Poncione Val Piana (2659m)05.03.2026
Verhältnisse vom 05.03.2026
Piz Ravetsch (3007m): Piz Ravetsch - Piz Borel - Piz Alv
Tschamut - Piz Ravetsch:
Ich starte um 09:10 bei Tschamut-Selva. Die Oberalppassstrasse ist schneebedekt und so komme ich ziemlich flach bis Surpalits. Da merke ich erst, dass eine Abfahrt von der Passhöhe diesen kurzen Aufstieg hätte ersparen können. Weiter etwas ausholend auf einen pistenähnlichen Alp Weg geht es einfach zur Camona da Maighels. Heute weht ein bissiger Wind und ein paar Wolken fangen bereits an den Piz Alv einzudecken. Das Militär ist beim Plaun da Vadials mit Schnee- und Skitouren präsent. Sie absolvieren hier heute verschiedene Übungen. Geschossen wurde jedoch nicht. Mit dem Wind sicher nicht so toll.
Die Ebene vom Lai Urlaun und Lai Carin ist nicht nur flach, sondern zieht sich in die Länge. Auf unzähligen Spuren geht's auch noch hinab in einem Kessel, wo dann endlich der Aufstieg zum Glatscher da Maighels beginnt. Der Gletscher ist top eingeschneit und weist keine Spalten auf. Kurz vor dem Sattel bei P2927 muss kurz die letzten paar Höhenmeter zu Fuss gemacht werden. Erst zuletzt ragt das Hanfseil aus dem Schnee. Pünktlich am Sattel angekommen macht kommen plötzlich, neben dem Sahara Staub noch Wolken daher. Ich deponiere hier meine Ski und steige zu Fuss auf eine gut gemachten Spur nach NE. Heute sind keine Steigeisen oder Pickel nötig. Insgesamt sind kurz zwei II- Stellen zu meistern. Bei der ersten (I+) hat es einen Sicherungsseil, bei dem die Sicherung im Fels extrem wackelt. Doch wer zwei Hände hat braucht es nicht zu berühren. Kurz vor dem Gipfel kommt die letzte kurze Kletterstelle (II), bei der überall feste Felsen zum Halten vorhanden sind. Auf dem Piz Ravetsch angekommen blässt der Wind so stark, dass die Wolken davon fliegen und ich wieder eine gute Sicht bekomme. Doch lange halte ich es oben doch nicht aus.
Piz Ravetsch - Piz Borel:
Ich steige halb verfroren ohne Schwierigkeiten hinab zum Sattel.
In der Hoffnung vom Piz Borel die die S-Abfahrt zu machen nehme ich meine Ski kurz mit. Ein langer freigeschaufelter Hanfseil sichert die erste Passage. Dann kommt einen Abschwung, der ebenfalls damit gesichert ist. Der enge Grat zum Gipfel weist ebenfalls gute Spuren auf und ist unproblematisch zu meistern. Auf dem Piz Borel wurde die S-Abfahrt nicht gemacht. Die riesigen Wechten und das sehr tiefe Schnee auf dem SW-Grat hindern mir für einen Versuch.
Piz Borel - Piz Alv:
Ich steige somit mit Ski in der Hand wieder zurück zum Sattel und laufe die oberste Steile kurz hinab. Ich entscheide mich noch den Piz Alv mitzunehmen um allenfalls via Passo Bornengo nach S hinabfahren zu können. Ich lasse die Felle dran und dahre in Hart- und Pulverschnee hinab bis ich nach W aus der Mulde rauskommen kann. Nach einer etwas steilen Abfahrt nach W traversiere ich leicht steigend die Ebene. Kurz vor dem Passo Bornengo wird mir das Gelände im lockerem Schnee zu riskant. Ich steige kurz steil hinauf zum Grat und laufe nördlich der Wechten kurz hinab zum Pass. Hier schnalle ich die Ski nochmals an und laufe noch kurz hoch zum Piz Alv. Kurz vor dem Gipfel wird es nördlich sehr steil, so, dass ich doch noch die Ski ausziehen muss. Wieder mit Ski in der Hand kann ich im mässig harten Schnee gute Tritte stampfen und komme so gut zum Piz Alv hoch.
