Voralphorn (3203m)11.04.2026
Verhältnisse vom 11.04.2026
Gross Spannort (3198m): Gross Spannort - Krönten - Bärenhorn
Start um 09:00 mit T-Shirt bei warmen Temperaturen von 5 Grad bei P1566 auf der schneebedeckten Sustenpassstrasse.
Heute ist Samstag, am Start waren exakt 52 Autos und ein E-Bike, nähmlich meins. Ich war erstaunt nicht der allerletzte gewesen zu sein.
Das Chlialp Tal lag noch im Schatten und bei Rossplanagg ist ein grosser Lawinenkegel verstreut, somit heute lieber etwas weiter hinten bei Wissgand hochsteigen.
Der Hang nach Rotgand war um 10:00 noch immer gefroren, wies aber eine griffige Spur auf. Weiter oben bis 2300Hm hätte ich jedoch fast die Schlittschuhe gebraucht, resp. trotz geringer Steigung war es extrem glasig und rutschig, jedoch mit Harscheisen wäre es ein leichtes gewesen. Ich war jedoch etwas unter Zeitdruck und hatte keine Zeit dafür. Der Schlussaufstieg zum Gross Spannort ist stark sonnenexponiert und sollte möglichst früh angegangen werden. Somit bin ich da mit dem Turbo-Modus hochgestiegen und habe insgesamt ganze 16 Tourengänger überholt. Die Kommentare zu meinen hochgezogenen Hosen habe ich ignoriert.
Der Schlussaufstieg bis zum Gletscher wies bereits angenehmen Sulz auf. Nach einer kurzen Fellabfahrt in sehr lockerem Schnee hinab zum Spannortgletscher und nach einem kleinen Wiederaufstieg, stand ich schon beim Spannortjoch, wo der Skidepot unter einen Felsen liegt. Beim anziehen der Steigeisen kamen bereits ein paar Tourengänger entgegen. Die erste Stelle sah extrem steil aus, so, dass die Leute da viel Zeit brauchten. Ein Einzelgänger berichtete mir, dass nur die unterste Stelle, die gänzlich im Schnee hochgestiegen werden muss, anspruchsvoll sei. Während dem Gespräch ist ein anderer ein paar Meter ausgerutscht, zum Glück im Couloir und nicht bei den Felsen...
Mit gemischten Gefühlen stieg ich mit Stock und Pickel die erste Passage hoch. Der Schnee war bereits durchfeuchtet und meine Stöcke waren da aufgrund der Länge viel hilfreicher als der Pickel. Einige Schritte brachen bereits durch, so, dass ich nebenan neue einschlagen musste. Nach dieser mühsamen Passage lief ich zu den Felsen und war erstaunt, wie einfach diese zu erklettern sind (II-). Zuletzt kommt nochmals eine kleine Felspassage (I+) und schon stand ich auf dem Gross Spannort. Etwas genervt war ich, dass ich heute das Seil dabei hatte und es wirklich nicht brauchte.
Obwohl ich noch immer unter Zeitdruck stand genoss ich oben die Aussicht mit Mittagsessen und begann erst um 13:30 mit dem Abstieg.
Bei der oberen kleinen Felspassage war ich erstaunt, dass hier noch ein Italiener hochkam und mein Pickel bewunderte; ich musste es ihm fast schon aus der Hand reissen um es zurückzubekommen...
Die längere Felspassage bereitete auch keine Probleme. Ich hatte mehr Respekt von der untersten Stelle, da die Zeit dafür eigentlich schon viel zu spät war. Nanu, Schritt für Schritt ging es rückwärts hinab. Jeder 3-4 Tritt brach durch zum nächsten, was nervenaufreibend war. Den Pickel habe ich versorgt und benutzte nur noch beide Stöcke, die bis zur Handschlaufe durchbrachen, aber so mir wenigstens etwas Stabilität gaben. Unten angekommen machte ich mir etwas sorgen um den Italiener oben...
