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Routenbeschreibung
Cava della Cremosina (880m)

Genestredo – La Cà - Anzuna di sotto – Anzuna di sopra – A. Quan – A. Pianoni – Cava della Cremosina – A. Cremosina- A. Ruscà – Reflektor - A. Marona – Cà d’Piret – Cava Abbandonata – Capelletta Salve Regina - Genestredo

Anfahrt:
Von Norden (Locarno) südwärts entlang der Westuferstraße (Kantonalstraße 13) am Lago Maggiore in Richtung Brissago, danach auf italienischer Seite auf der SS 34 über Cannobio nach Verbana. Danach zweigt man vor dem Ort Gravellona Toce westwärts ab und fährt auf der SP 33 bis Vogogno (226 m). Kurz nach dem Oratorio San Pietro biegt beim kleinen Parkplatz am Piazza della Rezistenza rechts das Teersträßchen Via Madonna della Grazie rechts ab nach Genestredo. Diesem folgt man in 6 Kehren hinauf bis zum Ende der Fahrstraße für öffentlichen Verkehr an der Wendeplatte bei dem Oratorio di San Martino (362 m), wo eine Informationstafel des Sentiero Natura steht. Ca. 800 m davor gibt es rechts bei dem kleinen Oratorio di San Zeno eine Schotterfläche, wo man parkieren kann (353 m), wenn man vor der Wendeplatte an linker Straßenseite keinen Platz findet.
Route: 12 km Rundtour; (Schwierigkeit: T4; italien. EE):
Vom Parkplatz läuft man in Richtung Oratorio di San Martino. Dort gibt es einen Brunnen und Picknickplatz. Hier kommt von Vogogna der Wanderweg A34 herauf. Etwas unterhalb steht die Burgruine La Rocca (342 m), die im frühen Mittelalter von den Langobarden gebaut wurde. Bevor sie zerstört wurde, diente sie der Sicherung des Verkehrsweges zwischen Mailand und Simplon. Der Mini-Weiler Genestredo liegt innerhalb der Grenzen des Nationalparks Val Grande und ist sogar ganzjährig bewohnt. Etwa 200 m vor der Wendeplatte beginnt an nördlicher Straßenseite der spärlich signalisierte Bergweg Nr. A34 in Richtung Pianoni, bzw. Capraga. Diesem folgt man anfangs über mit Bäumen bewachsenes Terrassengelände in östliche Richtung. Lediglich mit Draht an Bäumen befestigte blaue Kunststoffpfeile, sowie alte Holzschilder mit diversen Sprüchen findet beim steilen Aufstieg durch Wald von Edelkastanien und Birken vor. Nach 25 min. biegt rechts ein Weg ab, den man ignoriert (kein Wegweiser). Nach dem der Bergweg nach Norden dreht, verläuft neben diesem eine alte 1“-Wasserrohrleitung bis zur etwas kurios dekorierten Hütte La Cà Dacota mit Talblick, die man 15 min. später erreicht. 5 min. später trifft man im beginnenden Buchenwald auf einen Bildstock, von wo man wieder Talblick hat. Nach 5 min. bergauf steht man bei 3 Rustico-Ruinen von Anzuna di sotto. Weiter 5 min. später erreicht man vor einer Anhöhe die Ruinen ehemaliger Alpe Anzuna di sopra etwas oberhalb vom P 686. Hier unterquert man eine Hochspannungsleitung. Der Bergweg durch knietiefes Buchenlaub dreht nun nach Osten. Über einen Buchenwaldrücken kommt man nach 35 min. zu den Ruinen von ehemaliger Alpe Quan (857 m) und 10 min. danach zu ehemaliger Alpe Pianoni (932 m). Beim Wegweiser dort beginnt nach rechts ein Bergweg nach Capraga. Man folgt jedoch dem Bergweg geradeaus hinauf (blauer PVC-Pfeil am Wegweiser) in Richtung Alpe Suì und bereits 10 m oberhalb vom Wegweiser trifft man auf 2 rot beschriftete Felssteine (kein Wegweiser). Auf einem erkennt man schwach „Sui“ geschrieben (geradeaus), auf dem links davon „Marona EE“ mit Pfeil. Hier biegt man links ab. Es beginnt ein fast kaum noch erkennbarer Pfad, der an einigen Stellen wegerodiert, an anderen Stellen durch Gras überwachsen ist. Deshalb ist der Traversalsteig nicht zu empfehlen während der Vegetationsperioden. In nördliche Richtung überquert man den Bachtobel Rio dei Selvaggi. Dabei trifft man an linker Grashangseite im Gras liegende alte 6 mm dünne Drahtseile als Haltehilfe für die Hände. Man überquert noch einen weiteren Bachtobel vorbei an