Piz Alv - Passo Bornengo:
Ich entscheide mich gegen eine direkte Skiabfahrt. Die N-Seite weist aus meiner Sicht zu lockeren Schnee unter der oberen Schicht. Zu Fuss hinab träume ich von einem Pickel statt Ski und Stöcke in der Hand. Nichts desto trotz komme ich langsam aber stetig voran. Beim ersten Grateinschnitt schnalle ich die Ski an und fahre endlich mal ohne Felle hinab. Die Abfahrt zum Passo Bornengo weist viele versteckte Steine auf.
Passo Bornengo - Airolo:
Hier entscheide ich mich fürs bello Ticino! Steil, aber auf feinstem Sulz folge ich zwei leicht sichtbaren Abfahrtsspuren nach S mit einigen Stein- und Grasüberquerungen den Sommerwanderweg hinab. Der Sulz ist bereits viel zu nass, so spitze ich meine Ohren und schaue stets nach hinten. Bis zum Pian Bornengo hatte es Sulz vom feinsten, so, dass der Flug schnell vorbei war. Bei P2286 in das Quartina liegt eine grosse Lawine vor. Ich finde keine Spuren mehr vor und folge die Skitourenroute. Mühsam ist diese Passage, auch aufgrund von Schneemangel nebenan, mit Ski zu meistern. Bei Stabbio delle Pecore muss ich aufpassen und auf dem Sommerwanderweg bleiben. Es hat hier nur noch sehr knapp Schnee, um die steile ausgesetzte Passage nach W zu meistern. Bei einem weiteren grossen Lawinenrest wechsle ich die Talseite, wo ich die Spuren wieder sichte, und folge in gutem Sulz das Weglein hinab zu den paar Bruchbuden bei P1688 vorbei zu mehr Häusern bei Pautàr. Ab hier beginnt aufgrund von Schneeunterbrüchen das ab- und anziehen. Mit Turnübungen (springen, auf einem Bein fahren) mogle ich weiter bis Sotto Corte, doch dann ist definitiv Schluss.
Ab hier laufe ich zu Fuss bis Airolo Bahnhof.
2 Std. Camona da Maighels
4.30 Std. Piz Ravetsch
5.20 Std. Piz Borel
6.30 Std. Piz Alv
6.50 Std Abfahrt Piz Alv
8.30 Std. Airolo
Ich starte um 09:10 bei Tschamut-Selva. Die Oberalppassstrasse ist schneebedekt und so komme ich ziemlich flach bis Surpalits. Da merke ich erst, dass eine Abfahrt von der Passhöhe diesen kurzen Aufstieg hätte ersparen können. Weiter etwas ausholend auf einen pistenähnlichen Alp Weg geht es einfach zur Camona da Maighels. Heute weht ein bissiger Wind und ein paar Wolken fangen bereits an den Piz Alv einzudecken. Das Militär ist beim Plaun da Vadials mit Schnee- und Skitouren präsent. Sie absolvieren hier heute verschiedene Übungen. Geschossen wurde jedoch nicht. Mit dem Wind sicher nicht so toll.
Die Ebene vom Lai Urlaun und Lai Carin ist nicht nur flach, sondern zieht sich in die Länge. Auf unzähligen Spuren geht's auch noch hinab in einem Kessel, wo dann endlich der Aufstieg zum Glatscher da Maighels beginnt. Der Gletscher ist top eingeschneit und weist keine Spalten auf. Kurz vor dem Sattel bei P2927 muss kurz die letzten paar Höhenmeter zu Fuss gemacht werden. Erst zuletzt ragt das Hanfseil aus dem Schnee. Pünktlich am Sattel angekommen macht kommen plötzlich, neben dem Sahara Staub noch Wolken daher. Ich deponiere hier meine Ski und steige zu Fuss auf eine gut gemachten Spur nach NE. Heute sind keine Steigeisen oder Pickel nötig. Insgesamt sind kurz zwei II- Stellen zu meistern. Bei der ersten (I+) hat es einen Sicherungsseil, bei dem die Sicherung im Fels extrem wackelt. Doch wer zwei Hände hat braucht es nicht zu berühren. Kurz vor dem Gipfel kommt die letzte kurze Kletterstelle (II), bei der überall feste Felsen zum Halten vorhanden sind. Auf dem Piz Ravetsch angekommen blässt der Wind so stark, dass die Wolken davon fliegen und ich wieder eine gute Sicht bekomme. Doch lange halte ich es oben doch nicht aus.
