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Gipfel: Madom da Sgióf, 2265 m

AndréTT

Route: Motta – Cansgell – Alpe di Sgióf – Motarüch - Madóm da Sgióf - Motarüch – Alpe di Sgióf – Piano del Vald – Ganne - Motta

Motta – Cansgell – Alpe di Sgióf – Motarüch - Madóm da Sgióf - Motarüch – Alpe di Sgióf – Piano del Vald – Ganne - Motta
Alpine Wanderung
1650 m
11.0 Stunden
Anfahrt:
Auf der Autobahn A 13 von Norden durch 6,6 km langen San Bernardino-Tunnel, von Westen auf der A 2 durch den St. Gottard-Tunnel bis Abfahrt Bellinzona-Süd. Wer von Süden auf der A 2 anreist (Lugano, Chiasso), verläßt diese schon bei Rivera. Westwärts über den Ticino weiter zum Kreisverkehr in Tenero. Über diesen fährt man geradeaus weiter und biegt nach der Bahnunterquerung links ab auf die Hauptstraße nach Gordola. Nach dem Ortseingang biegt man rechts ab ins Val Verzasca Richtung Lavertezzo. An rechter Uferseite des Stausees Lago di Vogorno führt die Straße Richtung Norden. Nach dem Ort mit der berühmten Steinbogenbrücke über die Verzasca fährt man an rechter Flußseite weiter bis zur Ortschaft Motta (620 m) vor Brione. Ca. 150 m nach nördlichem Ortsausgang befindet sich an linker Seite ein Wanderparkplatz mit einer überdachten Bank- u. Tisch-Garnitur und einem Brunnen an linker Seite der Abbiegung.
Route (Schwierigkeit: T4)
Vom Parkplatz läuft ca. 250 m zurück in den Ort und überquert die Verzasca auf einer Fußgängerbrücke mit Gitterrosten. Auf der anderen Seite des Flusses befinden sich einige Häuser in angeschwemmter Flußebene von Listra und man trifft auf den Weitwanderweg 74 (Sentiero Verzasca), bzw. Un sentiero per l’arte, welcher mit gelber Raute signalisiert ist, bzw. mit braunen Schildern. Beim Wegweiser am Brückenende biegt man links auf diesen Weg ab und läuft südwärts zum Buchenwald von Bosco della Motta. Etwa 300 m vor der nächsten, neuen Brücke, bei einem Quellen-Rohr, steckt an vermoosten Steinen eines kleinen Bachtobels rechts des Wegs ein dreieckiger kurzer grüner Holzpfahl, dessen Kuppe rot ist mit kleinem weißen Kreuz darin. Am Baumstamm dahinter sieht man eine blau-gelbe Markierung. Einen Pfad kann man hier nicht so richtig sehen. Doch eine schwarze 1“-Kunststoff-Wasserleitung und weitere blau-gelbe Markierungen an Bäumen und Steinen, denen man über Steinen und viel Laub folgt nachdem man den Tobel überquert hat. Inzwischen wird stellenweise ein Pfad Richtung Süden erkennbar. Man kommt mitten im Wald an Steinfundamentresten vorbei und an einen mit Felssteinen verblendeten Schutzraum unter einem großen Felsstein. Zwischendrin trifft man auch auf ältere gelb-rote Markierungen, oder sogar auf noch ältere rot-weiße. Oder nur auf blaue Punkte, oder Striche. Der nicht immer erkennbare Pfad wendet sich nach links zur Bachschlucht der Valegg da Cansgell. Von da ab läuft man stets auf der rechten Schluchtseite. Die ersten schrägen Felsplatten haben an linker Seite zur Schlucht hin ein dünnes Drahtseil-Geländer zwischen rostigen Stahlstangen, oben einen grünen Kunststoff-Fangzaun. Dann helfen aus Winkeleisen und Rohrmaterial hergestellte Sicherungs- und Griff-Hilfen über den Fels, in welchem Steintritte (Tacche) gehauen wurden, die wohl schon 400 Jahre alt sein sollen. Am oberen Felsende ist verwitterte Jahreszahl 1888 eingraviert mit einem Kreuz zwischen erster und zweiter „8“. Dann folgt ein alter Steg aus Baumhälften mit Geländer aus Ästen an linker Seite, und bei nächster schrägen Felsplatte ein Drahtseil an rechter Bergseite. Unterwegs trifft man auf 3 alte Behälter mit den Markierungsfarben. Nun steigt man über künstlich verlegte Felssteine treppenförmig aufwärts zum nächsten Steg aus Baumstämmen. Dann sieht man links den ersten hohen Wasserfall und trifft danach auf zweiten. Nun nähert sich der Pfad kurzzeitig der Valegg, die oberhalb von diesen ihren flachen Abschnitt hat. Beim nächsten Wasserfall, der kaskadenförmig passiert, wird der Pfad wieder steiler und entfernt sich mehr vom Bach. Dann öffnet sich der Wald und man gelangt in großer Talkessel Conca di