Spi da Baselgia (2945m)12.10.2026
Verhältnisse vom 14.10.2026
Munt da la Bescha (2773m): Vom Ofenpass zum Munt da la Bescha
Kein Schnee auf der ganzen Tour!
Ich war am 20.06.26 schon mal auf dem Munt da la Bescha und habe mir damals schon hierfür einen anspruchsvollen, aber dennoch familientauglichen Auf- und Abstieg durchdacht, der heute als Nachmittagstour realisiert wurde.
Nach vielen Überredungskünsten habe ich meine Frau dafür überzeugen können…
Die ÖV spuckte Frau und Tochter um 12:45 auf Süsom Givè (Ofenpass) aus. Wir stiegen gemütlich auf dem Wanderweg in Richtung Chaschlot. Wo damals zwei Murgänge den Weg abgeschliffen hatten, war heute ein breiter und sicherer Wanderweg vorhanden. Hier ein grosser Dank, dass die Wanderwege hier oben so gut instandgehalten werden! Beim Aufstieg hatte es verhältnismässig doch noch viele Mountainbikefahrer, die diese Strecke hinab fuhren… Wohl für die ein kleiner Geheimtipp… Anders wie damals, stiegen wir auf dem Wanderweg weiter bis zum kleinen Pass in der Valbella. Hier fliesst aktuell kein Wasser mehr hinab nach Westen.
Ab hier sind wir nach S weglos im Schatten zuerst auf Wiese, später auf Kies und Schutt ziemlich rutschig den Felsen entlang schlängelnd hochgestiegen. Die Tochter bevorzugte die Felsen, so sind wir meist dort hochgekraxelt. Sie zuerst und ich aus Sicherheitsgründen ein paar cm dicht hinter ihr her. Viele Wege führen nach oben, doch keines ist hier so wirklich ganz angenehm. Immer wieder löste jemand von uns Steine aus, so, dass hier der Aufstieg bei mehreren Personen gefährlich werden kann. Allgemein kann man sagen, dass der Aufstieg auf den Felsen und, wo diese zu steil werden, direkt darunter, am sichersten war. Kurz vor dem E-Grat kraxelten wir alle auf allen Vieren wie Hunde hoch zum Grat, wo nicht nur die Sonne wieder zum Vorschein kam, sondern auch der Hauptgipfel Westlich zum Greifen nahe lag (T5, I+). Nun, am besten direkt auf dem Grat (T3) und nicht nördlich davon den Gämse Spuren abschüssig (T5) einfach hinüber zum Munt da la Bescha (P2772) mit den drei Stöcke.
Heute wollten wir dank dem blauem Himmel und windstille fast nicht mehr absteigen. Langsam aber sicher haben alle seine Klettergestell angezogen und sind rund 20 Meter nach S hinab zum grossen Steinfels hinabgestiegen. Hier habe ich neben einer alten Seilsicherung noch eine neue provisorische eingerichtet, so der Wunsch meiner Frau. Aus Sicherheitsgründen habe ich zuerst meine Frau und dann meine Tocher genau 30 Meter hinab zum S-Sattel hinabgelassen. Hier herrscht extrem starker Steinschlag, der vor allem vom Seil selber ausgelöst wird! Ein Helm ist empfehlenswert! Mit der provisorischen Seilsicherung im Rucksack bin ich da zuletzt mit meinem 40 M Seil nicht ganz hinab gekommen, so, dass ich im T6-Gelände nicht nur mein Seil einziehen musste (Steinschlag nicht zu vermeiden), sondern auch noch die letzten 5 Meter auf etwas glatte Felsen ohne viel Gummi an den Sohlen hinab klettern musste.
