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Verhältnisse vom 16.08.2018

Jungfrau (4158m): Rotbrättgrat

HochtourAusgezeichneter Eintrag
2 Personen
Hauptziel erreicht
gut
Hart
das hauptproblem am rotbrättgrat sind die verhältnisse auf den abwärtsgeschichteten kalkplatten, die zu beginn auf der nordseite zum grat hochführen. diese sind vermutlich selten trocken und weisen daher frühmorgens eine unangenehme wassereisglasur auf. nur schon bei nässe sind die platten sehr heimtückisch, mit wassereis aber kaum begehbar. wir hatten das glück, dass nach der langen trockenperiode dieses jahr einigermassen wenig wasser über die platten lief und daher beinahe durchgehend trockene flecken zu finden waren. ein paar wenige wassereisstellen konnten wir dank akzeptablen griffen überqueren. die gschüdrigen stellen oberhalb des ersten firnfeldes weisen immer wieder gehpassagen in steilem, feinen kies auf, das infolge des darin eingepackten gefrorenen wassers sehr unangenehm zu begehen waren. hie und da mussten wir mit dem pickel tritte hacken. ab der rampe aber herrschten perfekte, mehrheitlich trockene bedingungen. so konnten wir die ganze tour bis auf den hochfirn seilfrei begehen (der zustieg zum grat kann so oder so kaum abgesichert werden - die einzige option wäre das gehen am kurzen seil). auch mussten wir die steigeisen erst vor dem goldenhorn montieren. diese vermutlich äusserst otimalen verhältnisse liessen uns die tour in relativ kuzrer zeit begehen 5½h), bei anspruchsvolleren bedingungen kann die ganze sache gut und gern zwei bis drei stunden mehr in anspruch nehmen.
das NW-couloir der jungfrau weist guten trittfirn auf und ist nun gespurt.
der abstieg von der jungfrau weist schon einige blankeisstellen auf, nur ungenügend mit neuschnee bedeckt. hier ist also vor allem im bereich des rottalsattel vorsicht geboten. hingegen ist der direktabstieg zum jungfraufirn in hervorragendem zustand, allerdings muss einmal eine ungfähr 1m-breite spalte übersprungen werden.

der zustieg zur silberhornhütte über das chatzewägli ist selbstverständlich dank der langen trockenheit auch in einem hervorragenden zustand. auch ist er bei weitem nicht so anspruchsvoll wie hie und da gemunkelt wird. vielleicht 100 bis 150m sind im T6-bereich, der rest ist T3 bis T4-gelände. auch ist der weg bis zum biwakplatz "bergbalm" sehr einfach zu finden,nachher verlieren sich die wegspuren teilweise. aber mit einem guten vorstellungsvermögen ist der weiterweg eigentlich immer klar.
solange es einigermassen trocken bleibt, sollte die route begehbar bleiben
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Letzte Änderung: 17.08.2018, 11:46Aufrufe: 3178 mal angezeigt

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