Canscell unterhalb der Felswände von Pizzo d’Orgnana im Süden und Cima di Nimi im Norden. An einem alten Zaunpfahl rechts des Wegs hängt ein alter Blechkessel und ein Begrüßungsschild „Benvenuti in Cangell“ (3 Std.). Danach trifft man auf die 4 Rusticos von Cansgell (1525 m). Ihr Name rührt wohl von deren Abgeschiedenheit her. In alter Karte findet sich dort auch die Bezeichnung Alpe Cancello. Die Häuser sind noch gut in Schuss, eines ist von 1947 („Acqui vive un Cazador“), anderes erst von 2008. Erfindungsreiche Details findet man dort vor wie der Außenlautsprecher, der Flüssiggas-Anschluß, äußere Feuerstelle mit dem verrosteten Kanonenofen, oder die originäre Waschanlage am Baumstamm mit Zu- u. Ablauf. Man läuft nun rechts den kurzen Hang hinauf zu 2 großen Steinpyramiden, wo sich auch die Quelle für das Wasserzulaufrohr befindet. Dann führen künstlich angelegte Steintreppen hochwärts in lichten Fichtenwald von Zott. Der unmarkierte Pfad ist jedoch fast immer deutlich sichtbar und führt nordwärts ziemlich unsteil zur nächsten Hanglichtung (35 min.). Kurz vor der Alpe di Sgóf biegt der Pfad rechts zu ihr hin (1728 m). Diese Alpe hat schon wesentliche bessere Zeiten gesehen. Ein Haus ist von 1903. Die Dächer sind z.T. eingestürzt, ein betonierter Vorplatz und ein „Duschhäuschen“ wachsen zu. Zum Ostkamm des Motarüch führt ein Pfad mit alten rot-weißen Markierungen direkt von der Alpe nordwärts hinauf. Oder man folgt dem anderen Zustiegsweg zur Alpe ostwärts zu einem Grasbuckel oberhalb der Felsen von Larecc (5 min.), wo man bei einem Felsstein (rot beschrift mit „Brione“ und Rechtspfeil) auf rot-weiß signalisierten Zustiegweg trifft, welcher in 30 min. direkt über den Ostkamm zum Motarüch (2011 m) führt. Von diesem Vorgipfel läuft man nun über den Felskamm südwestwärts zum Gipfel (60 min.).
Abstieg:
Wie im Aufstieg zurück zum Wegabzweig mit dem Stein „Brione“ (1,5 Std.). Nun beginnt über viele Treppen aus Holzbohlen und Felssteinen, teilweise am linken Fels mit Ketten gesichert, nordostwärts, dann nach Norden drehend, rot-weiß signalisierter Steig durch den Buchenwald nach Piano del Vald (1104 m). Die 4 restaurierten Rusticos erreicht man nach 1,5 Std. Die hinterste Steinhütte ist beflaggt, auch wenn keiner anwesend ist. Von der Bank auf vorderstem Grasbuckel an der Lichtung hat man schönen Ausblick ins Verzasca-Tal und zu nahen Bergketten gegenüber mit dem imposanten pyramidenförmigen Poncione d’Alnasca vor einem. Von hier wendet sich der Bergsteig scharf rechts nach Süden und dreht dann im weiteren Abstieg nach Osten zu den 2 alten Rusticos von Coste (P 1039 m). Unmittelbar oberhalb von diesen liegt ein abgesägter riesiger Baumstamm einer umgestürzten Buche. Eine Steinplatte dort trägt die Gravur 1881 mit einem „X“ zwischen erster u. zweiter „8“. Anscheinend wurde der Steig zeitgleich ausgebaut wie der Imbocco sentiero per Cansgell. Von hier geht es sehr steil in kurzem Zickzack, fast wie auf einer Wendeltreppe, auf künstlich verlegten Felssteinstufen, teilweise mit dünnem Drahtgeländer, an einer Felsrippe bergab in unteren Edel-Kastanienwald von Ganne. Zuvor hat man zweimal gleichen Bachtobel gequert. Nach 1 Std. gelangt man zu den Rusticos von Ganne (668 m). Hier trifft man wieder auf den Weitwanderweg 74 (Sentiero Verzasca), bzw. Un sentiero per l’arte und auf einen Wegweiser. Nach links gelangt man dann über eine Brücke nach Bivio Piee, bzw. Brione. Man schlägt nun rechts ein und läuft in 20 min. auf bequemen Wanderweg nach Süden am (in Flußrichtung) rechten Ufer der Verzasca, dabei eine Materialseilbahn über den Fluß unterquerend, bis zur Schwemmebene von Listra und Wegweiser an der Brücke (620 m). Über die Brücke zurück zur Straße und zum nahen Parkplatz.
eine Mannschaft mit Laubwegpuster ! Denn die Pfade und Steige werden zu selten begangen, um das abgefallene Buchen- und Birkenlaub auf den Steinen der alten Steige zu beseitigen.
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Nr. 5 vom 14.01.2017
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