Verhältnisse - Detail

Gipfel: Pointe Isabelle, 3761 m.ü.M.

Route: via Glacier des Courtes

Andreas Hille

Verhältnisse

18.04.2019
2 Person(en)
Sehr wenige (max. 5 Personen)
nein, umgekehrt auf 3730m
Machbar
Start ab Couvercle um 6:30. Gefrorene, tragende Schneedecke bei Abfahrt auf Glacier de Talèfre (ca. 2500 m). Problemlos auf tragender, meist griffiger Oberfläche bis gegen 3200 m, dann Übergang zu Pulverschnee in den leicht nordexponierten Hängen. Skidepot auf 3390 m, weiter auf guter Spur in z.T. knietiefen Pulverschnee (siehe Bilder). Dank den beiden Allgäuern für die Spurarbeit! Nach den beiden Aufschwüngen (ca. 40 Grad) auf Glacier des Courtes angeseilt, Spalten! Übergang Schnee zu (plattigen) Gipfelfelsen der Pointe Isabelle mit Wassereis unter der Schneedecke. Fels of plattig, wir versuchten uns sowohl in der Flanke als auch über den Gratverlauf vom Col de Triolet. Ohne Sicherungsmaterial für Fels überstiegen die Verhältnisse unser Sicherheitsbedürfnis, daher Abbruch. Zu Fuss Querung noch zum Höcker nördlich von P3806 in tiefen Pulverschnee, dort auf Skispur retour zur Aufstiegsspur.
Abfahrt (11:45) zuoberst Bruchharst, unterhalb 3200 m tragend fest, unterhalb 3000 m perfekter Sulz. Durch das mittlere Couloir (wie auch beim Hüttenaufstieg, das im Aufstieg ganz linke Couloir ist mittlerweile ein Wasserfall) bei sehr guten Verhältnissen auf den Glacier des Leschaux. Bei gerade noch sehr guter Sulzauflage auf dem Mer de Glace bis zur Seilbahnstation abgefahren.
Obere Hälfte
Bruchharsch
Untere Hälfte
Sulzschnee
Oben weiter gut, Felsaufbau Isabelle wird mit Ausaperung einfacher. Abfahrt Mer de Glace wohl bald mit längeren Tragestrecken.
Wir hatten aufgrund der PD+ Bewertung der Pointe Isabelle mit leichten Felsen gerechnet. Die Vorgabe in diversen franz. Führern (crampons, piolet, corde 30 m) passt wohl nur bei aperen Verhältnissen. Hier sind kurzfristig verfügbare Informationen (Gipfelbuch, etc,) sicher hilfreich. Mit 2 - 3 friends 0.5 - 1 und Klemmkeilen mittlerer Grösse wären die verschneiten Felsen des Gipfelaufbaus problemlos zu entschärfen.
Ref. de Couvercle - anfangs gewöhnungsbedürftig (in der Hütte zwei Tage nur in Daunenjacke, a-kalt..., Abweichen von den Regeln wird sofort beanstandet) dann aber super. Richtige Bergsteigerhütte in absolut genialer Umgebung. Super relaxte Bergsteigeratmosphäre auf der Hütte. Aufwendiges Essen, sehr gut, reichhaltiges Frühstück!!! Am Ende spendierte uns der Hüttenwart sogar noch den Wein, das passierte mir bisher noch auf keiner Hütte. Merci beaucoup!
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19.04.2019 um 15:33
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