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Bergrider
Unterwegs mit: Zaza
2 Personen
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Oben: kein
Unten: kein
Die Tour wurde schon von Zaza beschrieben, jedoch möchte auch ich die aktuellen tollen Verhältnissen betonen.

Die Bietschhornhütte hat ihre Saison bereits am 06.09.26 beendet, so, dass man an diesem sicher oft begangenen Berg aktuell einen sehr einsamen Aufstieg erleben darf, resp. Zaza und ich niemanden sonst angetroffen haben.

Wir sind um 08:15 von Wiler (Lötschen) Dorf hoch zur Bietschhornhütte gestartet. Bis ca. 1850 Hm käme man da auch mit dem E-Bike bestens hoch, so auch 3 Jäger, die dieses Fortbewegungsmittel gewählt haben, um sich unweit höher in einem Jägerunterstand ganztags mit grosser Hoffnung auf Ruhe und Wild zu verkriechen.

Beim östlichen Übergang von P2086 nach Howitzen verliert man durch einen neuen angelegten Wanderweg ein paar Höhenmeter, doch sonst kommt man da zügig hoch zur Bietschhornhütte. Die Hütte ist zwar abgeriegelt, bietet keinen Winter- oder Schutzraum, aber das kleine Häuschen nebenan (WC) ist für Erleichterungen jeglicher Art trotzdem noch offengelassen worden.

Auch ist der weitere Wanderweg zum Bietschjoch gut ausgebaut und mit weissen Zeichen und Pfeilen geschmückt. Trotz der Vorhersage von wenig Wind, haben wir auf dem Bietschjoch dennoch eine frische zügige Bise erlebt. Hier habe ich Schuhwechsel gemacht.

Wir sind ab da im losen Gletscherschutt östlich unter dem Grat nach Norder hinüber traversiert. Beim Rückweg sind wir jedoch direkt über den NE-Grat zum Bietschjoch gegangen, was deutlich einfacher und ohne Gletscherkontakt möglich war (T4). Auch kann das folgende Firn unter dem Schafbärg südlich gänzlich umgangen werden.

Also zusammengefasst braucht es aktuell oder im Spätsommer, wenn hier oben die Temperaturen über 0 bleiben, keine Steigeisen oder Pickel für den W-Grat zum Bietschhorn.

Danach sind wir auf weichem Schutt hinab zum Sattel und zuerst auf einem schwachen Pfad und später ohne Pfad den Steinmännchen nach den W-Grat hochgestiegen. Ab P3409 sind wir immer wieder leicht südlich vom Grat auf etwas Schutt den Steinmännchen weiter hochgestiegen, wobei diese immer rarer vorhanden waren. Man darf aber bis P3635 nicht zu weit in die S-Flanke queren, da man sonst auf etwas glatte Platten wieder zurück zum Grat hochklettern muss. Solange hier niemand oberhalb von einem ist, ist das Steinschlagrisiko aus meiner Sicht gering (T5-, I+).

Der "vertikale" rote Turm weist gute Griffe auf, hätte ein paar Sicherungsringe installiert, ist jedoch bei trockenen Verhältnissen direkt auf dem Grat relativ einfach zu klettern (T5, II). Auch der darauffolgende horizontale Reitgrat von rund 10 Meter, der extrem schmal und ausgesetzt ist, wo an beiden Seiten Hunderte Meter tief abfällt, lässt sich mit rutschen im Reitsitz (mit kurzen Hosen meiner Erfahrung nach eher weniger gut geeignet) gut überwinden (T6+). Hier hat es ebenfalls ein paar Sicherungsringe installiert. Zuletzt wieder einfacher hinüber zum Gipfelkreuz.
Oben mit 1°C haben wir 30 Minuten pausiert. Viel länger hätte ich mit meinen kurzen Hosen sowieso nicht ausgehalten und umziehen für die paar Minuten war für mich nicht nötig. Somit, und auch wegen der letzten ÖV-Verbindung, sind wir danach relativ zügig abgestiegen, wobei die schwierigeren Passagen im Abstieg mir einfacher vorkamen als beim Aufstieg. So verlief der Abstieg ohne nennenswerte Probleme, so, dass wir um 19:15 für die Zweitletzte ÖV-Verbindung in Wiler (Lötschen) Dorf ankamen.

2 Std. Bietschhornhütte
6 Std. Bietschhorn
11 Std. Wiler (Lötschen) Dorf


Ohne Schnee und Eis weiterhin gut ohne Steigeisen zu bewältigen.
Danke Zaza für den tollen Tag!
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Letzte Änderung: 24.09.2026, 23:43Aufrufe: 49 mal angezeigt

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Bietschhorn (3934m)

Westgrat ab Bietschhornhütte

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