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Routenbeschreibung
Grüenberghorn (3074m)

Abstieg nach Norden über den Gletscher

Vom Nordgipfel Pt .3016 folgt man dem Grat kurz südwärts, bis ausgeprägte helle Platten den Grat erreichen. (Zugang hierher vom Hauptgipfel Pt. 3074 nicht gemacht.) Auf diesen Platten lässt sich bequem und ohne Schutthalden in nordwestlicher Richtung ein Rücken erreichen, der zu einem Moränenwall leitet. Diesem folgt man gegen Norden, bis er steil abbricht. An dieser Stelle wendet man sich nach links (Westen), um im Schutt und später in plattigem Gelände den Gletscherrand zu erreichen. Sofern der (hier unten ohnehin spaltenarme) Gletscher aper ist, kann er seilfrei begangen werden. An heissen Sommertagen sind nicht einmal Steigeisen erforderlich (sollte man aber im Zweifelsfall dabei haben). Jetzt sind mehrere Varianten möglich:
(1) Man geht auf den linken (nordwestlichen) Gletscherrand zu, ohne allzu viel Höhe zu verlieren. Über zuletzt schuttbedecktes Eis und später im Moränenschutt erreicht man die Kante der Moräne, wo Wegspuren einsetzen, die immer deutlicher werden und am Ende in einem guten Wanderweg via Schwarzbergalp nach Mattmark führen. (T4)
(1a) Will man ohne abenteuerliche Bachquerung bei der schönen Schwemmebene auf ca. 2660 m ü. M. vorbeikommen, vermeidet man das Hochsteigen auf den Moränenkamm und steigt auf der Innenseite der Moräne in überraschend bequem begehbarem Schutt zur Schwemmebene ab. Achtung: Im Bereich des Gletschertors sehr steiles Eis, das in gebührendem Abstand nördlich im Moränenschutt umgangen werden kann. Übersicht vor Ort etwas schwierig, kann aber vom Gipfel eingesehen werden. Von der Schwemmebene erreicht man aufsteigend im Moränenschutt Pt. 2693 (markiert mit einer Stange) auf dem Moränenkamm am in Variante (1) beschriebenen Weg. (T4)
(2) Man steigt auf dem Gletscher ab und verlässt ihn zwischen dem grossen See und dem südlichen Hauptabfluss. (Von hier könnte man die schöne Schwemmebene gegen Norden erreichen.) Man biegt nach rechts in das Tälchen zwischen Pt. 2715 und Pt. 2832. In diesem hält man sich im Moränenschutt nach rechts, ohne viel Höhe zu verlieren, und erreicht aufsteigend den Moränenkamm oberhalb einer felsigen Stelle bei ca. 2680 m ü. M. Man folgt dem Moränenkamm abwärts, bis man auf den blau-weiss markierten Pfad Zen Seewjinen - Mattmark trifft. Er folgt noch kurz der Moräne abwärts und biegt dann auf deren Innenseite scharf nach links. Der Weg steigt dann über einen Rücken nordwärts ab (hierhier könnte man durch das Tälchen auch direkt absteigen) und erreicht über die östlichen Ausläufer des Rückens eine stabile Brücke, die den sehr wasserreichen Schwarzbärgbach überquert. Wenige Minuten später findet man sich auf dem Fahrsträsschen, das von der Schwarzbergalp nach Mattmark führt. Bequemste Variante (T4).
(3) Will man die Gletscherbäche etwas abenteuerlich durchqueren, steigt man auf dem Gletscher ab bis zu dessen Ende, wobei man sich zwischen die beiden Hauptabflüsse hält. Links einer oberen Schwemmebene des südlichen Abflusses erreicht man im Moränenschutt bequem die grosse Schwemmebene. Noch vor der Einmündung des südlichen Hauptabflusses in die Schwemmebene überschreitet man mehrere Arme des nördlichen (und wasserreicheren) Abflusses, um an den nordwestlichen Rand der Schwemmebene zu gelangen (T5 wegen Bachdurchquerung). Hier weiter auf Variante (1a).
Achtung: Der bei Variante (3) zu überquerende Schmelzwasserbach ist im Sommer sehr wasserreich. Man kann in den beiden Hauptarmen ohne Weiteres hüfttief im Wasser einsinken. Auch ist das Bachbett an einzelnen Stellen so beschaffen, dass man im Schlamm rasch einsinkt. Die Strömung ist dank der Auffächerung in mehrere Arme und dem geringen Gefälle nicht extrem stark. Unerfahrenen abzuraten! Warnung: Den Bach auf keinen Fall am Ende der Schwemmebene, wo sich alles Wasser sammelt, überschreiten. Hier ist er extrem reissend. Wer an dieser Stelle hineinfallen sollte, kommt nicht mehr lebendig heraus.
für Bachdurchquerung Wanderstöcke (aus Sicherheitsgründen wegen des Gleichgewichts) und Neopren-Finken unerlässlich, es sei denn, man ist es gewohnt, den eiskalten Gletscherbach barfuss zu durchqueren
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Letzte Änderung: 15.08.2023, 09:05Alle Versionen vergleichenAufrufe: 429 mal angezeigt

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Wanderung

T 5

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3.0 h

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