Dornengestrüpp. Inzwischen erblickt man schon das alte Betriebsgebäude vom Steinbruch sowie das Gittermast-Portal ehemaliger Seilbahn. Zwar ist der Steig kaum noch erkennbar, jedoch zwischenzeitlich mit rot-weißen Markierungen gekennzeichnet worden, so dass man sich gut orientieren kann. Nach 1 Std. traversiert man den ersten Hang aus ehemaligem abgebrochenen Steinschotter. Dan folgt man einer kurzen ehemaligen waagerecht gebauten Mulattiera in leichtem Linksbogen in unteren Steinbruch. Dieser ist inzwischen mit Birken bewachsen. Links vorbei an der Ruine ehemaligen zweistöckigen Betriebsgebäudes, in dem noch ein altes Stromaggregat steht neben damaligen Aufenthaltsraum. Rechts passiert man die von weitem schon gesehene Seilbahnstütze zu einem weiteren Gebäude. In diesem steht noch ein altes Modell „FL6“ der Laderaupe von FIAT. Dann kommt man an 2 rostenden ehemaligen Kleinlastwagen vorbei. Da es keine Straße bis dorthin gab und gibt, hatte man diese, wie auch einige größere Arbeitsmaschinen in einige Baugruppen zerlegt, mit der Seilbahn hinauftransportiert und dort an Ort und Stelle wieder zusammengebaut. Der Steinbruch Cava della Cremosina (in geo4map als Cava di Pietra bezeichnet) wurde in den 1960er Jahren stillgelegt, als sich der Abbau vom Naturstein aus Gneis nicht mehr rentierte. Die Ausrüstung beließ man dort oben. Selbst alte Arbeitsschuhe findet man dort noch liegen. Vorbei am nächsten alten Ziegelgebäude steigt man nach einem Linksbogen mit einem Drahtseil gesichert einen kurzen baumbewachsenen Felsenhang hinab, wo man auf einen mit Felssteinen gebauten Weg trifft. Der rotweißen Signalisierung folgend erreicht man dann die Ruinen der Rusticos von Cremosina (10 min.). Diese sind noch erhalten und waren noch bis in die 50er Jahren besiedelt (882 m), entsprechend den Gravuren an den Türbögen. Unmittelbar nach der letzten Steinhütte verlässt man den ausgeprägten, jedoch ab hier unmarkierten Bergsteig links hinab zu einer nahen abgerissenen schwarzen Rohrleitung hin. Ein Pfad ist kaum erkennbar. Nur in Aufstiegsrichtung sieht man eine rot-weiße Markierung am Rohr. Der Bergweg nach letztem Rustico führt geradeaus zum untersten Wasserschacht, wo das Rohr einst angeschlossen war. Hoch über einem hängt im Birkenwäldchen ein Wasserrohr an 2 Seilen. Dieses führt von oberem Wasserschacht zum Betriebsgebäude ehemaligen Steinbruchs. Zum obersten Wasserschacht hat man kürzlich den alten Zustiegsweg wieder freigeschnitten und dorthin mit 12 mm dicken Stahlseil wie in einem Klettersteig gesichert. Der Steig endet neben dem Wasserbehälter aus Beton im Buchenwald. Man folgt dem Pfad nach dem schwarzen Rohr mit rot-weißem Strich in den Bachtobel hinab und dann links hinauf zu einer Felsnase, wo man eine rot-gelbe Markierung sieht. Rotweiße Signalisierung gibt es nun kaum noch. Die Felskante umrundet man rechtsherum. Geradeaus kraxelt man mit Hilfe eines 10 mm dicken Stahlseils hinab zu einem Stück mit Felsplatten befestigten Steig. Das Seil führt diesem entlang an Dornengestrüpp vorbei hinauf zu einer schrägen Felsplatte, wo es endet. Weiter nordwärts gequert man danach einen waagerechten Riss in der schrägen Felsplatte, wo es wieder ein Sicherungsseil gibt. Nach vorletztem Sicherungsseil schließt sich eine Eisenschiene als Steg in der Felstraverse an, dann kraxelt man eine kurze seilgesicherte Verschneidung hinauf, wo an einem weiß beschrifteten Stein vorbei kommt (886 m, 30 min.). Hier biegt ein Pfad rechts ab hinauf zu ehemaliger Alpe Cortona auf 1396 m Höhe. Weiter geradeaus bis man auf 2 schwach weiß beschriftete Felssteine trifft („Cava“). Nun sieht man auch die beiden Steinhäuser der Alpe Ruscà (914 m). Dort gibt es einen Picknicktisch aus Steinplatten (15 min.). Hinter der Alpe trifft man auf einen ausgeprägten, rot-weiß signalisierten Bergweg Nr. A32 (kein