Menu öffnen Profil öffnen
1 Person
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
gut
Oben: Pulver
Unten: zu wenig
Gleich wie Lawinenbulletin wahrgenommen
Da der Skibetrieb in der Region des Piz Nair geschlossen ist und im Engadin wenig Schnee vorhanden ist, kommt diese kleine Piz Grisch Runde ohne Skibetrieb mit der sicheren Pistenabfahrt wie gerufen.

Ab Champfèr Guardalej auf dem Wanderweg, zuerst auf knapp- und kurz danach schon auf sehr wenig Schnee mit ein paar aperen Stellen, dennoch alles mit angeschnallten Ski, hoch zu P2013, wo der Alpenweg mit einer guten Unterlage von P1994 herkommt. Eine Abfahrt von P2013 nach Champfèr ist aktuell nicht möglich, hoch jedoch auch nur, wenn man als ÖV-Tourist nicht die langgezogene geteerte Strasse von St. Moritz Somplaz hochlaufen möchte. Der Alpenweg im Val Suvretta da San Murezzan ist durchgängig, hat aber nicht überall wirklich viel Schnee. Hier sind viele kurze, aber tückische Eispassagen zu durchlaufen (siehe Bild). Der Bach war jedoch gut eingeschneit und lässt sich nirgends Wasser entnehmen.

Zuerst spiele ich mit dem Gedanken von P2422 direkt durch die La Foppa zum Piz Nair hochzusteigen, doch der Schnee war hier nicht gut gesetzt und bis zum Untergrund einsinkend, so wählte ich doch den kurzen Umweg via Lej da Suvretta, wo lustigerweise noch immer die Barriere für den gesperrten Wanderweg (siehe mein Eintrag zum Piz Bever vom 15.10.25) steht.

Ab Lej da la Pêsch (P2744), wo die Talstation des Sessellifts liegt, hat es eine grobe Piste hoch zum Piz Nair.
Alle Pisten in der Piz Nair Region sind aktuell noch geschlossen, doch die Gondelbahn zum Piz Nair ist dennoch für Aussichtstouristen in Betrieb.

Oben, deswegen wie erwartet, viel Betrieb im Restaurant. Ich werde sogar fotografiert! Ich fülle auf dem WC meine Wasservorräte auf und steige mit Ski schnell zum eigentlichen Piz Nair hoch, wo ich zum Glück alleine mein Mittagsessen geniessen kann.

Nach einer kurzen Abfahrt und einen kleinen Fussaufstieg stehe ich schon 10 Minuten nach meinem Aufbruch vom Piz Nair auf dem Term da la Pêsch. Ich laufe ein paar Meter auf dem W-Grat hinab, nehme meine Felle ab und fahre die Traverse hinüber zur Fuorcla Schlattain (P2872) und klebe meine Felle nach nur 3 Minuten wieder an. Aufgrund der vielen herausragenden Steine würde hier eine Fellabfahrt die Felle zerschneiden. Dann doch lieber einen Kratzer mehr im Ski… Ich laufe die raue Piste hoch zur geschlossenen Bergstation des Sessellifts kurz vor der Fuorcla Grischa. Ich steige mit den Ski leicht absteigend den E-Grat des Piz Schlattain und mache Skidepot. Ich stampfe Knie- und Hüfttief, immer scharf unter den Felsen, wo ich mich bei einem Schneerutsch halten könnte, auf einen schrägen Felsband hoch und zuletzt über Kies und Schnee unschwierig via Vor- zum Hauptgipfel des Piz Schlattain mit Steinmann (I). Eine Abfahrt direkt vom Gipfel erschien mir heute nicht als vertretbar.

Oben eine zweite Pause gegönnt. Zu Fuss vorsichtig hinab zum Skidepot und zu Fuss mit Ski in der Hand hinüber zum Sessellift Bergstation. Mit Ski zuerst leicht absteigend zur Fuorcla Grischa (P2952) und steil die schon aufgeweichte, aber mit wenig Schnee bestückte S-Flanke auf einer, völlig unerwartete bereits vorhandenen Spur, so hoch wie möglich, um dann Skidepot zu machen. Zu Fuss hoch bis zum E-Grat (bis 40°). Nun in leichter Kletterei zum Piz Grisch mit Stock (I+).

Oben meine dritte Pause gemacht. Wieder zurück zum Skidepot und mit Ski in der Hand kurz hinab zur Fuorcla Grischa und wieder hoch zur Sesselbahn Bergstation gelaufen. Die vorhandene Abfahrtsspur ab Skidepot hatte zu viele Steine drinnen und die wollte ich meinen Ski nicht antun.

Die schwarze Piste direkt von der Fuorcla Grischa nach E bei "Coppa" war auch nicht grob gemacht.

Somit packe ich für heute das letzte Mal die Felle im Rucksack und fahre von der Bergstation Fuorcla Grischa die stark ruppige, aber dennoch geschlossenen Piste durch die Valletta Schlattain hinab und komme bei Glüna (P2456), wo der Pimmes Frittes Duft in der Luft lag, doch noch in den Genuss einer präparierten Piste, die mich direkt nach Celerina führte.

Das "Gut" bei den Verhältnissen bezieht sich auf das gelungene Gesamtpaket, das bei den geringen Schneemengen doch noch gut gemacht werden kann.

3 Std. Piz Nair
4.30 Std. Piz Schlattain
5.15 Std. Piz Grisch
6.30 Std. Celereina
Nach einer schwierigen Zeit wieder in den Bergen unterwegs. Nun weiss ich wieder, was mir gefehlt hat!
Hoffen wir, dass das kommende Tiefdruck auch im Engadin endlich mal eine angemessene Schneemenge bringt!
Verhältnis Bilder
Persönliche Bilder
Letzte Änderung: 21.01.2026, 21:42Aufrufe: 628 mal angezeigt

Piz Grisch (3098m)

Von Champfèr zum Piz Nair - Term da la Pêsch - Piz Schlattain - Piz Grisch und hinab auf der Piste nach Celerina

Karte