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Gipfel: Pizzo Proman / Punta del Proman, 2098 m

AndréTT

Route: In la Piana – Ponte Val Gabbio – Colletta – A. Serena – A. della Colma – Pizzo Proman – retour bis In La Piana – A. Basciot – A. Vald di Sopra – B’tta di Vald – A. Bondolo – All’Erta – A. Basso – A. Aglio – A. Grotte – Fondo li Gabbi

In la Piana – Ponte Val Gabbio – Colletta – A. Serena – A. della Colma – Pizzo Proman – retour bis In La Piana – A. Basciot – A. Vald di Sopra – B’tta di Vald – A. Bondolo – All’Erta – A. Basso – A. Aglio – A. Grotte – Fondo li Gabbi
Alpine Wanderung
3035 m
16.5 Stunden
Zufahrt:
Von Osten über die Autobahn A2 bis Ausfahrt Bellinzona-Süd. Von dort ostwärts nach Locarno. Am Ende des Tunnels benutzt man Ausfahrt Solduno Richtung Intragna. Durchs Centovalli auf schmaler, kurvenreicher Straße über die Grenze bei Cámedo und weiter auf italienischer SP 337 ins Val Vigezzo über Re bis Malesco (764 m). Wer von West (Domodossola) anreist, fährt auf der SP 337 ostwärts über Santa Maria Maggiore dorthin. Ab hier fährt südwärts man die 6 km lange schmale Via Laurasca südwärts ins Valle Loana bis Fondo li Gabbi (Fondighebbi). Am Ende der Teerstraße befindet sich an linker Seite ein kleiner geteerter Parkplatz unmittelbar vor dem Rifugio Laurasca (1249 m). Oder man biegt 20 m davor rechts ab in unbefestigte Fahrstraße und fährt 60 m weiter zum großen Schotterparkplatz am linken Ufer des Torrente Loana.
Route: 40 km (max. Schwierigkeit: T 3+):
Zustieg zu den Hütten In La Piana wie beschrieben am Vortag (Gipfelbuch-Eintrag. Cima della Laurasca). Auf der Hangwiese In La Piana (959 m) läuft man zum mit Steinen ausgelegten „H“ (Heli-Landeplatz) und südwärts weiter durch giftige Eisenhutgewächse zum Ende der Lichtung (Weg-Nr. P40). Es beginnt beim Holzwegweiser Alpe Val Gabbio, bzw. Alpe della Colma ein unsteiler Aufstieg durch dichten Buchenwald, wo es kaum Signalisierungen gibt. Bei unscheinbarer Gabelung der Pfade hält man nach rechts. Nach ca. 100 Hm dreht der Waldpfad in westliche Richtung. Danach läuft man wieder bergab. Drei Felstraversen sind mit einem Stahlseil, bzw. Ketten gesichert im Abstieg hinab ins Val Gabbio. Nach 55 min. erreicht man den Wegweiser an der Ponte Val Gabbio (949 m). Geradeaus führt der Bergweg P22 zur Bocchetta dell’Usciolo (1860 m). Das in 10 min. entfernte Biwak der Corpo Forestale dello Stato (C.F.S.) – der 2016 aufgelösten „Forstpolizei“ - an der Alpe Val Gabbio (960 m) ist wegen Baufälligkeit nicht mehr benutzbar. Auf der schmalen Holzbrücke überschreitet man den Rio Val Gabbio. Auf anderer ebenen Seite wandert man durch die Ruinen-Reste ehemaliger Holzfällersiedlung von Vignetta, die von Birken nun überwuchert wird. Anfangs bachaufwärts beginnt der Weg nach links zu drehen, oberhalb der Ruine ehemaliger Alpe Val Gabbio an linker Uferseite. In Serpentinen führt der Wanderweg durch den Buchenwald in 55 min. hinauf zum Waldsattel Colletta (1270 m). Dort sieht man vermooste, über 80 Jahre alte Ruinenreste ehemaliger Transportseilbahn der Holzfäller. Unsteil fällt der Weg nun in südwestliche Richtung hinab ins Val Serena. Die Route dreht nach rechts und führt rechts oberhalb des Rio Val Serena bachaufwärts bis man ihn von rechts nach links überquert. Hierbei helfen „Pakete“ in Maschendraht gewickelter Steine. Nach 30 min. hat man die Ruinen der 1969 verlassenen Alpe Serena (1320 m) erreicht, wo heute Birken und Lärchen wachsen. Ab hier steigt man südwestwärts nur noch bergauf. Auf einer schrägen Felsschwelle hilft eine Kette weiter bei der Überquerung eines kleinen Baches. Nach 55 min. kommt man am Bergsattel an, wo die noch intakte Alpe della Colma (1728 m) steht. Etwas unterhalb gibt es auf der Nordseite des Sattels einen Brunnen am Wegesrand. An der Südseite der Alpe sieht man Fundamentreste ehemaliger Transportseilbahn aus früherem Holzfäller-Betrieb. Östlich von der Alpe wurde 1999 das Bivacco Alpe La Colma gebaut. Dort gibt es einen weiteren Brunnen. In der Steinhütte kann man sein Gepäck deponieren und den Aufstieg zum Pizzo Proman angehen. Der anfangs rot-weiß signalisierte (alte gelbe Strichsignalisierungen) und stets gut erkennbare Weg beginnt beim Brunnen in östliche Richtung durch die Südflanke des Moncucco. Über 2 Stege führt er entlang der beiden Wasserrohrleitungen aus Kunststoff in obere steile Felsschlucht des Rio Val Serena. Nach der Linkskehre dort führt der teils befestigte Steig in kurzen Kehren hinauf, um den Moncucco links zu umrunden und dann einen Felssattel zu erreichen. Bei diesem dreht der Weg nach links und bleibt auf der Nordflanke. Dabei verliert man ca. 35 m Höhe zu einer Einsattelung hin. Im I. Weltkrieg wurde dieser Transportweg befestigt und gehörte zur Linea Cadorna. Auf anschließendem, östlichem Felsgrat sieht man noch alten, mit Steinen befestigten Schützengraben und die Ruinenreste ehemaligen Beobachtungsposten. Östlich auf nächstem Gratbuckel erreicht man nach 1¼ Std. den höchsten Punkt, Punta del Proman. Auf diesem steht ein kleines aus Edelstahlrohr gefertigtes Kreuz der Comune di Premosello. Am Schaft befindet sich flache Box für das Gipfelbuch.
