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HochtourAusgezeichneter EintragMit GPS-Track
Andreas Hille
Unterwegs mit: Silvan#
2 Personen
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
(Zu) Später Start 8.30 Uhr vom Rif. Marco e Rosa. Super Verhältnisse auf der ganzen Runde. Einige Stellen müssen mit Schrauben gesichert werden da bereits blank, insbesondere der direkte Zustieg über den NW-Grat zur Bellavista P 3921. Hier waren aufgrund der suboptimalen Linie durch Rand- und Gletscherspalten (siehe GPS Track) einige spaltentechnische Herausforderungen zu bewältigen. Im weiteren Verlauf (nach der unproblematischen Gratüberschreitung) einige sehr heikle Spalten im Übergang zwischen Piz Argient und Fuorcla d’Argient zu queren. Hier teilweise kriechend & mit Pickel sondierend über die fragilen Brücken. Etwa 100 Hm oberhalb der Fuorcla d’Argient brachen wir den Zustieg zum Ansatz des Ostgrats der Crast’Agüzza ab. Hier auf 100 Hm sehr harte, eisige Gletscheroberfläche mit 40° Gefälle. Wäre nur aufwendig mit vielen Eisschrauben vernünftig absicherbar. Wir entschieden uns daher für einen Abstieg durch die Gletschermulde Richtung Normalweg Marco e Rosa - Palü um die Crast’Agüzza noch via Westgrat (Normalweg) zu besteigen. In der Gletschermulde waren die Schneebrücken im Abstieg zwischen Piz Argient und Crast’Agüzza mehr als grenzwertig weich. Hier rächte sich dann der gemütliche, späte Start mit objektiver Gefahr, da wir hier dann ungeplant durchmussten, nachdem die Sonne ihr Werk bereits verrichtet hatte...
W-Grat Crast‘Agüzza unten dann sehr schuttig, eine 3er Seilschaft löste im oberen Bereich massiven Steinschlag aus, zum Glück waren wir gerade noch nicht in der Falllinie. Oben sehr schöne, teils ausgesetzte Kletterei in oft guten Fels. Die WS Bewertung erscheint uns etwas milde - ZS-/III wäre angebrachter. Der Fels ist aber immer gut gestuft, wir entschieden uns daher für eine seilfreie Begehung und deponierten alles Material im Geröll unten.
Felsgrate generell alle trocken & schneefrei.
Bleibt so. Gletscher wird weiter ausapern, aber Niederschlag ist angekündigt zum Wochenende, was die Schneesituation kurzfristig verbessern dürfte. Generell viel zu dürftige Schneeauflage auf den Gletschern.
Schöne Runde „Wellness“ Bergsteigen mit Silvan nach zwei harten Tourentagen.
Der direkte Übergang zur Crast‘Agüzza via Fuorcla d‘Argient war wegen Blankeis nicht möglich (hier sind 100 Hm mit 40 Grad zu überwinden) daher retour zur Gletscherautobahn (über die Gletschermulde zwischen Argient und Crast’Agüzza - heikel wegen weicher Spaltenbrücken) und Crast‘Agüzza via Normalweg (S-Grat) noch begangen. Hier alles seilfrei.
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Letzte Änderung: 25.07.2026, 07:26Aufrufe: 1962 mal angezeigt

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