TourenFührer - Route

Gipfel: Passo di Sauti / Bocchetta di Sautir, 1610 m

AndréTT

Route: 2-Tagestour (1. Tag: Bettola – Mot i Sass – A. Corte – Or Piciocch – Balma dül Giuvann - Asaa – Funtanin – A. Sauti - Passo Sauti – A. Rodugno – A. Orfalecchio – Bivacco Orfalecchio)

2-Tagestour (1. Tag: Bettola – Mot i Sass – A. Corte – Or Piciocch – Balma dül Giuvann - Asaa – Funtanin – A. Sauti - Passo Sauti – A. Rodugno – A. Orfalecchio – Bivacco Orfalecchio)
Alpine Wanderung
1400 m
9.3 Stunden
Anfahrt:
Von Norden (Locarno) südwärts entlang der Westuferstraße (Kantonalstraße 13) am Lago Maggiore in Richtung Brissago, danach auf italienischer Seite auf der SS 34 über Cannobio nach Verbana. Dann nordwestlich auf der SP 54 zum Ort Mergozzo (200 m). Von dort weiter nordwestwärts über Albo zu den Häusern von Bettola (210 m). Ca. 600 m vor dem südöstlichen Ortseingang befindet sich die Ausfahrt der Schnellstraße SS 33, bzw. Autobahnende der A 26. Kurz danach unterquert man eine Eisenbahnbrücke. 80 m danach gibt es an linker Straßenseite der SP 54 in Richtung Nibbio einen kleinen geteerten Parkplatz, der meist (aber nicht ausschließlich) von dortigen Anwohnern genutzt wird. Dort steht eine Wandertafel über den Sentiero Strada Cadorna Bettola und ein Wegweiser.
Route: 12 km, (Schwierigkeit: T 5):
Vom Parkplatz nimmt man die SP 54 ca. 50 m zurück in Richtung Mergozzo. Links vor der Bahnunterführung steht noch einmal ein Wegweiser und die (neue) Wandertafel. Dort biegt man in einen etwas verwachsenen, aber deutlichen sichtbaren Weg zwischen einem Zaun einer Wiese an linker Seite und unterhalb des Bahndammes an rechter Seite. Am Ende der bewirtschafteten Rasenfläche hält man links zum beginnenden Waldhang hin, wo ein altes Waschhaus steht. In östliche stezt man seinen Weg fort über ehemaligen miltärischen Saumpfad, bis links steil bergauf in vielen kurzen Kehren die zwischen 1900 und 1918 unvollendete Militärstraße beginnt. Diese zählt zur Militärarchitektur des aus Pallanza stammenden Generals Luigi Cadorna an der nördlichen Grenze Italiens zur Schweiz. Der Verteidigungswall (La Linea Cadorna) sollte vor einer deutsch-österreichischen Invasion schützen. Tausende Frauen und Männer waren vor Ort jahrelang damit beschäftigt, bergiges Gebiet befahrbar zu machen. Einer der Gründe, warum die Partisanen der Ossolanischen Republik 1944 besetzen konnten. Heute ist dieses Zeugnis der Geschichte eine Trekkingroute (Wanderweg Nr. A48). Links von einem steilen Tobel des Rio Giovanna wurde dieser breite Steinweg gebaut durch den steilen Kastanienhang, dessen Kehren an der Tobelseite bereits größtenteils weggebrochen sind. Man läuft meist nur noch am Rand ehemaliger Strada, der noch nicht zugewachsen ist. Dabei kommt man an 2 Höhlen an jeweils linker Kehre vorbei. Eine weggebrochene Straßenstelle ist mit einer Kette gesichert. In einer Linkskehre sieht man eine Steinpyramide mit rot-weißer Markierung, wo man rechts ehemaliger Straße weiter folgt. Links sieht man einen blauen Doppeldraht an einer Felsplatte zum Queren. Hier geht es zur Felskletterroute „Bettola“. Nach einer mit Ketten gesicherten Passage und einem Wasserfall erreicht man das Ende der Strada mitten im Wald (Ometto). Nach 1,5 Std. erreicht man über rot-weiß markierten Bergweg die Ruine ehemaliger Alpe Corte (665 m) und dann den Aussichtsfelsen Mott i Sass (670 m). Danach passiert man in nördliche Richtung eine schräge, wasserüberflossene Felsplatte. In linke obere Felsschlucht des Rio della Bettola hinein steigt man weiter ausreichend oft rot-weiß signalisiert hinauf zum großen Felsstein Or Piciocch (40 min.). Hinter dessen rechten Seite (gelber Rechtspfeil „Acqua“) befindet sich der Bach Rio Piciocch (760 m). Beim Fels nach links bleibt man weiter auf rot-weiß signalisiertem Pfad in nordöstliche Richtung zu einem Felsstein, wo man sich links hält (45 min.). Nach rechts zeigt ein gelber Pfeil „Or Pic“, den man ignoriert. 