Mit den Fellen an den Ski lief oder fuhr ich leicht hinab spurlos auf dem Glatt Firn. Die Route hoch zur Kröntenlücke hatte trotz 52 Autos keine Aufstiegsspur! Das Spuren war hier mühsam, denn der Schnee war wie Styropor völlig unbefestigt. Ich war froh, bei der Kröntenlücke wenigstens eine Einpersonenspur von Süden kommend gefunden zu haben. Weiter oben auf Hartschnee griffen die Felle wieder besser. Wie die Spuren des Vorgängers aufwiesen, machte ich auch bei ca. 2950hm Skidepot. Anders als er bin ich jedoch ohne Steigeisen und Pickel weiter auf dem W-Grat des Krönten gelaufen. Der Hauptgipfel auf dem Felsen erreicht man einfach, wenn man diesen kurz östlich durch ein Couloir hochsteigt und den Gipfel von hinten angeht. Da auch ein Sicherungsring gesichtet.
Wieder zurück zum Skidepot und eine schöne Hart-, Sulzabfahrt- und Styroporabfahrt genossen. Auf dem Gletscher wieder angefellt und eintönig die gleiche Route wieder zurück. Ich habe beim Rückweg noch den Bärenhorn mitgenommen. Um 17:20 war nun wirklich langsam Zeit für die finale Abfahrt. Das Wetter machte langsam zu und es begann plötzlich zu regnen.
Ich fuhr durch das Chüefadfien. Zuoberst noch immer sehr schöner Sulzschnee. Mittig musste ich aufpassen, dass ich keine Nassschneelawinen auslöse, resp. ich fuhr sehe schnell hinab. Unten im Tal war der Schnee klebrig und ich musste viel Stockeinsatz bis zum Ausgangspunkt leisten.
2.45 Std. Chüefadpass
3 Std. Spannortjoch
4 Std. Gross Spannort
4.30 Std Abstieg
5.15 Std. Skidepot
6.45 Krönten
8.15 Std Bärenhorn
9.15 Std. P1566
Heute ist Samstag, am Start waren exakt 52 Autos und ein E-Bike, nähmlich meins. Ich war erstaunt nicht der allerletzte gewesen zu sein.
Das Chlialp Tal lag noch im Schatten und bei Rossplanagg ist ein grosser Lawinenkegel verstreut, somit heute lieber etwas weiter hinten bei Wissgand hochsteigen.
Der Hang nach Rotgand war um 10:00 noch immer gefroren, wies aber eine griffige Spur auf. Weiter oben bis 2300Hm hätte ich jedoch fast die Schlittschuhe gebraucht, resp. trotz geringer Steigung war es extrem glasig und rutschig, jedoch mit Harscheisen wäre es ein leichtes gewesen. Ich war jedoch etwas unter Zeitdruck und hatte keine Zeit dafür. Der Schlussaufstieg zum Gross Spannort ist stark sonnenexponiert und sollte möglichst früh angegangen werden. Somit bin ich da mit dem Turbo-Modus hochgestiegen und habe insgesamt ganze 16 Tourengänger überholt. Die Kommentare zu meinen hochgezogenen Hosen habe ich ignoriert.
Der Schlussaufstieg bis zum Gletscher wies bereits angenehmen Sulz auf. Nach einer kurzen Fellabfahrt in sehr lockerem Schnee hinab zum Spannortgletscher und nach einem kleinen Wiederaufstieg, stand ich schon beim Spannortjoch, wo der Skidepot unter einen Felsen liegt. Beim anziehen der Steigeisen kamen bereits ein paar Tourengänger entgegen. Die erste Stelle sah extrem steil aus, so, dass die Leute da viel Zeit brauchten. Ein Einzelgänger berichtete mir, dass nur die unterste Stelle, die gänzlich im Schnee hochgestiegen werden muss, anspruchsvoll sei. Während dem Gespräch ist ein anderer ein paar Meter ausgerutscht, zum Glück im Couloir und nicht bei den Felsen...
