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Routenbeschreibung
Chlein Seehorn (3032m)

New Strubich

Wir haben uns für den Zustiegsweg, beschrieben wie in der Topo von SAC Prättigau, entschieden, welcher von der österreichischen Seite zwar länger ist, aber dafür keine Gletscherausrüstung benötigt (wenn auf dem Abstiegsweg vom Chlein Seehorn auch keine kritischen Schneefelder mehr sind). Ob die beschriebene Route im Panico Alpinkletterführer Vorarlberg geht, haben wir uns nicht angeschaut. Aufgrund des ständigen Steinschlags am Groß Seehorn würde ich es aber nicht empfehlen.

Erst mal meine Komplimente für die Erschließer. Wir haben es als sehr schöne Kletterei empfunden und im Gegensatz zu seinem großen Bruder, bei dem ständig Steine runter gekommen sind, war es bei uns in der Wand sehr fest und angenehm zum Klettern.

Der Einstieg liegt links am unteren Beginn der Rinne. Der erste Haken ist mit einer roten Reepschnur markiert.

1 SL. Es fängt plattig mit einem sehr großen Abstand bis zum ersten Haken an. Danach ist die Platte mit Rissen durchzogen. Gut schauen und du findest immer den nächsten Haken. Wir empfanden die erste Seillänge eher etwas schwieriger (eher 5+, als wie angegeben 5).

2 SL. Gleich beginnend, mit der Schlüsselstelle der Tour, mit einer 6- Stelle über einen Bauch. Haken sind immer wieder gut zu finden, und in den schwierigen Stellen sind mehr als genug. Der erste Haken (mit schöner leichter Kletterei) ist aber wieder relativ weit. Über den Bauch danach gelangt man sehr leicht, die Haken geben schon viel vor, die guten Griffe nutzen und mit den Füßen und rechts raussteigen. Ein kurzes Stück Platte und dann durch eine Verschneidung nach links bis zum Stand. Zum Schluss noch kurz schwierig. 6- passt hier gut.

3 SL. Eine von den leichteren Längen. Natürliche Schwachstellen der Wand folgen. Haken, obwohl weit auseinander, zeigen ausreichend den Weg.

4 SL. Verbindungsseillänge. Wir sind mit einem Einfachseil geklettert und hatten hier extrem viel Seilreibung. Hauptsächlich Gehgelände mit einer kurzen Kletterstelle. In der Topo sieht es nach Abklettern aus, von der Kante würde ich es aber eher als Reinqueren beschreiben. Der dritte Haken ist bei der Kante eher links oben als unten.

5 SL. Sieht schwerer aus als sie ist. Erster Bauch einmal links hochsteigen und dann ist es schon gelöst. Danach geht es an der Kante weiter nach oben. Komischerweise ist ein Haken erst rechts von der Kante, und danach links von der kante. Mehr links von der Kante hat sich sehr leicht klettern lassen. Danach Quergang nach rechts zum Stand. Für den Vorsteiger leicht unangenehm, die Haken im Quergang sind für den Nachsteiger aber super platziert.

6 SL. Den nächsten Stand sieht man schon am Roten Pfeiler. Erst mal geradeaus bei leichter Kletterei bis die Platten kommen. Dann noch kurz gerade aufsteigen und dann wieder nach rechts zum Stand. Haken waren schwierig zu finden, aber wenn man der logischen Linie in der Wand folgt, tauchen sie schon auf.

7 SL. Vom stand weg nach rechts um die Kante. Haken zeigen wieder den Weg, sind aber wieder weit auseinander. Anfangs ists kurz schwieriger (da ist das + von diesem 4er), bei der Verschneidung danach wirds aber wieder leichter. Nach der Verschneidung leicht nach rechts und dann wieder gerade.

8 SL. Schönste Seillänge der ganzen Tour, ein purer Genuss! Die Haken führen uns relativ gerade durch die Wand. Am leichtesten ist es jedoch die Felsstrukturen links und rechts davon zu benutzen (Exen verlängern), sonst wirds eher schwerer als 5+. Achtung, der Stand ist nicht in der geraden Linie über den Haken. Sobald es oben raus leichter wird, nach rechts schauen.

9 SL. Komischer Routenverlauf. Am Anfang läuft es noch gut, der erste Haken ist klar sichtbar und der zweite Haken erscheint nach einem steilen Aufschwung (einfacher als es aussieht). Danach wird es ein bisschen komisch, du kletterst anfangs entlang einer Kante bis in eine Verschneidung, um zu dem nächsten Haken an der linken Kante zu gelangen (Expressen verlängern). Nicht zu lang an der rechten Kante hochsteigen, so machst du es dir schwerer, an die linke Kante zu kommen. Trotz einer interessanten Wegführung, eine sehr schöne Kletterei.

10 SL. Einfache, unkomplizierte 3 bis zum Stand. Logische Linie, zwei Haken.

Nach dem Ausstieg ganz kurz 2er Gelände zum Gipfel.

Abstieg: https://www.dav-saarbruecken.de/wp-content/uploads/2025/07/chlseehorn.pdf

Topo: https://sac-praettigau.ch/index.php/downloads/4-klettertopos?download=185:topo-new-strubich

Ausrüstung: Es reichen eigentlich so 9 Exen. Am besten mindestens so 4 verlängerbare Exen. Einige Keile könnten vielleicht noch gelegt werden, und vielleicht mal eine Schlinge. Der Fels lässt sich aber nur ganz selten zusätzlich absichern. Die Schwierigkeit muss unbedingt beherrscht werden.
9 Expressen (mindestens 4 verlängerbare), evt Keile und ein paar Schlinge, Normale Kletterausrüstung
Sehe Topo SAC Prättigau
Letzte Änderung: 31.07.2026, 19:37Alle Versionen vergleichenAufrufe: 26 mal angezeigt

Verhältnisse zu dieser Route

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Metadaten

Kartenmaterial

Kartenmaterial Ergänzend:

Swisstopo 1178 Gross Litzner, 1197 Davos, 1198 Silvretta, 248 S Prättigau, 249 S Tarasp

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Chlein Seehorn (3032m)

New Strubich


Klettertour

5c

Höhenmeter:
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4.0 h

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