11 min. später gelangt man zur Felsaushöhlung Balma dül Giuvann (1025 m). Man steigt etwas linkshaltend die Schlucht weiter hinauf und über eine kettengesicherte Felstraverse an einer alten verrosteten Seilrolle damaliger Holzfäller vorbei zum Aussichtsfelsen Asaa. Nach 55 min. gelangt man zur letzten Wasserstelle Funtanin (1330 m) des Rio della Bettola unterhalb der Felskette mit den Satteln (Bocchetta) Saltir und Lavattel. Über letzteren gab es vor über 100 Jahren eine Holztransportseilbahn. Die Trekkingroute führt jedoch durch lichten Erlenwald zur Ruine ehemaliger kleiner Alpe Sauti (1435 m) in 18 min. Von hier wird die Wegerkennung schwieriger und man achtet auf die wenigen rot-weißen Markierungen. Hat man nach 2 min. keine mehr gesehen, ist man falsch. Im Zweifelsfall hält man sich mehr rechts zum Pass. Nur nicht nach links. Nach 40 min. hat man den Passo Sauti (Btta. di Saltir) erreicht. Auf der Nordseite an einem Baum prankt ein kleines, glänzendes VA-Schild mit gelochtem Text „Passo di Sauti“. Jemand schrieb mit Edding-Stift die Höhe 1610 m dazu. Darüber prankt das gelb-weiße Schildchen „Passo Sautir“. Ab hier beginnt der Nationalpark Val Grande. Auf der Nordseite steht eine Erle, an deren Stämmchen ein kleines gelbweißes Schildchen befestigt ist mit handgestempeltem Text „Alpe Rodugno“. Dessen Linksrichtung folgt man in nordwestliche Richtung hinab zu beginnendem Mischwald auf einem anfangs noch sichtbaren Pfad. Entgegen den Wegverhältnissen im Aufstieg auf der Südwestseite sieht man vorerst keine neuen Markierungen und Freischnittarbeiten mehr. Lediglich alte kleine, verbleichende rote Punkte und sehr wenige noch ältere gelbe Striche. Mit Beginn des Buchenwaldes dreht der Weg in nordöstliche Richtung. Plötzlich beginnen im steilen Wald an den Baumstämmen mit Markierungsspray Punkte in orangener Leuchtfarbe. Diese ziehen sich sinnvollerweise bis zur Ruine ehemaliger Alpe Orfalecchio durch. Denn im dichten Buchenlaub sind nirgendwo mehr Spuren der ehemaligen Stra di Vacch erkennbar. Mobilempfang ist in dieser entlegenen Gegend nicht mehr möglich. Und GPS-Empfang (zumindest von Garmin und Google Maps) fällt mit beginnenden Abstieg in die Schlucht des Rio Valgrande aus. Diese Route (Stra di Vech) ist auch nicht von einem Satelliten erkennbar. Ohne diese Markierungen wäre man ziemlich chancenlos, sich zu orientieren. Denn die Route folgt keiner Logik. Sondern wurde einst angelegt, wie der Holzabbau damals betrieben wurde. Nach 110 Jahren ist davon jedoch nichts mehr sichtbar. Für den Abstieg sollte man mehr Zeit einplanen als sonst üblich und über stark ausgeprägte Profilsohlen am Schuhwerk verfügen. Denn zu 85% traversiert man oberhalb der ehemaligen Alpe Orfalecchio ständig die 35° steilen Waldhänge auf rutschigen Schichten von Buchenlaub. Teleskopstöcke zu benutzen, ist hier sehr angebracht. Nach 70 min. im Abstieg sieht man an einem dicken Buchenstamm ein VA-Blechschild „Direzione Rodugno e Orfalecchio“. Darunter der mit roter Farbe geschriebene große Buchstabe „R“ mit Pfeil nach unten. Darunter mit orange einen Rechtspfeil. Diesem folgt man über kaum wahrnehmbaren bewaldeten Bergrücken im Zickzack hinab. Nach 55 min. kommt man bei den beiden Ruinenresten ehemaliger Alpe Rodugno (1319 m) an. Inzwischen ist ehemalige frei geschlagene Lichtung mit Bäumen wieder bewachsen, so dass es keine Sicht mehr gibt nach Osten und Südosten über das Tal des Rio Valgrande. Man folgt dem Blechschild „Stra di Vacch“. 7 min. später sieht man an einem Baum rote Buchstaben „BIH“ nach unten links weisend. Diese führen nur zu einer Felsaushöhlung. Man blickt bei dem Baum nach links hinauf zu nächsten Bäumen, wo an einem ein kleines gelb-weißes Schild „Stra di Vacch“ genagelt ist. Dorthin wendet man sich, um weiter durch unangenehm steile rutschige Buchenhänge hinab zu steigen, den orangenen Punkten folgend. Bevor die Markierungspunkte aufgesprüht wurden, ist an vielen Bäumen die Rinde an der Stelle zuvor abgeschabt worden. Dies wird erkennbar bleiben, selbst, wenn die Farbe irgendwann verblichen ist. 100 min. später gelangt man zu einem Buchenstamm, wo ein handgeprägtes Blechschild „Orfalecchio“ weiter nach unten weist. 15 min. später gelangt man ostwärts zu einem Steinpodest mit Steinmann. Die ehemalige obere Alpe Orfalecchio (815 m). Dort hat jedoch ein Windbruch allen Bäumen gegenüber für deren Lichtung gesorgt. Dort gibt es also auch keine orangenen Orientierungspunkte mehr. Sondern da schlägt man sich durch geradeaus hinab etwas rechts umgehend. Danach trifft man wieder auf die orangenen Punkte an den Baumstämmen. Diesen folgt man in 20 min. ostwärts hinab zu der großen mit Efeu bewachsenen großen Ruine ehemaliger unterer Alpe Orfalecchio. 15 min. später stößt man auf die künstlich gebaute Oberfläche des ehemaligen „Kühlschranks“ der Alpe Orfalecchio mit dem Lichtfenster, das mit Holzbohlen und (inzwischen) mit Maschengitter abgedeckt ist. Von der ostseitigen aufgeschichteten Mauer führt südwärts eine steile Steintreppe hinab zum Bivacco. Oder man umgeht diese Stelle in einem Linksbogen zur südlichen Rückseite des Bivaccos.
Teleskopstöcke
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Nr. 1 vom 23.11.2021
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