Mingalunhorn (2967m)30.11.2025
Verhältnisse vom 15.10.2025
Piz Bever (3230m): Vom Pass Suvretta zum Piz Bever
Heute bringt mich die RhB mit dem E-Bike als Zusatzkraft in Celerina aus. Es herrscht kalter und dichter Hochnebel. Verwirrt schaue ich auf die Bahnhofstafel, ob nicht etwa Zürich draufsteht? Im ganzen Engadin herrschte heute Morgen, wie auch schon gestern, Hochnebel, auch bekannt als Engadin Hochnebel.
Notgedrungen schalte ich mein E-Bike auf Turbo Modus, um möglichst schnell aus dieser Suppe raus zu kommen. Wie ein Pfeil flitze ich den Forstweg hoch nach Marguns und bekomme ab ca. 1900 Hm blauer Himmel mit Sonnenschein! Beruhigt schalte ich den Modus wieder zurück und geniesse die Weiterfahrt in der Wärme und bin froh, dass wir im Val Müstair dieses Phänomen nicht kennen.
Oben bei Marguns und Corviglia wird eifrig für die Wintersaison vorbereitet. Ich fahre weiter über Munt da San Murezzan hinab zum Pass Suvretta, wo ich nach einer Stunde Fahrt das E-Bike deponiere.
Ich bin erstaunt hier eine Absperrung vorzufinden. Auf dem Zettel steht, dass der Wanderweg inkl. Mountainbike von Munt da San Murezzan P2682 bis Suvretta Pass P2650 infolge erhöhten Steinschlags gesperrt ist. Auf die Idee eine solche Absperrung oben beim Munt da San Murezzan aufzustellen ist wohl niemand eingefallen. Anderseits hätte ich die Absperrung sowieso gewollt übersehen. Doch fürs gute Gewissen war das gut so.
Ab dem Pass Suvretta wandere ich in NW-Richtung zur obigen Ebene der Grevas dal Giaviöl bei P2850Hm. Entweder erreicht man diese südwestlich auf steiler Wiese oder nördlicher gleiches mit leichten Felsen, die zum Kraxeln einladen. Zum Aufwärmen wähle ich für den Aufstieg letzteres.
In der Mulde hat es nur noch wenig Schnee drinnen, das jedoch auch problemlos umgangen werden kann. Ab hier kommen nun die Geröllfetischisten auf ihre Kosten. Bis zur oberen S-Wand des Piz Bever komme ich in gutmütigem Geröll effizient weiter. Hier traversiere ich die kurze steile sandige Passage nach Westen und steige auf der anderen Seite nach NW die grosse breite Rinne hoch, die direkt auf dem SW-Grat des Piz Bever endet. Diese ersteigt man entweder mittig in sandigem Kies mit Schutt (besser für den Abstieg) oder auf der westlichen Seite auf die Felsen (besser für den Aufstieg). Der Aufstieg ist nicht ausgesetzt und einfach (T4, I).
Auf dem Grat spaziere ich zum Verbindungsgrat, der noch immer eingeschneit ist. Zuoberst auf dem Grat sinkt man stark ein und nördlich hat es unbefestigter Bruchharsch. Ich darf deswegen nicht in die steile Nordflanke ausweichen. Auch wenn es nur noch 20 Meter zum Gipfel sind, zwingen mich die Verhältnisse hier Bergschuhe anzuziehen. Direkt auf dem Grat spure ich knietief einsinkend hinüber auf die andere Seite. Auch der letzte Aufschwung kann man hier ohne Schnee leicht nördlich umgehen, heute aber nicht. Somit klettere ich diesen Aufschwung genau auf dem Grat hoch (T5-, II) zum Piz Bever mit Steinmann und Gipfelbuch.
Heute ist es oben etwas windig, demzufolge fühlt sich die Temperatur frischer an als in den letzten paar Tage. Trotzdem bleibe ich eine halbe Stunde oben und geniesse mein Mittagessen bei bester Fernsicht.
Schon vorher auf dem SW-Grat, wie auch auf dem Piz Bever sehe ich, dass die NW-Flanke des Piz Suvretta stark eingeschneit ist. Meine Überlegung den Piz Suvretta noch anzuschliessen verfliegt deswegen schnell wie im Flug. Hinab westlich unterhalb der Giaviöl da Suvretta (P2974) käme man problemlos, doch danach wäre das eine grosse Plackerei, v.a. ohne Gamaschen…
So belasse ich es heute beim Piz Bever und empfinde es als einen wohlverdienten Erholungstag. Die Mehrzeit, die ich durch das bekomme, kann ich gut gebrauchen, um all die Blindgänger, die ich in den letzten Tagen gefunden habe, endlich mal definitiv zu melden. Ja, es gibt dafür extra eine App «Blindgänger-App», doch was bringt mir die, wenn die nur mit Netz funktioniert und ich bei den Funden keinen habe?
Für den Abstieg folge ich nur kurz den SW-Grat weiter, steige 10 Meter einfach hinab und rutsche auf sandigem Kies genussvoll bis zu den Zwischenfelsen hinab, traversiere kurz nach Osten und rutsche über Kies und Schutt weiter hinab bis das festere Geröll dies nicht mehr zulässt. Nach der Schuhentladung laufe ich über festem Geröll und zuletzt über Wiese hinab zum Ausgangspunkt.
Mit dem E-Bike fahre ich auf dem Wanderweg durch das Suvretta da Samedan zur Alp Suvretta und auf einem Forstweg via Spinas weiter bis Bever, wo mich die RhB und das Postauto wieder in das Val Müstair zurückbringt.
