Menu öffnen Profil öffnen

Routenbeschreibung
Fusshorn XI (3155m)

Westgrat

Der Routenverlauf ist logisch und folgt weitestgehend dem Westgrat. Der im Keep-Wild-Führer angegebene 1. Abschnitt ist zwei Seillängen lang, die dann erwähnten Platten haben wir nicht realisiert. Der Überhang aus hellem, körnigem Granit (4.SL) ist deutlich sichtbar und kann direkt überklettert werden (5a). In der fünften Seillänge ist eine weitere Steilstufe (5a) zu überwinden. Danach legte sich der Grat zurück und wir konnten gemeinsam am Seil klettern, bis sich der Grat kurz unter einem Gendarmen aufsteilt. Auf dem Gendarmen seilt man (Schlingen) 15m weit ab. Nun sind wir seilfrei auf dem leichten und flachen Grat weiter. Dabei haben wir das einzige Mal den Grat verlassen (nordseitig) und sind in Schutt zum Fuß des Gipfelaufbaus gelangt (graue, Felsen). In einer Seillänge stiegen wir über eine fünf Meter hohe steile Platte in eine kaminartige Verschneidung, die einen linkshaltend zurück auf den Grat an den Fuß des Gipfelturms führt. Nun geht es in einer sehr schönen Seillänge, in der wir den einzigen Haken (BH) in der gesamten Route fanden, auf den Gipfel (Kletterzeit 5,5h).
Alle Seillängen weisen einen stabilen Fels auf, es gibt viele Möglichkeiten, Sicherungen zu legen.
Abstieg: Auf der Ostseite des Gipfels beginnt eine anfangs solide eingerichtete Abseilpiste, die im Auswahlführer „Vom Sanetsch zur Grimsel“ auch mit Bild beschrieben wird. Wir kamen mit fünf Mal Abseilen (2x50m-Seil) runter. Die ersten fünf Stände sind Bohrhaken, danach haben wir nur noch Schlingen vorgefunden. Der fünfte Stand (inklusive Stand am Gipfel) sollte auch mit einem 50m-Seil nicht übersprungen werden, der Schlingenstand darunter befindet sich ca. 60m unter Stand vier. Am Fuß der Wand befindet sich ein weiterer Schlingenstand südlich zwischen Fels und Eis, von hier kann man noch über den Bergschrund abseilen. Das Firnfeld ist früh im Schatten und war unangenehm hart. Vom Ende des Firnfeldes sind es noch 10 Minuten zum Biwak. Auf jeden Fall sollte man der Rinne zwischen den Fusshörnern XIII und XII ausweichen, hier kommt jede Menge Steinschlag runter!
Wir hatten ein komplettes Set Keile und vier Friends dabei und waren froh darüber, da wir auch Sicherungsgeräte an den Standplätzen verbauten.
Vom Fußhornbiwak den Weg zurück nach Westen, durch das Felsentor auf die Südwestseite der Fusshörner und weiter bis zu der Weggabelung, an der der Weg nach Driest abgeht. Man kann dem Weg nach Blatten noch etwas weiter folgen, bis dieser deutlich an Höhe verliert. Nun quert man auf breiten Bändern die Höhe haltend und die breite Rinne zwischen den Fußhörnern XIII und XII querend, bis man die sehr große Rinne zwischen den Fußhörner XII und XI erreicht. Man quert durch diese zum unteren Ende des Grats rüber, der nördlich der Rinne beginnt (kleiner Steinmann, 1h).
Routen-Bilder
Letzte Änderung: 29.09.2020, 21:55Alle Versionen vergleichenAufrufe: 2300 mal angezeigt

Andere Routen in der Umgebung

Metadaten

Kartenmaterial

Lawinenrisiko-Indikator (Prognose)

Neuschneemenge (PowderGuide)

Lawinenprognose

Webcams

Fusshorn XI (3155m)

Westgrat


Klettertour

5a

320 hm

5.0 h

Karte