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Hochtour
2 Personen
Hauptziel erreicht
gut
Hart
A) Zustieg Zum Eccles Biwak noch weitgehend problemlos, wenn man vor 11:00 das Blankeisstück am ersten Steilaufschwung (Blankeis) des Gletschers passiert. Es setzt schlagartig gefährlicher Steinschlag ein, sobald die Sonne oben die Felsen erwärmt.
B) Eccles Biwak: da die alte Schachtel zerstört ist, gibt es seit längerem nur noch 4 gute Schalfplätze + 2 unter der Sitzbank (unangenehm) + 1,5 in der Mitte am Boden (da trampeln dann die Leute immer drüber....). Wir waren zum Glück nur zu 6. (4x Innominatagrat).
C) Pt Eccles: Schnee auf den Bändern wenig störend. Sind leider auf den Letzten 50m zu früh links hoch und mussten auf Westseite abseilen und dort Sichern, um zum Col Eccles zu kommen.
D) Abseilen in den Freney Kessel: Sehr gut. Erst Orographisch linkes Ufer der Rinne vom Col Eccles 3* 40-50m, Beim 3. Abseiler dann nach rechts (orographisch) und an Block zur letzten Abseilstelle von der man über die erste Spalte auf den flachen Teil des Freney Kessels gelangt. Dort nach Osten queren, bis man in eher direkter Linie zum Pfeiler aufsteigen kann. Die Randkluft war bei uns einfach zu überwinden. So spart man sich die lange Querung im 50° Gelände.
E) Pfeiler selbst: Schnee auf Bändern. Kurz vereister Fels über dem Eiszapfendach (dadurch kurz schwierig und heikel) vor dem Schneegrat zur Chandelle. Wir haben alles mit Kletterschuhen gemacht. Auch das Abreiten des Schneegrates zur Chandelle. Nach den 3 Schlüsselseillängen (ausreichend fixes Material drin) hat es leider angefangen zu schneien. Wir hatten Glück, dass der Fels noch genügend Restwärme hatte und wir oben waren, bevor er vereiste.
F) Mixed und Grat: Fixseil im schwersten Teil unten. In der Höhe für alle nicht perfekt akklimatisierten Begeher eine Tortur. Und wer ist schon perfekt akklimatisiert. Und dann der Grat, der zieht sich noch einmal gewaltig.
Mit den nun kurzen Tagen und den Schneefällen dürfte die heuer für den Pfeiler ohnehin schlechte Saison vorbei sein.
Für mich der 4. Anlauf zu der Tour. Einmal Innominatagrat wegen zuviel Schnee, einmal umgedreht weil zu warm (Nullgratgrenze>4500m und brutaler Steinschlag am Pfeiler), einmal umgedreht weil das letzte Gewitter in der Nacht am Eccles Biwak statt wenigen cm doch mehr als 20cm runtergelassen hatte) Die ersten 90% der Höhenmeter war alles traumhaft. Für mich hat die Tour der Leiden erst nach den 3 Schlüsselseillängen der Chandelle angefangen! Genau, als es anfing zu schneien musste ich mich dreimal Übergeben. Ich hatte vorher einen Powerbar gegessen und mit Mineraltabletten versetztem Wasser runtergespült. Diese Mischung in Verbindung mit der Anstrengung und der Höhe ist mir nicht bekommen. Auf jeden Fall konnte ich danach auch nichts mehr zu mir nehmen sondern musste Reserven mobilisieren. Wir hatten uns eigentlich ganz gut Akklimatisiert. Komplette Hochtourenwoche vorher. 5x Gipfelhöhen an die 3900m, einmal davon 4100m. Schlafhöhe von bis ca. 3500. Der Wetterbericht war auch am Vortag noch einwandfrei, er wurde dann am Tourentag korrigiert auch kurze Niederschläge am Nachmittag. Der perfekte Tag wäre der darauffolgende gewesen.
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Letzte Änderung: 15.09.2021, 11:51Aufrufe: 826 mal angezeigt

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