Menu öffnen Profil öffnen

Verhältnisse vom 10.09.2006

Vrenelisgärtli (2904m)

Hochtour
2 Personen
Hauptziel erreicht
Das Vrenelisgärtli mit seinen bis weit ins Flachland hinaus sichtbaren Firnfeldern, seinen langen Graten und seinem berühmten Panorama ist der bekannteste der drei hohen Glärnischgipfel. Sein Name entstammt der Sage vom übermütigen Vreneli, die zuoberst auf dem Glärnisch einen Garten anlegen wollte, mit einem grossen Sennerkessel über dem Kopf loszog, oben in ein schweres Unwetter geriet und unter der Last ihrer immer schwerer werdenden Kopfbedeckung zu Boden gedrückt und eingeschneit wurde. Unter dem markanten, viereckigen Schneefeld an der Nordseite des Gipfels soll sie begraben liegen. Seither heisst diese Stelle und der berühmteste Glärnischgipfel "Vrenelis Gärtli". Am Sonntag morgen steigen wir also wieder, wie schon am Samstag, den Glärnischfirn hinauf. Diesmal ist die Oberfläche etwas eisig und es sind Steigeisen von Vorteil. Am Ruchen geht's nun rechts vorbei, bis in den Firnsattel am Schwander Grat. Über eine Eisenkette klettern wir ausgesetzt den folgenden Felspfeiler hinab und gelangen zur Firnschneide des Südwestgrates. Knapp unter der Kante wandern wir zum felsigen Gipfelaufbau hinüber. Dort führt grossteils ein Steiglein, mit leichten Kletterstellen dazwischen, zum Gipfel hinauf. Das Vrenelisgärtli passt ausgezeichnet in die Kategorie "Hochtour Light". Eine wunderschöne Route. Ein Berg mit Ambiente. Ein berühmter Gipfel, an dem auch viele Führer mit ihren Gästen unterwegs sind. Die Verhältnisse sind derzeit ausgezeichnet. Nur der Bächistock, der höchste Glärnischgipfel, wird derzeit kaum mehr gemacht. Der Übergang vom Glärnisch- zum Bächifirn ist durch das erste Coluar noch möglich. Auch dieses ist aber bereits stark ausgeapert und weist im unteren Drittel ein steiles Eisschild auf, dessen Überwindung recht anspruchsvoll sein dürfte.
Verhältnis Bilder

Routeninformationen

Vrenelisgärtli (2904m)

Von der Glärnisch-Hütte über den Glärnischfirn in den Firnsattel am Schwander Grat. Nun steil über Felsen hinab zum Südwestgrat des Vrenelisgärtli und über diesen zum Gipfel.
Letzte Änderung: 10.09.2006, 23:47Aufrufe: 496 mal angezeigt

Metadaten

Lawinenprognose