Wegweiser). Hier schlägt man links ein und wandert zu nahem lichten Waldrücken, wo ein rechteckiger Reflektor für Funkwellen der italienischen PTT auf Gittermastfüßen steht, als man Versuche damit machte. Hier ist ein Aussichtspunkt über das Ossolatal bis nach Villadossola. Links an diesem vorbei folgt man dem kaum markierten, aber deutlich sichtbaren Bergweg südwestwärts zu nahem flachen Waldsattel, wo rechts noch ein größerer Funkwellen-Rückstrahler über dem Ossolatal steht (15 min.). Nun die wenigen Meter hinauf zur Waldkuppe mit freiem Südhang, wo die intakten Steinhütten der Alpe Marona (880 m) stehen. Beim Brunnen biegt man links ab (kein Wegweiser) und gelangt durch eine Hausgasse zum Südhang. Beim Brunnen geradeaus führt rot-weiß markierter Bergweg mit Nr. A30 westwärts hinab zur Via di Lizza. Während des Betriebs vom Steinbruch baute man dort hinab eine „Rutsche“ aus Steinplatten, über die man die gebrochenen Steine hinab transportierte. Beim Südhang orientiert man sich nach links zu einer Steinhütte, an deren Hauskante erkennt man eine rot-weiße Markierung. Zu dieser hin beginnt ein Pfad nordostwärts hinab in Richtung Schlucht. Kurz nach den Häusern kehrt der unmarkierte Pfad jedoch nach rechts zur Cappella dell’Alpe Marona. An dieser vorbei in südliche Richtung gelangt man zum intakten Rustico Cà d’Piret (820 m, 10 min.). Man folgt dem unmarkierten Pfad durch knietiefes Buchenlaub in südliche Richtung hinab. Unterwegs blickt man hinüber zur anderen Seite der Bergschlucht und schaut auf das Gelände ehemaligen Steinbruchs Cava della Cremosina. Schließlich unterquert man das Seil ehemaliger Seilbahn und sieht rechts oberhalb nahe der Waldkuppe P 776 deren Zwischenstütze auf einem Betonsockel. Durch ein altes Weidetor, nach Cà d’Piret und nach einer Rechtskurve nach der Seilunterquerung gibt man Obacht (30 min.). Man folgt nicht dem eher erkennbaren Pfad, der westwärts zur Via di Lizza führt, sondern biegt links ab bei 2 Steinen am Boden (640 m) mit schwach erkennbaren roten Strichen. Man folgt dem unmarkierten Pfad durch Buchenlaub nun südwestwärts hinab zu einer Linkskehre (10 min.). Dort sieht man eine alte gelbe Raute und rot-weiße Markierung am Felsstein rechts (575 m), wo ein weiterer Pfad zur Via di Lizza führt. Linksherum wandert man südostwärts in 8 min. zu ehemaligem kleinen Steinbruch Cava Abbandonata (536 m). Vorbei an ehemaligem Rustico und Betriebsgebäude läuft man auf einem verwachsenen Schienenweg zum Steinbruch an linker Bergseite. Nach einem Rustica am Ende des alten Steinbruchs wandert man an auf einer aufwendig angelegten und sehenswerten Mulattiera südwärts hinab in den Tobel des Rio Dresio. Nach 10 min. überquert man diesen links entlang (2 Steinmandl) an einem Steinwehr (498 m). An gegenüberliegender Tobelseite etwas wieder hinauf in westliche Richtung kommt man 10 min. später am Bildstock, bzw. Cappelletta „Salve Regina“ vorbei (445 m). Hier gibt es einen Aussichtspunkt auf das Ossolatal hinunter. Nun südwärts hinab auf breiter werdenden Weg, bis ein mit Steinmauer umsäumter mit Buchenlaub hüfttief gefüllter Weg an alten Terrassen vorbei zu einem der vorderen renovierten Häuser von Genestredo führ. Der Weg endet beim Wegweiser A32 an dem Teersträßchen, wo man zum Parkplatz einschlägt entweder rechts zum Kirchlein San Zeno, oder links zur Kirche San Martino (20 min.).
Gartenschere gegen das Dornengestrüpp im Traversalweg ist nicht verkehrt, dabei zu haben.
Letzte Änderung: 06.01.2024, 19:58Alle Versionen vergleichenAufrufe: 189 mal angezeigt

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Kartenmaterial

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Cava della Cremosina (880m)

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Wanderung

T 4

670 hm

7.0 h

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