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Verhältnisse vom 20.07.2005

Ruchen (Wgrat), Vreneli, Bächistock (2919m)

Hochtour
2 Personen
Hauptziel erreicht
Beste Verhältnisse. Der Ruchen Westgrat ist eine wahnsinnig schöne Klettertour in alpiner Umgebung. Die Felsqualität liegt je nachdem zwischen gut und "made in Glarnerland"... Bereits der Zustieg ist landschaftlich sehr schön. Die Absicherung ist für eine alpine Route (zu)gut, die Schwierigkeiten sind eher niedriger als angegeben und die Zeitangaben sind für alpin gewohnte Bergsteiger völlig unrealistisch. Trotzdem, für alle Ostschweizer, welche noch nie hier waren ist diese Tour unbedingt empfehlenswert!
Der Übergang aufs Vreneli weist beste Verhältnisse auf. Die Überschreitung zum Bächistock: Das erste Gratstück umgingen wir rechts auf dem Gletscher und gelangten so direkt zur Lücke 2755, ab hier überschritten wir alles auf dem Grat (Achtung, die ersten 100m sind wirklich brüchig und nicht absicherbar, heikel, nur für Glarner-Bruch Liebhaber zu empfehlen! Der Rest der Überschreitung ist sehr schön und recht problemlos. Der Abstieg durchs schmalere Couloir bei P. 2627 ist gut möglich, weist aber im Mittelteil ca. 70m Fels auf, der Jahrhundertsommer hat das durchgehende Firn- und Eisfeld in beiden Couloirs zerstört. Blank sind insgesamt nur die ersten paar Meter auf dem Glärnischfirn, diese können aber links umgangen werden. Geübte Bergsteiger können somit Pickel oder Steigeisen momentan zuhause lassen, etwas von beidem leistet aber auf jeden Fall gute Dienste und macht alles sicherer und schneller.
Bleibt natürlich gut, Westgrat nach Regen rasch trocken. Die Blankpassagen auf dem Glärnischfirn und Bächistockfirn werden täglich grösser und machen die Eisausrüstung zwingend.

Routeninformationen

Ruchen (Wgrat), Vreneli, Bächistock (2919m)

Ab Glärnischhütte über den Ruchen Westgrat auf den Ruchen, weiter zum Vrenelisgärtli, Überschreitung zum Bächistock, Normalabstieg zur Glärnischhütte.
Letzte Änderung: 20.07.2005, 19:14Aufrufe: 378 mal angezeigt

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