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BikeGuter Eintrag
1 Person
20-50 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Ich begann und endete die Tour nicht am Bodensee, sondern fuhr ab 21:00 Uhr am Vor-Vorabend aus dem Schussental über die oberschwäbischen „Wald- und Hopfenhügel“ (Schlier, Grünkraut, Obersulgen, Obereisenbach, Tannau, Laimnau und nach der Brücke über die Argen auf dem Kiesweg entlang dem östlichen Ufer des Flusses) bis zur südlichsten Brücke über die Argen, dem Argensteg, wo man dann auf den Radrundweg bei Kressbronn a.B stößt. Dies macht hin und zurück jeweils 33 km und ca. 380 Hm aus, die zum eigentlichen Bodensee-Radrundweg hinzukommen. Wegen den ungewohnt warmen Temperaturen fuhr ich durch die Nacht im Uhrzeigersinn durch Vorarlberg und befand mich mit Beginn des Morgengrauens bereits mitten im Kanton Thurgau. Bis Rorschach benutzte ich meist die Straßen, welche um diese Zeit leer waren bis auf paar „Nachtschwärmer“.
Der für mich persönlich schönsteTeil der gesamten Route ist der westlichste Abschnitt, dem Untersee auf schweizer Seite (von Ermatingen bis Stein am Rhein) sowie deutscher Seite um die Halbinsel Hörli (Schiener Berg), sowie der Abstecher auf die Reichenau. Hier sieht man viel vom Ufer und dem gegenüberliegenden Ufer. Auch herrscht tagsüber nicht so viel Verkehr. Mühsam (höhenintensiv) ist der Streckenabschnitt über Bodmanrück, wo man obendrein nicht viel vom See sieht. Den weiteren Wetterausblick holt man sich vom aktuellen Wetterbericht.
Bereits zweimal hatte ich diese Rundtour vor Jahren mal gestartet. Das erste mal zu zweit mit dem Zug nach Friedrichshafen und von dort auf einem Tourenrad entgegen dem Uhrzeigersinn bis zur Insel Reichenau, wo wir dann wegen Dauerregen und schlechter Vorhersage abbrachen und mit dem Schiff von Konstanz nach Friedrichshafen zurückfuhren. Das zweite mal zu zweit auf Tourenrad und Anhänger direkt aus dem Schussental über die oberschwäbischen „Wald- und Hopfenhügel“ nach Langenargen und im Uhrzeigersinn bis Rorschach, wo wir wieder wegen schlechtem Wetter abbrachen und mit der Fähre nach Friedrichshafen und mit dem Zug zurückfuhren. Dieses Mal war die Wettervorhersage stabil und die Nächte nicht allzu kalt. Auch war ich besser ausgerüstet, machte nicht den Fehler, mit einem kraftzehrenden Anhänger zu fahren, sondern nur wenig Gepäck (Iso-Matte, Einmann-Zelt). Und entscheidend: ich hatte zudem ein gutes Gefährt mit elektrischer Unterstützung, mit welchem ich seit 5 Jahren auch die eine oder andere Bergtour kombinierte: Das 20“ Mini-Lastenrad Modell Tern HSD S8i mit einem Bosch drive Unit 25 km/h mit 250 W Nennleistung und 50 Nm Drehmoment. Dieses verfügt über einen Rahmen-Akku Li-ion Powerpack mit Ausgangsleistung 500 Wh und Kapazität 13,4 Ah, Fabr. Bosch. Ausgerüstet hatte ich das Radl für diese Tour mit einem Gepäckträger „Hauler Rack“ und einer kleinen Transportplattform „Cargo Try“ an der starren Lenksäule jeweils Fabr. Tern. Außerdem hatte ich dabei 2 Ersatz-Akkus, einen gleichen wie schon vorhanden am Rad (2,6 kg), und einen mit 400 Wh (11 Ah, 2,5 kg), sowie Flickzeug, Werkzeug und eine Luftpumpe für den Fall einer Reifenpanne. Obwohl mehr Gewicht durch die Akkus, war ich dennoch gut beraten mit 2 Ersatzakkus. Somit war ich sehr flexibel hinsichtlich der Orte, wo man einen Akku aufladen kann. Um 03:30 Uhr war in Arbon (Thurgau) nach 88 km erster Powerpack 500 leer. Der Hersteller gibt eine Reichweite an von 75 bis 150 km, je nach Fahrweise. Mit dem 400 Wh Akku fuhr ich dann weiter. Um 09:15 Uhr war dieser dann nach weiteren 65 km bei Wangen (Halbinsel Hörli) ebenfalls leer (Herstellerangabe: 60 bis 120 km Reichweite). Ich benutzte während der Tour den Unterstützungsfaktor 40% („Eco“), wenn es bergab ging, meistens jedoch den Faktor 100% („Tour“). Bergauf schaltete ich auf 180% („Sport“), wenn es steil wurde auf 270% („Turbo“). Mein geplantes Tagesziel hatte ich bereits um 12:30 Uhr erreicht: den Campingplatz auf der Insel Reichenau. Dort machte ich erste Ladepause (Steckdosen im Aufenthaltsraum), Essen- und Trinkpause, sowie Siesta am Badestrand. Da die Tour bisher gut lief, der Tag noch lang war und ich noch einigermaßen fit war nach der Pause, entschied ich mich, weiterzufahren. In der Konstanzer Altstadt ging es nur noch in stop & go zum Hafen („Touristen-Rush-Hour“: 16:00 Uhr). Weiter dann in Richtung Mainau. Erst danach wurde es ruhiger, aber auch anstrengender: über den Bodmanrück (höchster Punkt der Tour). Um 18:00 Uhr erreichte ich nach 244 km und 1457 Hm Ludwigshafen a.B. Leider war der Campingplatz wegen Überfüllung geschlossen. Zumindest lud ich dann in der Parkstraße von Ludwigshafen beim Strandplatz einen Akku zum Teil auf. Dort gibt es verschließbare Spinte mit einer 220VAC Steckdose. Auf der Rückseite eine Luftpumpe. Für die Schließfächer zahlt man eine 1€-Münze und benötigt eine 2€-Münze als Pfand (bekommt man zurück beim Öffnen des Schließfaches). Die Ladezeit von 2 Stunden nutzte ich für eine Brotzeit und ein Nickerchen neben dem beruhigenden Plätschern eines Springbrunnens. Anschließend fuhr ich noch 16 km mit 46 Hm auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz. 2 weitere Campingplätze waren ebenfalls überfüllt. Beim Mini-Campingplatz Brändle-Köhne in Nußdorf kam ich dann unter (kostet € 8,0 pro Person, € 6,00 für Mini-Zelt, sowie € 4,10 Kurtaxe, Stand: 2026). Am folgenden Morgen dann Start um 06:15 Uhr. 3 Stunden später war ich dann wieder am Argensteg. Dazwischen beim Bäcker in Meersburg kurze Cafe-Pause gemacht. Nach 75 km, 476 Hm kam ich schlußendlich zurück nach Hause. Bilanz insgesamt: 336 km; 1983 Hm; auf Tour einschließlich Lade- und Pausenzeiten: 27¾ Std., zzgl. einer Übernachtung (mit Akku-Aufladung); reine Fahrzeit: 20¼ Std.
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Letzte Änderung: 26.05.2026, 14:56Aufrufe: 153 mal angezeigt

Metadaten

Kartenmaterial

Kartenmaterial
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