TourenFührer - Route

Gipfel: Muttler / Muot, 3296 m

Hanspeter Willi

Route: Samnaun - Val Maisas - Rossbodenjoch - N-Grat, N-Flanke

Samnaun - Val Maisas - Rossbodenjoch - N-Grat, N-Flanke
Alpine Wanderung
1446 m
3.5 Stunden
Ausgangspunkt für die Tour ist der grosse Parkplatz (1850 m) direkt östlich des Maisasbachs im Ortsteil Votlas von Samnaun Dorf.

Von hier steigt man auf dem östlich des Maisasbachs verlaufenden, markierten Pfad in wegen Schafhaltung recht öder Landschaft über den Pferch bei Tea Nascha bis in den hintersten Talgrund des Val Maisas. Herrlich ist hingegen der morgendliche Anblick der im westlichen Teil des Kessels dominierenden, steil aufragenden Stammerspitze (Piz Tschütta, 3254 m), der dem im Talgrund ebenfalls sichtbar werdenden Schutthaufen des Muttlers ganz klar die Schau stiehlt.
Auf 2181 m zweigt der Aufstieg zum Stammerjoch (2656 m), auf 2430 m der Aufstieg zum Maisasjoch (Fuorcla Maisas, 2918 m) von unserer Route ab.
Schwierigkeit: T2, Pfadspur, markiert.
Zeitbedarf: 1½ Stunden

Nun undeutlicher werdend, dreht der Aufstieg nach Ost und hoch zum Rossbodenjoch (2744 m). Dieses wird jedoch nicht in direktem Anstieg erklommen. Auf 2530 m Höhe zieht der Pfad vielmehr auf einer Länge von 300 m nordwärts, um nach der Pfütze des Roten Seelis in ostseitigem Anstieg das Rossbodenjoch zu erreichen.
Schwierigkeit: T2, in kurzen Stellen undeutliche Pfadspur, markiert.
Zeitbedarf: 45 Minuten

Vom Rossbodenjoch (2744 m) folgt man im Geröll der breiten Nordwestflanke auf fast durchgehend ausgeprägter Begehungsspur immer westseitig dem Nordgrat. Die Felsstufen bei Punkt 2844 zu Beginn des Anstiegs werden dabei mit unbedeutendem Höhenverlust westseitig umgangen. Ab etwa 3000 m Höhe wird der Anstieg spürbar steiler und des Gerölls wegens auch mühsamer, weist aber bei schnee- und firnfreier Flanke bis zum Gipfel weiterhin keine eigentlichen Schwierigkeiten auf.
Schwierigkeit: T3, überwiegend ausgeprägte Begehungsspur, vereinzelte Markierungen
Zeitbedarf: 1¼ Stunden
Zur Beachtung: Bei Hartschnee, Firn oder Vereisung ist der Anstieg über die Gipfelflanke nicht ungefährlich, ein Rutscher kann dann verheerende Auswirkungen nach sich ziehen.
Bei einwandfreien Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer und Herbst normalerweise antrifft, ist nebst festem Schuhwerk keine weitere bergtechnische Ausrüstung notwendig.
Rechnet man mit erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder gefrorenen Böden, entschärft das Mitführen und die Verwendung von Steigeisen brenzlige Situationen und hilft, unnötige und leider allzu oft tragisch endende Bergunfälle zu verhindern.

Zur besonderen Beachtung: 
Bei Hartschnee, Firn oder Vereisung ist der Anstieg im oberen Teil der Gipfelflanke nicht ungefährlich, ein Rutscher kann verheerende Auswirkungen nach sich ziehen.
Auf Grund der nördlichen Ausrichtung und des schiefrigen Gesteins können gefrorene Böden im Gipfelbereich auch im Hochsommer auftreten.
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Nr. 5 vom 12.02.2019
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