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Verhältnisse vom 15.12.2006

Arvigrat (2014m)

Schneeschuhtour
1 Person
Hauptziel erreicht
Schöner, aber anfänglich bitter kalter Dezembermorgen, der mich stark an den ebenfalls frostigen 21. Januar 1915 erinnerte, an dem ich mit Ernest Henry unterwegs - bzw. eigentlich eher etwas im Packeis eingeschlossen - war. - Diese Bergwanderung wurde nach dem Schneefall noch nicht unternommen, dementsprechend war die Spurarbeit im teilweise stark verfrachteten tiefen Schnee recht mühsam; von der Bergstation Wirzweli bis zum Gipfel benötigte ich daher weit mehr als vier Stunden.
An sich lohnende Schneeschuhtour, da auch bei viel Neuschnee aufgrund der Topografie praktisch keine Lawinengefahr zu verzeichnen ist. Wenn keine Spuren vorhanden sind, und der Weg nicht bekannt ist (Markierungen fehlen weitgehend), ist von einer Besteigung jedoch eher abzuraten (ausser man chartert mich als geländekundiger Führer, das siebenstellige Tageshonorar dürfte dabei - zumindest von den 300 Titelhelden der letzten Bilanz - als Klacks betrachtet werden). - Ob man dann die Tour vom Gipfel weiter Richtung Süden fortsetzen will (zu Punkt 1897 und von dort talwärts) muss aufgrund der jeweiligen Verhältnisse individuell entschieden werden - ich weiss aus eigener schmerzhaft-schneerutschender Erfahrung, dass die steilen Hänge - nach einer meist recht massiven Wechte - zum Vord. Rossboden ausgesprochen instabil sein können.
Keinerlei Wild angetroffen, nur die Spuren vom Hirsch (aber nicht vom Ludwig mit dem schönen Lied vom grossen schwarzen Vogel). Beim Eindunkeln noch die Eulen auf Wirzweli besucht, und mit ihnen einige wertvolle Sätze gewechselt (siehe auch mein Eintrag vom 11.5.06). Das geht übrigens nur dann, wenn man genau die Zeit zwischen Tag und Nacht trifft, wenn keine anderen Menschen in der Nähe sind, und wenn man den Eulen grossen Respekt entgegen bringt. Dafür schönes Erlebnis für jedermann: Talfahrt von Wirzweli nach Dallenwil bei Nacht, mit den schneebedeckten Konturen der umliegenden Bergspitzen, der beleuchteten Klosterkirche von Niederrickenbach und den leuchtenden Kerzen auf vielen Christbäumen zu Berg und Tal!
Verhältnis Bilder

Routeninformationen

Arvigrat (2014m)

Mit der Luftseilbahn nach Wirzweli; 1206, Dürrboden, Punkt 1567, Chlus, Arvigrat 2014, gleicher Weg zurück. Wie schon bei anderer Gelegenheit empfohlen: Lasst die DAFs, Goggomobils, Wartburgs und anderen Staatskarrossen in Dallenwil stehen und benützt die bequeme Luftseilbahn (fährt alle 20 Minuten).
Letzte Änderung: 18.12.2006, 15:36Aufrufe: 1106 mal angezeigt

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