Piz Ravetsch - Piz Borel:
Ich steige halb verfroren ohne Schwierigkeiten hinab zum Sattel.
In der Hoffnung vom Piz Borel die die S-Abfahrt zu machen nehme ich meine Ski kurz mit. Ein langer freigeschaufelter Hanfseil sichert die erste Passage. Dann kommt einen Abschwung, der ebenfalls damit gesichert ist. Der enge Grat zum Gipfel weist ebenfalls gute Spuren auf und ist unproblematisch zu meistern. Auf dem Piz Borel wurde die S-Abfahrt nicht gemacht. Die riesigen Wechten und das sehr tiefe Schnee auf dem SW-Grat hindern mir für einen Versuch.
Piz Borel - Piz Alv:
Ich steige somit mit Ski in der Hand wieder zurück zum Sattel und laufe die oberste Steile kurz hinab. Ich entscheide mich noch den Piz Alv mitzunehmen um allenfalls via Passo Bornengo nach S hinabfahren zu können. Ich lasse die Felle dran und dahre in Hart- und Pulverschnee hinab bis ich nach W aus der Mulde rauskommen kann. Nach einer etwas steilen Abfahrt nach W traversiere ich leicht steigend die Ebene. Kurz vor dem Passo Bornengo wird mir das Gelände im lockerem Schnee zu riskant. Ich steige kurz steil hinauf zum Grat und laufe nördlich der Wechten kurz hinab zum Pass. Hier schnalle ich die Ski nochmals an und laufe noch kurz hoch zum Piz Alv. Kurz vor dem Gipfel wird es nördlich sehr steil, so, dass ich doch noch die Ski ausziehen muss. Wieder mit Ski in der Hand kann ich im mässig harten Schnee gute Tritte stampfen und komme so gut zum Piz Alv hoch.
Piz Alv - Passo Bornengo:
Ich entscheide mich gegen eine direkte Skiabfahrt. Die N-Seite weist aus meiner Sicht zu lockeren Schnee unter der oberen Schicht. Zu Fuss hinab träume ich von einem Pickel statt Ski und Stöcke in der Hand. Nichts desto trotz komme ich langsam aber stetig voran. Beim ersten Grateinschnitt schnalle ich die Ski an und fahre endlich mal ohne Felle hinab. Die Abfahrt zum Passo Bornengo weist viele versteckte Steine auf.
Passo Bornengo - Airolo:
Hier entscheide ich mich fürs bello Ticino! Steil, aber auf feinstem Sulz folge ich zwei leicht sichtbaren Abfahrtsspuren nach S mit einigen Stein- und Grasüberquerungen den Sommerwanderweg hinab. Der Sulz ist bereits viel zu nass, so spitze ich meine Ohren und schaue stets nach hinten. Bis zum Pian Bornengo hatte es Sulz vom feinsten, so, dass der Flug schnell vorbei war. Bei P2286 in das Quartina liegt eine grosse Lawine vor. Ich finde keine Spuren mehr vor und folge die Skitourenroute. Mühsam ist diese Passage, auch aufgrund von Schneemangel nebenan, mit Ski zu meistern. Bei Stabbio delle Pecore muss ich aufpassen und auf dem Sommerwanderweg bleiben. Es hat hier nur noch sehr knapp Schnee, um die steile ausgesetzte Passage nach W zu meistern. Bei einem weiteren grossen Lawinenrest wechsle ich die Talseite, wo ich die Spuren wieder sichte, und folge in gutem Sulz das Weglein hinab zu den paar Bruchbuden bei P1688 vorbei zu mehr Häusern bei Pautàr. Ab hier beginnt aufgrund von Schneeunterbrüchen das ab- und anziehen. Mit Turnübungen (springen, auf einem Bein fahren) mogle ich weiter bis Sotto Corte, doch dann ist definitiv Schluss.
Ab hier laufe ich zu Fuss bis Airolo Bahnhof.
2 Std. Camona da Maighels
4.30 Std. Piz Ravetsch
5.20 Std. Piz Borel
6.30 Std. Piz Alv
6.50 Std Abfahrt Piz Alv
8.30 Std. Airolo
Der Piz Ravetsch braucht einen neuen Kugelschreiber!
Letzte Änderung: 05.03.2026, 22:38Aufrufe: 354 mal angezeigt
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Piz Ravetsch (3007m)
Piz Ravetsch - Piz Borel - Piz Alv
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