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Routenbeschreibung
Piz Ela (3339m)

W-Grat

Allgemein:
Die Bezeichnung W-Grat ist täuschend: Dieser Anstieg verläuft zum grössten Teil wandartig, kann jedoch vor allem im mittleren Teil auch mehr oder weniger hart an der Kante erklommen werden.
Der untere Teil wird auf schuttigen Terrassen erstiegen. Je höher oben, desto kompakter, aber auch schwieriger.

Neuer Zustieg:
Von der Ela-Hütte zur Ela Seite hin den mit Steinmännchen markierten Wegspuren beginnend bei der Hütte über schöne alpine Rasenflächen folgend in südlicher Richtung an P. 2350 vorbei bis an den Rand der ersten Blockfelder. Nun nach Osten über Blöcke in eine grosse Blockrunse. Dieser am östlichen Rand in SE Richtung hochsteigen (Steinmänner). Auf Höhe 2450 gelangt man an die markante Felsbastion. Dieser folgt man am unteren Rand in SW Richtung (rechts) leicht ansteigen. Hier kann man oft noch Wasser vorfinden. Nun in sehr steilem Schutt am rechten Rand der Bastion hoch, bis man nach ca. 50 Höhenmetern links (E) auf die Bastion gelangt und nun über grösser Blöcke weniger steil ansteigend und markiert auf ca. 2750 in die letzte Schuttrunse gelangt, die hinauf in die Furschella führt. Entweder über Altschnee in der Runse oder an deren linken Rand steil hoch bis man etwa 40 Höhenmeter unter der Scharte das Einstiegssteinmännli entdeckt.

Eigentliche Kletterei:
In unübersichtlichem Rinnen-/Rippen Gelände - immer wieder längere Querungen über Schuttbänder vornehmend - hoch bis zur Frühstücksplatte (hier das erste mal am Grat selber...) ca 3140m. Immer gut markiert mit vielen Steinmännchen. Ab hier wieder links haltend in besser werdendem Fels im knapp III. Grad mit einigen schönen Passagen zum W-Gipfel des Piz Ela.
Der Übergang zum Hauptgipfel erfolgt angenehmer auf der Südseite über ein Band, das in die markante Hauptscharte führt. Das Band ist mit 3 neuen Bohrhaken abgesichert. Es hat hier etwas loses Material, das kann problemlos umgangen werden.
Ab der Scharte einfach zum Gipfel. Verschiedene Varianten möglich.

„W-Grat“ im Abstieg:
Bis zum W-Gipfel in umgekehrter Reihenfolge und diesen leicht überschreiten und absteigen, bis ein Abseilstand erreicht wird. Der gebohrte Abseilstand ist ca 5m tiefer als der gut sichtbare Schlingenstand. Nun zu erst direkt südlich etwa 2 * 25m in eine Scharte abseilen. Der nächste Abseilstand im Sinne des Abstiegs rechts an der Kante, von da direkt durch eine leicht überhängende Verschneidung. Nun wieder eher in südliche Richtung um eine Felsnase an den letzten offiziellen Abseilstand, welcher bis zu einer ersten Schuttterrasse führt. Von hier verschiedene Varianten. Entweder den Steinmännchen folgen und sich nie zu weit in die Wand hinein verlocken lassen. Oder eher in der Wand den Spuren und anderen Steinmännchen folgen, 2 weitere Male je 25m abseilen (Schlingenstand, Schlingenstand und Bohrhaken).
Es sollte immer leichter werden und deutlichere Wegspuren aufweisen.
SE-Gratanwärter sollten den Abstieg nicht unterschätzen.

Stand 26.9.2026: An einigen Abseilständen hat es nur die kleinsten Maillon Rapid (wer kommt auf eine solche Idee?). Karabiner zum hängen lassen oder vernünftig grosse Maillon Rapid mitnehmen. Da die Standschlingen angesengt sein können - weil die Seile eben doch durch die Schlinge gefädelt wurden - diese begutachten und evt. ersetzen.
Die Route kann gut mit ein paar Bandschlingen abgesichert werden. Je nach Bedarf können auch kleine und mittlere Friends sowie Klemmkeile eingesetzt werden. Auch Opferschlingen um im Abstieg ggf. an Zacken abzuseilen. 50m Einfachseil.
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Letzte Änderung: 28.09.2026, 04:57Alle Versionen vergleichenAufrufe: 9631 mal angezeigt

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