Abstieg:
Zurück zu den Hütten In La Piana, wie aufgestiegen (3 ¼ Std.). Zwischen beiden Selbstversorgerhütten beginnt der Bergweg zu den Alpen Mottac, bzw. Vald di Sopra (Wegweiser). Dann fehlt es an weiteren Signalisierungen. Eine Trittspur führt aufwärts nach links in den Buchenwald zu einem Holzwegweiser, der nach rechts zur Alpe Basciot weist. Im dichten Buchenlaub am Boden sieht man keine Trittspuren mehr. Man orientiert sich darum von der obersten Steinhütte halbrechts zu eine Trockensteinmauer. Dieser folgt man an ihrer linken Seite bis zu deren Ende. Dabei kommt man links oberhalb an einer Wasserfassung vorbei, von der Rohrleitungen zu den Häusern hinab verlaufen. Nach 13 min. sieht man am Ende flacher Grenzmauer aus Felssteinen halb links oben einen Wegweiser (1085 m). Nach links zweigt der Bergweg ab zu den Alpen Monticello, bzw. Mottac, bzw. Passo di Bassagrana (2070 m), oder Passo di Ragozzale (1906 m). Man hält sich jedoch rechts Richtung Alpe Basciot, bzw. Bocchetta die Vald. Ab hier ist Orientierungssinn im Buchenwald gefragt, denn man findet kaum Signalisierungen vor, lediglich einige winzige Steinmännchen. Man wandert rechts haltend hinab an linker Felswand vorbei zu einem Bach. Anschließend werden in nordöstliche Richtung aufwärts weitere von links kommende Bächlein gequert. An einer rutschigen Passage helfen Ketten. Nach 35 min. trifft man auf eine aus Felssteinen angelegte Treppe, die hinauf führt zu den Ruinenresten ehemaliger Alpe Basciot (1168 m). Der Pfad durch das Buchenlaub führt weiter nordostwärts mit ein wenig auf und ab, bis man dann nach rechts ca. 100 m hinab steigt zum breiten Rio Biorda an rechter Seite. Unten hilft eine Kette an linker Felsseite am Ufer entlang. Vor dem wasserreichen Zusammentreffen der Bäche Valle Rossa (von links) und Biordo (von vorn) biegt man linksherum zu einem großen Felsstein, auf dem ein Steinmann thront und auf dem man eine rote Markierung vorfindet. Dort versucht man den von links ankommenden Rio Valle Rossa auf rutschigen Steinen zu überqueren. Ggfs. zieht man seine Schuhe aus und watet durch. Auf gegenüberliegender Seite sieht man eine rot-weiße Markierung. Ab hier sieht man diese Farbsignalisierungen nun in regelmäßigen Abständen an Bäumen, oder Steinen. Der Pfad folgt oberhalb vom linken Ufer (in Aufstiegsrichtung gesehen) die Rio Biordo. Dann gelangt man mit einem Stück Kettenhilfe hinab zum Uferrand (1185 m). Beim rot-weißen Rechtspfeil am Baum überquert man auf wackeligen Steinen den Bach. Danach steigt man steil aufwärts in südöstliche Richtung die Bachschlucht verlassend. Beim P 1282 wendet der Pfad nach Nordosten und führt aus dem Buchenwald heraus zur Hangwieder mit der Alpe Vald di Sopra (1 Std.), die seit dem 14. Jhd. Bewirtschaftet wurde. Die Casermetta Alpe Vald di Sopra der C.F.S. neben ehemaliger großer Selbstversorgerhütte ist verschlossen. Im Dezember 2016 vernichtete jedoch ein Ofenbrand das Bivacco Parco Naz. Val Grande (1384 m). Es gibt dort keine Übernachtungsmöglichkeit mehr. Westlich von der Ruine befindet sich ein Brunnen, dahinter eine kleine, ebenfalls verschlossenen Steinhütte. Man wandert nordostwärts weiter bergauf dem Wegweiser folgend (Richtung B’tta di Vald, bzw. Alpe Bondolo). Nach 55 min. hat man den Wegweiser auf steinigem Felssattel Bochetta di Vald (1824 m) erreicht, wo sich eine alte Picknick-Bankgarnitur befindet. Über diesen Sattel führte früher auch eine Schmuggel-Route. Nordseitig