Mit gemischten Gefühlen stieg ich mit Stock und Pickel die erste Passage hoch. Der Schnee war bereits durchfeuchtet und meine Stöcke waren da aufgrund der Länge viel hilfreicher als der Pickel. Einige Schritte brachen bereits durch, so, dass ich nebenan neue einschlagen musste. Nach dieser mühsamen Passage lief ich zu den Felsen und war erstaunt, wie einfach diese zu erklettern sind (II-). Zuletzt kommt nochmals eine kleine Felspassage (I+) und schon stand ich auf dem Gross Spannort. Etwas genervt war ich, dass ich heute das Seil dabei hatte und es wirklich nicht brauchte.
Obwohl ich noch immer unter Zeitdruck stand genoss ich oben die Aussicht mit Mittagsessen und begann erst um 13:30 mit dem Abstieg.
Bei der oberen kleinen Felspassage war ich erstaunt, dass hier noch ein Italiener hochkam und mein Pickel bewunderte; ich musste es ihm fast schon aus der Hand reissen um es zurückzubekommen...
Die längere Felspassage bereitete auch keine Probleme. Ich hatte mehr Respekt von der untersten Stelle, da die Zeit dafür eigentlich schon viel zu spät war. Nanu, Schritt für Schritt ging es rückwärts hinab. Jeder 3-4 Tritt brach durch zum nächsten, was nervenaufreibend war. Den Pickel habe ich versorgt und benutzte nur noch beide Stöcke, die bis zur Handschlaufe durchbrachen, aber so mir wenigstens etwas Stabilität gaben. Unten angekommen machte ich mir etwas sorgen um den Italiener oben...
Mit den Fellen an den Ski lief oder fuhr ich leicht hinab spurlos auf dem Glatt Firn. Die Route hoch zur Kröntenlücke hatte trotz 52 Autos keine Aufstiegsspur! Das Spuren war hier mühsam, denn der Schnee war wie Styropor völlig unbefestigt. Ich war froh, bei der Kröntenlücke wenigstens eine Einpersonenspur von Süden kommend gefunden zu haben. Weiter oben auf Hartschnee griffen die Felle wieder besser. Wie die Spuren des Vorgängers aufwiesen, machte ich auch bei ca. 2950hm Skidepot. Anders als er bin ich jedoch ohne Steigeisen und Pickel weiter auf dem W-Grat des Krönten gelaufen. Der Hauptgipfel auf dem Felsen erreicht man einfach, wenn man diesen kurz östlich durch ein Couloir hochsteigt und den Gipfel von hinten angeht. Da auch ein Sicherungsring gesichtet.
Wieder zurück zum Skidepot und eine schöne Hart-, Sulzabfahrt- und Styroporabfahrt genossen. Auf dem Gletscher wieder angefellt und eintönig die gleiche Route wieder zurück. Ich habe beim Rückweg noch den Bärenhorn mitgenommen. Um 17:20 war nun wirklich langsam Zeit für die finale Abfahrt. Das Wetter machte langsam zu und es begann plötzlich zu regnen.
Ich fuhr durch das Chüefadfien. Zuoberst noch immer sehr schöner Sulzschnee. Mittig musste ich aufpassen, dass ich keine Nassschneelawinen auslöse, resp. ich fuhr sehe schnell hinab. Unten im Tal war der Schnee klebrig und ich musste viel Stockeinsatz bis zum Ausgangspunkt leisten.
2.45 Std. Chüefadpass
3 Std. Spannortjoch
4 Std. Gross Spannort
4.30 Std Abstieg
5.15 Std. Skidepot
6.45 Krönten
8.15 Std Bärenhorn
9.15 Std. P1566
Wetterumschwung beachten.
Letzte Änderung: 11.04.2026, 20:52Aufrufe: 370 mal angezeigt
Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung
Gross Spannort (3198m)
Gross Spannort - Krönten - Bärenhorn
Karte