1.30 Std. Piz Bever
3 Std Pass Suvretta inkl. Pause
Notgedrungen schalte ich mein E-Bike auf Turbo Modus, um möglichst schnell aus dieser Suppe raus zu kommen. Wie ein Pfeil flitze ich den Forstweg hoch nach Marguns und bekomme ab ca. 1900 Hm blauer Himmel mit Sonnenschein! Beruhigt schalte ich den Modus wieder zurück und geniesse die Weiterfahrt in der Wärme und bin froh, dass wir im Val Müstair dieses Phänomen nicht kennen.
Oben bei Marguns und Corviglia wird eifrig für die Wintersaison vorbereitet. Ich fahre weiter über Munt da San Murezzan hinab zum Pass Suvretta, wo ich nach einer Stunde Fahrt das E-Bike deponiere.
Ich bin erstaunt hier eine Absperrung vorzufinden. Auf dem Zettel steht, dass der Wanderweg inkl. Mountainbike von Munt da San Murezzan P2682 bis Suvretta Pass P2650 infolge erhöhten Steinschlags gesperrt ist. Auf die Idee eine solche Absperrung oben beim Munt da San Murezzan aufzustellen ist wohl niemand eingefallen. Anderseits hätte ich die Absperrung sowieso gewollt übersehen. Doch fürs gute Gewissen war das gut so.
Ab dem Pass Suvretta wandere ich in NW-Richtung zur obigen Ebene der Grevas dal Giaviöl bei P2850Hm. Entweder erreicht man diese südwestlich auf steiler Wiese oder nördlicher gleiches mit leichten Felsen, die zum Kraxeln einladen. Zum Aufwärmen wähle ich für den Aufstieg letzteres.
In der Mulde hat es nur noch wenig Schnee drinnen, das jedoch auch problemlos umgangen werden kann. Ab hier kommen nun die Geröllfetischisten auf ihre Kosten. Bis zur oberen S-Wand des Piz Bever komme ich in gutmütigem Geröll effizient weiter. Hier traversiere ich die kurze steile sandige Passage nach Westen und steige auf der anderen Seite nach NW die grosse breite Rinne hoch, die direkt auf dem SW-Grat des Piz Bever endet. Diese ersteigt man entweder mittig in sandigem Kies mit Schutt (besser für den Abstieg) oder auf der westlichen Seite auf die Felsen (besser für den Aufstieg). Der Aufstieg ist nicht ausgesetzt und einfach (T4, I).
Auf dem Grat spaziere ich zum Verbindungsgrat, der noch immer eingeschneit ist. Zuoberst auf dem Grat sinkt man stark ein und nördlich hat es unbefestigter Bruchharsch. Ich darf deswegen nicht in die steile Nordflanke ausweichen. Auch wenn es nur noch 20 Meter zum Gipfel sind, zwingen mich die Verhältnisse hier Bergschuhe anzuziehen. Direkt auf dem Grat spure ich knietief einsinkend hinüber auf die andere Seite. Auch der letzte Aufschwung kann man hier ohne Schnee leicht nördlich umgehen, heute aber nicht. Somit klettere ich diesen Aufschwung genau auf dem Grat hoch (T5-, II) zum Piz Bever mit Steinmann und Gipfelbuch.
Heute ist es oben etwas windig, demzufolge fühlt sich die Temperatur frischer an als in den letzten paar Tage. Trotzdem bleibe ich eine halbe Stunde oben und geniesse mein Mittagessen bei bester Fernsicht.
Schon vorher auf dem SW-Grat, wie auch auf dem Piz Bever sehe ich, dass die NW-Flanke des Piz Suvretta stark eingeschneit ist. Meine Überlegung den Piz Suvretta noch anzuschliessen verfliegt deswegen schnell wie im Flug. Hinab westlich unterhalb der Giaviöl da Suvretta (P2974) käme man problemlos, doch danach wäre das eine grosse Plackerei, v.a. ohne Gamaschen…
So belasse ich es heute beim Piz Bever und empfinde es als einen wohlverdienten Erholungstag. Die Mehrzeit, die ich durch das bekomme, kann ich gut gebrauchen, um all die Blindgänger, die ich in den letzten Tagen gefunden habe, endlich mal definitiv zu melden. Ja, es gibt dafür extra eine App «Blindgänger-App», doch was bringt mir die, wenn die nur mit Netz funktioniert und ich bei den Funden keinen habe?
Für den Abstieg folge ich nur kurz den SW-Grat weiter, steige 10 Meter einfach hinab und rutsche auf sandigem Kies genussvoll bis zu den Zwischenfelsen hinab, traversiere kurz nach Osten und rutsche über Kies und Schutt weiter hinab bis das festere Geröll dies nicht mehr zulässt. Nach der Schuhentladung laufe ich über festem Geröll und zuletzt über Wiese hinab zum Ausgangspunkt.
Mit dem E-Bike fahre ich auf dem Wanderweg durch das Suvretta da Samedan zur Alp Suvretta und auf einem Forstweg via Spinas weiter bis Bever, wo mich die RhB und das Postauto wieder in das Val Müstair zurückbringt.
1.30 Std. Piz Bever
3 Std Pass Suvretta inkl. Pause
Tolle kleine Erholungstour!
Routeninformationen
Piz Bever (3230m)
Vom Pass Suvretta zum Piz Bever Vom Pass Suvretta in NE-Richtung zur Ebene bei ca. P2900Hm und über Kies, Schutt und Geröll zum Piz Bever.
Letzte Änderung: 15.10.2025, 18:22Aufrufe: 969 mal angezeigt
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Piz Bever (3230m)
Vom Pass Suvretta zum Piz Bever
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