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HochtourAusgezeichneter EintragMit GPS-Track
1 Person
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Oben: kein
Unten: kein
Der Blüemlisalphorn ist via Fründschnuer schon früh im Jahr auch ohne Ballast (Steigeisen, Pickel, Seil...) an einem Tag gut als ÖV Tour machbar. Danke Zaza für den Tourenbeschreib!

Punkt um 07:40 startete ich ab Kandersteg Bahnhof mit einer Horde von Touristen aus aller Welt in Richtung Oeschinensee. Trotz Anstand musste ich irgendwann mehr aus sprachlichen-, als aus Atemgründen, doch bald schon die Begrüssung mal weglassen, was mit den zunehmenden vielen verschiedenen Parfüms sowieso schon gar nicht mehr möglich gewesen wäre... Langeweile kam jedoch nie auf!
Kurz vor dem See kam ich nicht drum herum doch noch ein Stück auf geteerter Strasse mit den "Pilgern" in Richtung "Mekka Oeschinen" hoch zu schlendern.
Erst bei Underbärgli kehrte Ruhe ein. Der Kontrast war stark, denn ab da bis auf dem Gipfel und zurück war ich, wie gewohnt, wieder mutterseelenallein.
Bei der einsamen Eisenstange bei P1825 folgte ich auf der nassen Wiese, kurz über einen Stahldrahtzaun, einen irrtümlichen Pfad, der mich ins nichts geführt hat. So blieb mir nichts anderes übrig, weglos direkt steil hoch über Wiese nach N hoch zu steigen, um oberhalb von den Felsen die Traverse nach SE zu machen. Unterhalb von P2305 bei der Kurve muss jedoch jeder vorbei. Ab hier ist der Weg wieder klar erkennbar. Er führt etwas schräg meist direkt unter den Felsen leicht ausgesetzt, doch dank Stöcke gut zu meistern, in östlicher Richtung. Ich muss eine kleine Stelle zum Bach mit stabilen Griffen schräg hinabklettern (T5, II). Oben ist ein alter rostiger Bohrhaken mit einem alten Stück Seil für eine allfällige Seilsicherung installiert.
Hier konnte ich auf die Schnelle keinen Weg oder Steinmännchen nach S direkt zur Fründenhütte ausmachen. Aber laut SAC sollte es dort eins haben!
Dann ohne Pfad einfach weiter bis zu den Gletscherresten, wo ab da ein einzelner Steinmännchen eine Umgehung der Felsen nach NW aufzeigt. Beim Aufstieg stieg ich danach etwas zu weit nach N hoch und musste deswegen immer wieder unangenehme Querungen nach SE auf harter Erde mit Kies und Schutt vornehmen. Hier lieber unten oberhalb des langgezogenen Felsen bleiben und so angenehmer hoch steigen. Kurz vor dem Rothornsattel wird es nochmals schuttig und steil, was v.a. für den Abstieg sehr knieschonend war.
Hier machte ich Schuhwechsel (früher wäre besser gewesen, jedoch für den Abstieg sowieso nötig) und deponierte alles, was ich nicht brauchte, auch deswegen, damit ich oben nicht auf den dummen Gedanken komme, spontan allenfalls irgend einen anderen Grat ohne Steigeisen absteigen zu wollen.
Auf gutem Pfad auf dem NW-Grat zu den Stangen und weiter auf schräg abfallenden Felsen leicht kletternd (T5, I+), aber meist gehend, relativ einfach hoch auf dem breiten Grat zum Blüemlisalphorn mit Gipfelkreuz und leere Gamelle ohne Gipfelbuch?!
Der NW-Grat weist aktuell keinen Firn, Schnee oder Eis mehr auf.

Der Abstieg erfolgt auf der Aufstiegsspur und wie so oft, kam ich wenigstend dann in den Genuss von ein paar Steinmännchen (also für den Aufstieg lieber mein GPX von meinem Abstieg wählen).

Wasserstellen hatte es auch nach dem Underbärgli genug vorhanden.

2 Std. P182.
6.30 Std. Blüemlisalphorn
11.30 Std. Kandersteg
Zwei Helis kreisten lange beim Morgehorngletscher herum. Ich hoffe, dass sie helfen konnten. Die Gletscher in der Umgebung weisen viele offene Spalten auf.

Schöne lange Tour mit zuerst einer Völker- und später einer Einsamwanderung.
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Letzte Änderung: 05.09.2026, 00:33Aufrufe: 3149 mal angezeigt

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Blüemlisalphorn (3661m)

Von Kandersteg via obere Fründenschnur

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