerade begeisternd im Vergleich zur modernen Topali. Steigeisen von der Turtmann zur Tracuit Hütte momentan zwingend, zur Turtmannhütte jedoch nicht.

Routeninformationen

Trekking Topali-Turtmann-Tracuit

Am Montag in St. Niklaus gestartet und auf dem normalen Hüttenweg in 7h zur Topalihütte (schöner Weg, gut rot-weiss markiert). Am Dienstag über das Schöllijoch in 8h zur Turtmannhütte. Der Weg bis zum Schölligletscher ist gut vorerst rot-weiss, danach blau-weiss markiert. Der spaltenarme Gletscher wird bis zum Bergschrund überquert. Dort wird es etwas steiler, dank des Neuschnees aber kein Problem. Über den problemlosen Schrund zum Einstieg des Klettersteigs. Dieser ist mit einem weithin sichtbaren orangen Punkt markiert, sehr gut ausgerüstet und schneefrei. Über diesen erreicht man das Schöllijoch einfach in einer halben Stunde. Ab dort führt ein gut rot-weiss markierter Wanderweg über Schutthänge und Moränen zur Turtmannhütte. Am Mittwoch in 8h zur Tracuithütte. Bis "Gässi" steigt man wieder auf dem Wanderweg auf und folgt dort der blau-weiss markierten Wegspur zum Gletscher. Dieser wird leicht aufsteigend überquert, blank, zuletzt etwas steiler. Der Einstieg in die Adlerflüe ist mit einem grossen blau-weissen Punkt markiert, ab dort ist der ganze Aufstieg sehr gut blau-weiss markiert bis auf die Adlerflüe und wieder hinunter auf den Gletscher. Im Aufstieg sind einige steilere Klettersteigpassagen zu überwinden, welche aber dank der guten Ausrüstung aber ebenfalls sehr benutzerfreundlich und sicher zu begehen sind. Der Abstieg von der Adlerflüe ist problemlos, über einen schuttbedeckten Gletscher quert man zum Gletscherplateau. Ab dort führt eine weithin sichtbare apere Spur zwischen Spaltenzonen zum Col de Tracuit. Zuletzt ist der Gletscher deutlich schneebedeckt, einige heimtückische Spalten. Am Donnerstag in 3h auf die Tête de Milon und zurück. Dafür folgt man zuerst dem Normalweg Richtung Bishorn (Massenansturm), verlässt diesen zu Beginn des Gletschers gegen rechts und erreicht den Grat auf 3400m. Der Grat war in besten Verhältnissen und weist schöne, einfache Kletterei (II) auf. Ein kurzes Eiswändchen (fast blank, am besten rechts im tieferen Schnee nahe der Felsen angehen) führt auf den Schneegrat, welcher zum Gipfel führt. Der Neuschnee war kein Problem, vor einer Woche waren die aperen Verhältnisse sicher schlechter! Die Steigeisen wurden auf der ganzen Tour nie gebraucht, sind aber bei anderen Verhältnissen zwingend. Der Abstieg führt auf der gleichen Route zurück zur Tracuithütte, von dort in 2h Abstieg nach Zinal auf gut rot-weiss markiertem Weg. Dieser ist im oberen Teil noch etwas schneebedeckt und am frühen Morgen teilweise rutschig. Zu den Zeitangaben: für geübte Alpinisten lassen sich die Zeiten für Montag-Mittwoch beinahe halbieren, die Donnerstags-Zeiten sind jedoch realistisch.
Letzte Änderung: 11.08.2006, 18:19Aufrufe: 915 mal angezeigt

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