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WanderungAusgezeichneter Eintrag
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auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Aufstieg 950 hm ab Bendolla, oberhalb Grimentz
Spannend wird es erst ab dem Col des Becs de Bosson. Bis dahin geht man über Skipisten und Lifttrassen, vorbei an Schneelanzen und Iglu-Buvettes.
Der Aufstieg zum Sattel auf der Nordseite der Kräte ist bereits steil und war heute zum Teil schneebedeckt.
Beim Col wechselt man dann auf die Sonnenseite und findet dort das blaue Schild Richtung Becs de Bosson. Auf der Landkarte ist der Weg mit Lücken eingezeichnet, SwissTopo zeigt ihn aber nicht an. Mein Vorsatz war, die Gipfelbeszeigung zu versuchen, aber umzudrehen, falls es zu riskant wäre.
Der Weg auf dem Grat ist anfänglich blau-weiss markiert und die Serpentinen im sandigen Boden sind gut zu erkennen.
Sobald man sich jedoch den markanten Felsen nähert, hört die Markierung auf und man muss sich auf die Fussspuren konzentrieren.
100m vor dem Hauptgipfel steigt man über Felsen und wechselt auf die Nordseite.
Eine senkrechte Felswand wäre nicht zu bewältigen, wenn hier nicht Ketten angebracht wären. Man findet mit den Füssen gute Tritte und mit den Händen kann man sich an der Kette hinaufziehen. Auf dem Absatz davor hab ich meinen Rucksack und die Wanderstöcke deponiert.
Bald erreicht man den Grat nach dem ersten markanten Felsturm. Danach führt der Weg wieder auf der Südseite über ein Felsband, durch ein Felsentor, dann gibt es einen Abstieg über Felsen und danach den letzten Aufstieg auf einem sandigen Weg zum Westgipfel. Hier gibt es ein kleines Plateau und darüber sieht man auf den hellen Felstürmen Steinmändli. Ich schaute mir die Felsen genau an und beschloss, auch noch die letzten Meter hinaufzukraxeln.
Die Anstrengung hat sich gelohnt, denn die Aussicht auf die anderen Felstürme war überwältigend.
Dahinter natürlich die 4000er Kette vom Weisshorn über das Zinalrothon, das Obergabelhorn, Dent Blanche und Dent d‘Herens, sowie Grand Combin und Mont Blanc.
Beim Abstieg konzentrierte ich mich nochmals und war froh, dass ich mir den Weg eingeprägt hatte, da die Spuren an einigen Stellen an den Abzweigungen vorbei führten.
Zurück auf dem Sattel gönnte ich mir die erste Pause nach 5 Stunden und war stolz, den Gipfel, der mir auf dem Alpenpässeweg schon seit mehreren Tagen durch seine markante Form aufgefallen war, bestiegen zu haben.
Der Abstieg führte vorbei an der Cabane des Becs du Bosson, die seit 5. Oktober geschlossen ist und über den Col de Lona hinunter ins Val d‘Herens.
(Herens heisst auf Deutsch Eringen. Dort kommen auch die Eringer Kühe her.)
Bis zum ersten Schneefall machbar, im Winter nicht zu empfehlen
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Persönliche Bilder
Letzte Änderung: 14.10.2025, 13:53Aufrufe: 870 mal angezeigt

Becs de Bosson (3149m)

SSE grat von Col des Becs de Bosson 2959m

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Wanderung

T 5

200 hm

4.0 h

Karte