TourenFührer - Route

Gipfel: Plattenspitz, 2579 m

Hanspeter Willi

Route: St.Martin - Heidelpass - P.2580 - NO-Grat

St.Martin - Heidelpass - P.2580 - NO-Grat
Alpine Wanderung
1229 m
3.5 Stunden
Genereller Hinweis:
Die Route zum Gipfel ist klar vorgegeben, muss aber ab Heidelpass selbständig gefunden werden.
Zum Heidelpass führt ein rotweiss markierter Pfad.

Von St.Martin im Calfeisental (1350 m, Zufahrt ab Staumauer zwischen 9:00 und 17:00 Uhr im Stundentakt, davor und danach frei. ÖV-Benutzer: zu Fuss etwa 30 Minuten) folgt man der mit einem Fahrverbot belegten Strasse zur Sardonahütte, bis nach ca. 600 Meter eine Pfadspur zum Egg-Mittelsäss bergwärts abzweigt.
Schwierigkeit: T1, Strasse.

Auf anfänglich noch teilweise sichtbaren Pfadspuren steigt man weglos über die Weiden der Wisen Richtung Mittelsäss der Alp Egg. Auf 1700 Meter Höhe quert man auf einem Pfad den erlenbewachsenen, eingeschnittenen Malanserbach westwärts zu den Weiden der Malanseralp und steigt diese empor bis zur obersten Kurve der zur Malanseralp führenden Fahrstrasse. Auf dieser gelangt man zur Hütte der Malanseralp (1832 m).
Schwierigkeit: T4, Weiden.
Zeitbedarf: 1 Stunde.

Ab Malanseralp folgt man der markierten Pfadspur über das Altsäss und die Gelaböden bis zum Heidelpass (2387 m).
Schwierigkeit: T2, rotweiss markierter Pfad.
Zeitbedarf: 1.25 - 1.5 Stunden.

Kurz vor Erreichen des Heidelpasses quert man im Schutt unter den südwestlichen Gipfelfelsen des unbedeutenden Heidelspitzes zum Richtung Hangsackgrat ziehenden Grat. Der Heidelspitz (2427 m) lässt sich alternativ auch in wenig schwierigem Fels mit etwas Kraxelei im I. Schwierigkeitsgrad traversieren.
Schwierigkeit: T4, bei Überschreitung des Heidelspitzes T5-.

Der Verbindungsgrat vom Heidelpass Richtung Hangsackgrat wird bis zum Punkt 2580 verfolgt, wo er in den Hauptkamm mündet. Er ist erst breit und gut gangbar, wird aber im letzten Drittel schärfer sowie ausgesetzter und erfordert hie und da auch einmal kurz den Einsatz der Hände.
Schwierigkeit: überwiegend T4, mit Stellen T5-, Schwindelfreiheit und sicheres Gehen in brüchigem Gestein erforderlich.
Zeitbedarf: 45 Minuten - 1 Stunde.

Punkt 2580 bildet den Knotenpunkt im Gratverlauf vom Hangsackgrat (2634 m) zum Plattenspitz. Hier wechselt man auf den Nordostgrat des Plattenspitzes und folgt diesem erst vorhandene Tierspuren in dessen Nordwestflanke nutzend Richtung Südwesten. Zum Gipfel hin nehmen die Schwierigkeiten zu, man bleibt nun dem Grat treu. Erst ist etwas ausgesetzt eine kleine, brüchige Scharte zu traversieren, dann ist ein wenige Meter hoher Steilabfall im Gratverlauf in einigermassen festem Fels zu erklettern (Schwierigkeitsgrad II-). Danach wird das Gelände wieder einfacher, es folgt rasch der kurze Schlussaufstieg über Schutt und brüchige Schrofen der Nordflanke zum kleinen Steinmann am grasbewachsenen, höchsten Punkt.
Schwierigkeit: erst T4, Gratverlauf in Gipfelnähe bis T5+ (kurze Kletterstelle im Schwierigkeitsgrad II-), Gipfelkopf je nach Routenwahl T4 bis T5-
Sicheres Gehen in brüchigem Gestein und ausgesetztem Gelände unbedingt erforderlich.
Zeitbedarf: 30 Minuten.
Bei einwandfreien Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer und Herbst normalerweise antrifft, ist nebst festem Schuhwerk keine weitere bergtechnische Ausrüstung notwendig.
Rechnet man mit erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder gefrorenen Böden, entschärft das Mitführen und die Verwendung von Steigeisen brenzlige Situationen und hilft, unnötige und leider allzu oft tragisch endende Bergunfälle zu verhindern.
ÖV-Zeiten von www.arrlee.ch
Nr. 13 vom 22.01.2016
Versionen vergleichen
5283 mal angezeigt
Hanspeter Willi

Verhältnisse