Ich hatte damals die Route in umgekehrter Richtung gemacht, so, dass ich genau wusste, dass man nach rund 20 Meter unten unbedingt nach W hinüber klettern muss, um nicht an die abfallenden glatten Felsen zu kommen, wo die Seillänge danach nicht mehr genügt hätte…
Dummerweise hat sich mein 7-jähriges altes Smartphone immer wieder abgestellt, so, dass ab dem Sattel mein GPS immer wieder unterbrochen wurde, deswegen dort auch die Aufnahme einer geraden Linie…
Wer nun meint, dass der Abstieg geschafft sei, liegt falsch. Statt beim Aufstieg damals in der N-Rinne habe wir uns für die S-Rinne entschieden. Naja, wie soll ich sagen, mit Tochter zwischen den Beinen hinab zu rutschen fühlte sich irgendwie so an wie bei der ersten Skifahrt mit ihr zwischen den Beinen, nur, dass man dabei nicht so gut bremsen konnte… Nach einer etwas grusigen Rinne, wo der Ausstieg nach N erst zuunterst möglich war, kamen wir dann unten auf der Wiese alle heil an. Diese Tour hat meinen Schuhen echt noch den Rest gegeben… Nun sind aus meinen zweijährigen Trailrunning Schuhe nach vielen tollen Touren bequeme Barfussschuhe daraus geworden, so, dass ich sie nun wirklich nicht mehr im Gebirge mitnehmen darf…
Unten angekommen, fragte mich meine Tochter, ob wir hier nochmals aufsteigen könnten, um da nochmals hinabrutschen zu können… Wenn sie wüsste, wie mühsam da ein Aufstieg wäre, hätte sie das natürlich nicht gefragt… Doch die Zeit drängte und der Sonnenuntergang nahte.
Obwohl ich da vor 4 Monaten schon mal gewesen war, habe ich es ohne Karte tatsächlich geschafft, die Traverse unterhalb vom Munt da la Bescha zu weit nördlich zu machen, was völlig unnötig gewesen war, da weiter unten ein guter Pfad gelegen wäre…
Um 19:06 steigen wir glücklich im Bus ein und fuhren hinab nach Tschierv…
Ich muss stark betonen, dass diese Tour nicht für Kinder geeignet ist! Unsere Route vom Pass im Valbella nach S war wegen dem losem Schutt ziemlich anspruchsvoll gewesen (T5, I+). Viel einfacher ist es, wenn man östlich vom Pass bei Valbella kurz hinabsteigt und die E-Flanke des Munt da la Bescha von der E-Seite besteigt, wo ich damals (20.06.26) bis zur Hälfte, resp. durch den Felsrigel zu einfacherem Gelände abgestiegen war (T4, I).
Ich war am 20.06.26 schon mal auf dem Munt da la Bescha und habe mir damals schon hierfür einen anspruchsvollen, aber dennoch familientauglichen Auf- und Abstieg durchdacht, der heute als Nachmittagstour realisiert wurde.
Nach vielen Überredungskünsten habe ich meine Frau dafür überzeugen können…
Die ÖV spuckte Frau und Tochter um 12:45 auf Süsom Givè (Ofenpass) aus. Wir stiegen gemütlich auf dem Wanderweg in Richtung Chaschlot. Wo damals zwei Murgänge den Weg abgeschliffen hatten, war heute ein breiter und sicherer Wanderweg vorhanden. Hier ein grosser Dank, dass die Wanderwege hier oben so gut instandgehalten werden! Beim Aufstieg hatte es verhältnismässig doch noch viele Mountainbikefahrer, die diese Strecke hinab fuhren… Wohl für die ein kleiner Geheimtipp… Anders wie damals, stiegen wir auf dem Wanderweg weiter bis zum kleinen Pass in der Valbella. Hier fliesst aktuell kein Wasser mehr hinab nach Westen.
Ab hier sind wir nach S weglos im Schatten zuerst auf Wiese, später auf Kies und Schutt ziemlich rutschig den Felsen entlang schlängelnd hochgestiegen. Die Tochter bevorzugte die Felsen, so sind wir meist dort hochgekraxelt. Sie zuerst und ich aus Sicherheitsgründen ein paar cm dicht hinter ihr her. Viele Wege führen nach oben, doch keines ist hier so wirklich ganz angenehm. Immer wieder löste jemand von uns Steine aus, so, dass hier der Aufstieg bei mehreren Personen gefährlich werden kann. Allgemein kann man sagen, dass der Aufstieg auf den Felsen und, wo diese zu steil werden, direkt darunter, am sichersten war. Kurz vor dem E-Grat kraxelten wir alle auf allen Vieren wie Hunde hoch zum Grat, wo nicht nur die Sonne wieder zum Vorschein kam, sondern auch der Hauptgipfel Westlich zum Greifen nahe lag (T5, I+). Nun, am besten direkt auf dem Grat (T3) und nicht nördlich davon den Gämse Spuren abschüssig (T5) einfach hinüber zum Munt da la Bescha (P2772) mit den drei Stöcke.
