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Verhältnisse vom 06.07.2013

Rotwand (2806m): Hermann Buhl Gedächtnisweg (Hasse/Brandler)

KlettertourAusgezeichneter Eintrag
2 Personen
Hauptziel erreicht
Alles trocken. Im Abstieg vom Vajolonpass liegen noch ganz ordentliche Altscheefelder.
Bleibt so bis zum nächsten Bergsturz...
Tourenbericht, viele Bilder und weitere Infos bei www.rocksports.de unter:

http://www.rocksports.de/forum/showthread.php?tid=829
Verhältnis Bilder

Routeninformationen

Rotwand (2806m)

Hermann Buhl Gedächtnisweg (Hasse/Brandler)
Die Südwestwand der Rotwand (2806 m) im Rosengarten ist der Blickfang hoch über dem Karerpass und an beeindruckender Geschlossenheit und Ebenheit wohl kaum zu überbieten. Beim Anblick scheinen jegliche Strukturen und logische Linien im zentralen Wandbereich komplett zu fehlen. Es handelt sich nach wie vor um ein extrem anspruchsvolles und klettertechnisch äußerst hartes (auch bei technischer Kletterei) Alpinabenteuer erster Güte, dass man mit Sicherheit nicht so schnell vergessen wird.

Nach einem Bergsturz im zentralen Wandteil vor einigen Jahren galt der „Hermann-Buhl-Gedächtnisweg“ als Geschichte, noch gefährlicher und eigentlich unkletterbar.

Inzwischen sind aber wieder zwei Varianten möglich und eingenagelt. Entweder wild und noch brüchiger durch die Bergsturzzone oder fester aber vermutlich einiges schwerer über eine rechts der Bergsturzzone befindliche Umgehungsvariante.

Als Gesamtbewertung für den „Hermann-Buhl-Gedächtnisweg“ mit Umgehungsvariante der Bergsturzzone würden wir IX+ / VIIA2 vorschlagen. Denn selbst wenn in der Umgehungsvariante und auf der Originalführe sehr viele Normalhaken stecken muss zwischen den Hacken zwingend frei im VII. oder oberen VII. Grad geklettert werden. Das ganze gilt für den derzeitigen Felszustand (Stand Juli 2013). Das ist wichtig denn es muss einem schon bewusst sein, dass man vielfach auf lebendigem und veränderungsfähigem Fels klettert, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Es gibt da so ein Topo von Loboedition (Dolomite Vertikal Band Nord). Der Routenverlauf an sich ist eigentlich sogar recht gut eingezeichnet, wenn auch nicht mehr aktuell, denn im Bereich der Bergsturzzone hat sich eben einiges getan. Davor und danach passt die Linie aber ganz gut. Was allerdings überhaupt nicht passt und eine Frechheit ist sind die angegebenen, enorm unterbewerteten Freikletter-Schwierigkeitsangaben. Wenn man hinter diese Angaben jeweils noch ein A1 oder A2 hängt könnte es vielleicht passen, nicht aber so. Alle Angaben von uns in den schweren Längen (siehe Wandübersichtsbild bei rocksport.de/forum) sind um mindestens einen UIAA-Grad höher.

Viele weitere Informationen im Forum von www.rocksports.de
Vom Karerpass über das Refugio Paolina unter die Wand
Letzte Änderung: 17.08.2013, 11:00Aufrufe: 4318 mal angezeigt

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