TourenFührer - Route

Gipfel: Hoher Ifen / Hochifen, 2230 m

Hanspeter Willi

Route: Sibratsgfäll, Hirschgundtal – Lohmoosalpe – Scharte – Gottesacker - Ifenmauer

Sibratsgfäll, Hirschgundtal – Lohmoosalpe – Scharte – Gottesacker - Ifenmauer
Alpine Wanderung
1432 m
5.0 Stunden
Ausgangspunkt der Route bildet die österreichisch-deutsche Landesgrenze (956 m) im Hirschgundtal, da auf deutschem Gebiet ein Fahrverbot besteht.
Hierher ab Sibratsgfäll mit Auto auf einer schmalen, aber guten Teerstrasse (3 km).

Man folgt der flach verlaufenden Teerstrasse auf deutschem Staatsgebiet, bis sie ungefähr einen Kilometer hinter den Häusern von Hirschgund (956 m) den Achbach (auch Schönbach genannt) berührt.
Schwierigkeit: T1, Strasse.
Zeitbedarf: 30 Minuten.
Distanz: etwa 2½ Kilometer.

Hier überquert man den Achbach und steigt anschliessend auf einem markierten Pfad etwa 300 Höhenmeter steil den Mischwald hoch.
Anschliessend führt der nun flach verlaufende Pfad unterhalb der Kesslerwand ostwärts zur ehemaligen Kessleralpe. Auf deren überwachsenen Weiden verliert sich der Pfad. Man überschreitet den dort herunterkommenden Bach und steigt auf der anschliessenden Weide auf allfällig vorhandene Markierungen achtend in etwa dem Bach folgend aufwärts, bis der Pfad etwas höher wieder gut sichtbar einsetzt.
Der Pfad überquert dann den Bach wieder und folgt diesem, bis er sich nach etwa 200 Meter verzeigt.
Hier nimmt man den Pfad bergwärts über eine Stufe hoch zur auf 1600 m gelegenen, heute noch bewirtschafteten Lohmoosalpe.
Schwierigkeit: T3, mehrheitlich Pfad, rotweiss markiert.
Zeitbedarf: 1¾ Stunden.

Die Lohmoosalpe liegt an der Westseite eines langgezogenen Tälchens. Man durchschreitet nun das Tälchen spärlichen Begehungsspuren folgend Richtung Osten, bis man nach knapp 1½ Kilometer auf den ausgeprägten, vom Windecksattel zur Scharte führenden Wanderweg stösst.
Schwierigkeit: T3, weglos, aber markiert.
Zeitbedarf: 20 Minuten.

Diesem folgt man nun über Grashänge und wenig Schutt zur 1967 m hohen Scharte der Oberen Gottesackerwände. An der Scharte erblickt man erstmals in eindrücklich wunderbarem Bild den noch fernen Hohen Ifen über dem Karrenfeld des Gottesackers.
Schwierigkeit: T2, markierter Pfad.
Zeitbedarf: 25 bis 30 Minuten.

Ab Scharte hält man etwas westwärts und steigt dann weglos den Markierungen folgend im von Legföhren und Gras durchsetzen, karstigen Gelände hinunter auf den flachen, auf 1835 m gelegenen Talsattel der ehemaligen Gottesackeralpe.
Schwierigkeit: T3, markiert, weglos, Karstgelände.
Zeitbedarf: 20 Minuten.

Nun folgen in faszinierend schöner Umgebung knappe zwei Kilometer sanfter Aufstieg über das Karstgelände des Gottesackers. Die Route ist ausreichend gut markiert, verlangt aber stete Aufmerksamkeit, da kein durchgehender Pfad vorhanden ist. Schrattenkalk wechselt mit Schutt und Gras, das Gelände ist zudem durchsetzt von Legföhren und von allerlei Tälchen und Hügelchen durchzogen. Dementsprechend langwierig gestaltet sich das Vorwärtskommen.
Etwa 500 m vor der Bergstation 'Ifen 2000' (2026 m) kommt man dann in offenes Gelände, wo man auf die Bergstation der Beförderungsanlagen zuhält.
Schwierigkeit: T3, ausreichend rotweiss markiert, weglos, Karstgelände.
Zeitbedarf: 1 Stunde.

Hier bietet sich alternativ die Möglichkeit, mit einigen zusätzlichen Höhenmetern dem Gratrücken folgend zum unbedeutenden, für das Bahnvolk mit einem Kreuz hergerichtete Hahnenköpfle (2143 m) aufzusteigen.
Schwierigkeit: T4, weglos, plus 120 Höhenmeter.
Zeitbedarf: plus 15 Minuten.

Für beide Routen ist anschliessend ein kurzer, markierter Abstieg ins sich südlich der Bergstation erstreckende Tälchen notwendig.
Von hier steigt man in südöstlicher Richtung auf einem ausgeprägten Pfad im wenig steilen Schutt empor zur Ifenwand. Diese wird an ihrer deutlich erkennbaren Schwachstelle durchstiegen. Die schwierigste Stelle ist drahtseilversichert, das Gelände nirgends wirklich ausgesetzt. Trotzdem ist hier Schwindelfreiheit notwendig.
In sanftem Anstieg über das flache Gipfeldach erreicht man daraufhin das Gipfelkreuz am höchsten Punkt.
Schwierigkeit: T3, blauweiss markierter und stellenweise drahtseilversicherter Pfad.
Zeitbedarf: 45 Minuten bis 1 Stunde.
Bei einwandfreien Tourenbedingungen, wie man sie im Sommer und Herbst normalerweise antrifft, ist nebst festem Schuhwerk keine weitere bergtechnische Ausrüstung notwendig.
Rechnet man mit erschwerten Verhältnissen wie Hartschnee, Eis oder gefrorenen Böden, entschärft das Mitführen und die Verwendung von Steigeisen brenzlige Situationen und hilft, unnötige und leider allzu oft tragisch endende Bergunfälle zu verhindern.

Hinweise:
Landschaftlich hervorragend schöne Tour.
Der zur Hochsaison fast unvermeidbare Volksauflauf im Gipfelbereich lässt sich durch geschickte Terminplanung umgehen.
Während man auf der Nordseite der Oberen Gottesackerwände immer wieder auf Wasserläufe trifft, findet man im Gebiet des Gottesackers und am Hohen Ifen selbst kein Wasser. Es wird empfohlen, genügend Flüssigkeit mitzunehmen.
Ist die Landesgrenze bei Sibratsgfäll Ausgangs- und Endpunkt der Tour, bildet der Abstieg über das Löwental eine auch landschaftlich sehr abwechslungsreiche Alternative.

Zur besonderen Beachtung: 
Bei Schneelage ist die Begehung des Gottesackers ausgesprochen heikel, es besteht Spaltensturzgefahr.
Ergänze diese Route (Sibratsgfäll, Hirschgundtal – Lohmoosalpe – Scharte – Gottesacker - Ifenmauer) mit ÖV-Haltestellen, indem du den Eintrag bearbeitest.
Nr. 4 vom 21.04.2018
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Hanspeter Willi

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