Rotbrättgrat08.08.2026
Routenbeschreibung
Jungfrau (4158m)
Rotbrättgrat
Von der Silberhornhütte SAC nördlich des Eckpfeilers des Rotbrätt über dachziegelartig geschichtete Felsen gegen das Firn- oder Schuttfeld unterhalb des Silberhorngletschers aufsteigen (Steinmännchen). Während der Saison verändert sich der Teil vom ersten Firn- resp. Schuttfeld bis zur Kette jeweils markant und die Routenfindung ist hier recht anspruchsvoll, da die Steinnmännchen nicht lange stehen bleiben. Je nach Verhältnissen ist die entsprechende Variante zu wählen.
Frühsommervariante: Direkt über das Firnfeld hinauf und über eine Rampe rechtshaltend weiter zum Fuss des zweiten Firnfelds. Dieses muss man nicht betreten, man kann in den Felsen rechts davon eine Steilstufe erklettern (Haken?) und dann linkshaltend durch steiles Geröll zur Kette aufsteigen.
Spätsommervariante: über die Randfelsen rechts (Südwesten) des Schuttfelds empor zur Kette.
Ein Reflektor weist seit Sommer 2025 die Richtung zur Kette, welche rechts unterhalb des Reflektors beginnt (ca. 2h). Mithilfe der Kette über den Steilaufschwung hinauf zum «Loch», dann rechtshaltend einige Meter hoch auf ein markantes Geröllband. Diesem leicht absteigenden Band ca. 50m folgen bis zu einem Riss vor einer schwach ausgeprägten Felsnase (Steinmännchen). Achtung: Man sieht auch Spuren, die weiter führen, welchen man aber nicht folgen sollte. Vom Band durch den erwähnten gut gestuften und recht kompakten Riss ca. 50 m hinauf klettern bis auf den Grat (2.5h).
Auf dem Grat befinden sich zuerst drei Sicherungsstangen. Weiter über den verwitterten und brüchigen Grat bis P. 3385 aufsteigen. Hier stossen die beiden Grate zusammen, welche die senkrechte, auffallend rot-gelb gefärbte Fluh des Rotbrätt östlich und südlich begrenzen. Der Grat führt nun leicht abwärts an den Fuss einer ca. 6 m hohen, überhängenden Stufe (Fellenbergflieli, benannt nach Edmund von Fellenberg, der 1863 direkt zum Rotbrättgrat aufstieg, aber bei dieser Stufe nicht weiter kam). Mithilfe des fixen Seils über das Fellenbergflieli (4h). Weiter dem Grat entlang (drei weitere Sicherungsstangen) oder bei genügend Schnee links davon zum Goldenhorn (4.5h). Nach kurzem Abstieg erreicht man über eine breite, mässig steile Firnflanke den Verbindungsgrat zwischen dem Silberhorn und Pt. 3704 (Abstecher zum Silberhorn möglich). Hier verlässt man den schuttigen Kalk und erreicht den festeren Gneis. Weiter über den Grat in die Silberlicka absteigen. Von hier über den Felsgrat weiter nach Osten. Die Grattürme sind ausgesetzt, der Fels aber fest und einfacher als es auf den ersten Blick aussieht. Auf ca. 3800m verlässt man den Grat auf den Hochfirn (6.5h). Über diesen an den Fuss der Gipfelfelsen, die fast überall leicht erstiegen werden können. Am besten quert man nach Süden zu einem kleinen Firnplateau und von hier über einen steilen Firnhang zu einer Stange und leichte Felsen zum Gipfel (8h).
Frühsommervariante: Direkt über das Firnfeld hinauf und über eine Rampe rechtshaltend weiter zum Fuss des zweiten Firnfelds. Dieses muss man nicht betreten, man kann in den Felsen rechts davon eine Steilstufe erklettern (Haken?) und dann linkshaltend durch steiles Geröll zur Kette aufsteigen.
Spätsommervariante: über die Randfelsen rechts (Südwesten) des Schuttfelds empor zur Kette.
Ein Reflektor weist seit Sommer 2025 die Richtung zur Kette, welche rechts unterhalb des Reflektors beginnt (ca. 2h). Mithilfe der Kette über den Steilaufschwung hinauf zum «Loch», dann rechtshaltend einige Meter hoch auf ein markantes Geröllband. Diesem leicht absteigenden Band ca. 50m folgen bis zu einem Riss vor einer schwach ausgeprägten Felsnase (Steinmännchen). Achtung: Man sieht auch Spuren, die weiter führen, welchen man aber nicht folgen sollte. Vom Band durch den erwähnten gut gestuften und recht kompakten Riss ca. 50 m hinauf klettern bis auf den Grat (2.5h).
Auf dem Grat befinden sich zuerst drei Sicherungsstangen. Weiter über den verwitterten und brüchigen Grat bis P. 3385 aufsteigen. Hier stossen die beiden Grate zusammen, welche die senkrechte, auffallend rot-gelb gefärbte Fluh des Rotbrätt östlich und südlich begrenzen. Der Grat führt nun leicht abwärts an den Fuss einer ca. 6 m hohen, überhängenden Stufe (Fellenbergflieli, benannt nach Edmund von Fellenberg, der 1863 direkt zum Rotbrättgrat aufstieg, aber bei dieser Stufe nicht weiter kam). Mithilfe des fixen Seils über das Fellenbergflieli (4h). Weiter dem Grat entlang (drei weitere Sicherungsstangen) oder bei genügend Schnee links davon zum Goldenhorn (4.5h). Nach kurzem Abstieg erreicht man über eine breite, mässig steile Firnflanke den Verbindungsgrat zwischen dem Silberhorn und Pt. 3704 (Abstecher zum Silberhorn möglich). Hier verlässt man den schuttigen Kalk und erreicht den festeren Gneis. Weiter über den Grat in die Silberlicka absteigen. Von hier über den Felsgrat weiter nach Osten. Die Grattürme sind ausgesetzt, der Fels aber fest und einfacher als es auf den ersten Blick aussieht. Auf ca. 3800m verlässt man den Grat auf den Hochfirn (6.5h). Über diesen an den Fuss der Gipfelfelsen, die fast überall leicht erstiegen werden können. Am besten quert man nach Süden zu einem kleinen Firnplateau und von hier über einen steilen Firnhang zu einer Stange und leichte Felsen zum Gipfel (8h).
3 lange Express, 2 Schlingen, 2 Eisschrauben, ev. 2 Friends 2-3.5
Verhältnisse zu dieser Route
Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung
Hülsenhorn (3178m)19.08.2026
Finsteraarhorn (4273m)16.08.2026
Eiger (3967m)15.08.2026
Gspaltenhorn (3436m)13.08.2026
Mönch (4110m)12.08.2026
Verhältnismeldungen auf Partner-Portalen
Tourenberichte von Camptocamp.org
Andere Routen in der Umgebung
Jungfrau (4158m)
Rotbrättgrat
Karte