beginnt nun der Abstieg auf rot-weiß signalisiertem Weg, der zugleich mit grünem Val-Grande- Logo markierten Sentiero Natura identisch ist, welcher in Santa Maria Maggiore endet. Nach einer Bachüberquerung hat man ostwärts hinunter ein flaches Bachtal. Nach Überquerung des Baches hat man etwas hangaufwärts die Alpe Bondolo (1598 m) erreicht (40 min.). Ein in Karten verzeichnetes Bivacco Parco Naz. Val Grande war dort nicht (mehr) vorzufinden. Das alte Gebäude mit dem alten Schild „C.A.I. Vigezzo Alpe Bondolo“ war verschlossen. Von der Alpe Bondolo führt ein rot-weiß markierter Bergweg M10 (Felsstein mit neuer rot-weißer Aufschrift „A. Cavallo“ und Pfeil nach oben) erst ost-, dann südostwärts in 55 min. hinauf zur Bocchetta di Cavalla (1840 m) und von dort weiter ostwärts über die Alpe Cavalla hinab in 65 min. nach Le Cascine. Dieser Bergweg ist in (noch) keiner der o.g. Karten eingezeichnet.
Alternativer Abstieg ab Alpe Bondolo:
Entlang des Baches, erst an rechter, dann an linker Uferseite wandert man auf dem Weg-Nr. M10 durch ein Lärchenwäldchen bergab zu einer Holzbrücke (50 min.). Auf dieser überquert man den Rio del Basso und läuft 5 min. unsteil wieder aufwärts zum Maisäß von All’Erta (1279 m). Beim dortigen Wegweiser biegt der Sentiero Natura links ab zur Alpe Al Cedo mit der Selbstversorgerhütte der CAI-Sektion Vigezzo, für die man einen Schlüssel benötigt. Beim Wegweiser trifft man auf eine unbefestigte Sand- und Schotterstraße, welche nordostwärts an einigen Schutzwällen aus großen Granitblocken vorbeiführt und dann oberhalb des linken Ufers vom Rio del Basso in 20 min. hinab führt zur immer noch bewirtschafteten Alpe Basso (1183 m). Man folgt dem Güterweg weiter an intakter Alpe Aglio (1057 m) vorbei (in den Karten mit der Alpe nell’Oro (1387 m) vertauscht) bis zur gemauerten Brücke über den Rio del Basso, wo der Bach durch mehrere Betonröhren fließt, bei Hochwasser über die Brücke hinweg. Nach einer Schranke (15 min.) wendet sich der unbefestigte Fahrweg rechtsherum und führt südwärts bergauf. Links (5 min. nördlich von der Kehre) befindet sich die Alpe Grotte (995 m) und am Bach ein nachts beleuchtetes Kleinwasserkraftwerk. Weiter südwärts stößt ein Wanderweg bei der Bushaltestelle von Patqueso auf das Teersträßchen zwischen Malesco und Fondo li Gabbi. Beim Wegweiser an der Kehre hält man sich gleich rechts, weil der Wanderweg von Alpe Grotte wieder in den Güterweg nach der Kehre mündet. Auf der Schotterpiste wandert man in 20 min. bequem südwärts bis zu einer Linkskurve, wo man auf einer Steinbogenbrücke den Torrente Loana überschreitet. Anschließend kommt man in Kehren nach 10 min. hinauf zum Teersträßchen. Nach dortiger Schranke schlägt man rechts ein und läuft die 2,5 km südwärts zurück zum Parkplatz (30 min.).
Biwakausrüstung
Ergänze diese Route (In la Piana – Ponte Val Gabbio – Colletta – A. Serena – A. della Colma – Pizzo Proman – retour bis In La Piana – A. Basciot – A. Vald di Sopra – B’tta di Vald – A. Bondolo – All’Erta – A. Basso – A. Aglio – A. Grotte – Fondo li Gabbi) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Füge dieser Route (In la Piana – Ponte Val Gabbio – Colletta – A. Serena – A. della Colma – Pizzo Proman – retour bis In La Piana – A. Basciot – A. Vald di Sopra – B’tta di Vald – A. Bondolo – All’Erta – A. Basso – A. Aglio – A. Grotte – Fondo li Gabbi) deine eigenen Fotos hinzu.
Nr. 2 vom 03.11.2019
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