Heute wollten wir dank dem blauem Himmel und windstille fast nicht mehr absteigen. Langsam aber sicher haben alle seine Klettergestell angezogen und sind rund 20 Meter nach S hinab zum grossen Steinfels hinabgestiegen. Hier habe ich neben einer alten Seilsicherung noch eine neue provisorische eingerichtet, so der Wunsch meiner Frau. Aus Sicherheitsgründen habe ich zuerst meine Frau und dann meine Tocher genau 30 Meter hinab zum S-Sattel hinabgelassen. Hier herrscht extrem starker Steinschlag, der vor allem vom Seil selber ausgelöst wird! Ein Helm ist empfehlenswert! Mit der provisorischen Seilsicherung im Rucksack bin ich da zuletzt mit meinem 40 M Seil nicht ganz hinab gekommen, so, dass ich im T6-Gelände nicht nur mein Seil einziehen musste (Steinschlag nicht zu vermeiden), sondern auch noch die letzten 5 Meter auf etwas glatte Felsen ohne viel Gummi an den Sohlen hinab klettern musste.
Ich hatte damals die Route in umgekehrter Richtung gemacht, so, dass ich genau wusste, dass man nach rund 20 Meter unten unbedingt nach W hinüber klettern muss, um nicht an die abfallenden glatten Felsen zu kommen, wo die Seillänge danach nicht mehr genügt hätte…
Dummerweise hat sich mein 7-jähriges altes Smartphone immer wieder abgestellt, so, dass ab dem Sattel mein GPS immer wieder unterbrochen wurde, deswegen dort auch die Aufnahme einer geraden Linie…
Wer nun meint, dass der Abstieg geschafft sei, liegt falsch. Statt beim Aufstieg damals in der N-Rinne habe wir uns für die S-Rinne entschieden. Naja, wie soll ich sagen, mit Tochter zwischen den Beinen hinab zu rutschen fühlte sich irgendwie so an wie bei der ersten Skifahrt mit ihr zwischen den Beinen, nur, dass man dabei nicht so gut bremsen konnte… Nach einer etwas grusigen Rinne, wo der Ausstieg nach N erst zuunterst möglich war, kamen wir dann unten auf der Wiese alle heil an. Diese Tour hat meinen Schuhen echt noch den Rest gegeben… Nun sind aus meinen zweijährigen Trailrunning Schuhe nach vielen tollen Touren bequeme Barfussschuhe daraus geworden, so, dass ich sie nun wirklich nicht mehr im Gebirge mitnehmen darf…
Unten angekommen, fragte mich meine Tochter, ob wir hier nochmals aufsteigen könnten, um da nochmals hinabrutschen zu können… Wenn sie wüsste, wie mühsam da ein Aufstieg wäre, hätte sie das natürlich nicht gefragt… Doch die Zeit drängte und der Sonnenuntergang nahte.
Obwohl ich da vor 4 Monaten schon mal gewesen war, habe ich es ohne Karte tatsächlich geschafft, die Traverse unterhalb vom Munt da la Bescha zu weit nördlich zu machen, was völlig unnötig gewesen war, da weiter unten ein guter Pfad gelegen wäre…
Um 19:06 steigen wir glücklich im Bus ein und fuhren hinab nach Tschierv…
Ich muss stark betonen, dass diese Tour nicht für Kinder geeignet ist! Unsere Route vom Pass im Valbella nach S war wegen dem losem Schutt ziemlich anspruchsvoll gewesen (T5, I+). Viel einfacher ist es, wenn man östlich vom Pass bei Valbella kurz hinabsteigt und die E-Flanke des Munt da la Bescha von der E-Seite besteigt, wo ich damals (20.06.26) bis zur Hälfte, resp. durch den Felsrigel zu einfacherem Gelände abgestiegen war (T4, I).
Danke an Frau und Tochter für diese tolle gemeinsame Tour!
Letzte Änderung: 15.10.2026, 15:24Aufrufe: 38 mal angezeigt
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