Frygebirg-Westgipfel (2741m)12.09.2026
Verhältnisse vom 19.07.2022
Schijenflue / Schijenfluh (2627m): Westverschneidung
Durch die Schijenfluh Westwand entlang einer eindrücklichen Riss- und Verschneidungsreihe.
In freier Kletterei bis 7a. Zwingend ca. 6b.Die Route ist vernünftig saniert. Holzkeile braucht man nicht zu verwenden :-). Die Absicherung ist gut+ mit ein paar zusätzlichen Cams. Der Fels der ganzen Route ist eher rau, überhaupt nicht marmorartig, wie manchmal beschrieben.
Den Einstieg kann man nicht verfehlen (eindeutige Rissreihe).
Die Verschneidung war oft nass und teilweise moosig. Der Klimawandel hat mit sich gebracht, dass es jetzt meist trocken ist, und kein Moos mehr wächst. Die Route wqurde mehrmals saniert.
Routenbeschrieb im Kletterführer Rätikon, oder im SAC Führer Graubünden
1. Begehung: P.Diener, M.Niedermann 1957(Direktausstieg: F.Anderrüthi, K.Grüter 1959). Früher war das eine 'Pausetour' und dort mit 6/A2 angegeben.
Gehörte lange zu den schwierigsten Führen der Ostschweiz, unterdessen gilt sie als beliebte Sportkletterei, mit hervorragendem Fels. Der Orginalweg ab der 9.SL wird heute kaum mehr benutzt.
SL1: Der Fels ist ziemlich glatt und etwas splittrig, Schwierigkeiten sind aber moderat.
SL2 ist überm Stand gleich SEHR hart. Die 6c bezieht sich auf Sachsen oder Yosemite-Rissbewertung. Der Standardkletterer wird das eher als schwerer empfinden. Für viele wird sich nicht mal der Versuch lohnen. Lieber gleich in Bh2 und Bh3 fassen, Hau Ruck und fertig. Rotpunktafficionados probierens am Besten ohne Rucksack.
SL bis zur Kanzel: Überraschend guter Fels und und durchgehend schöne Kletterei bis in die Verschneidung.
Die letzten 5 m der 6b Länge in die Verschneidung rein sind tatsächlich 6b (sieht leichter aus) und ziemlich unangenehm (Ausspreizen auf sehr flachen Dellen in glatten Wänden).
Dann weiter gute klare Kletterei in steiler griffiger Verschneuidung.
Das Dach entpuppte sich hauptsächlich als Kamin. Crux ist, sich dabei einmal zu drehen und dann den Fuss sehr weit nach L auf einen Tritt zu bringen (das ist für 7a eher mild bewertet). Danach geht‘s an recht großen Griffen (aber steil!) ums Eck.
SL10: Danach eine SL sehr schön, und besonders schöner Hangelquergang unterm nächsten Dach an Riesengriffen. Wenn man fast am Stand ist und denkt man wäre aus der Verschneidung raus, dann kommt der Hammer (1-2 Moves an der linken Kante/um die Kante rum). Sehr schlechte Tritte und nur die senkrechte Kante zu halten..... Das ist gefühlt eher 6c-7a Bereich, definitiv schwerer als das große Dach.
SL11: Die Belohnung kommt in der letzten sehr schönen Wasserrillenplatte (sehr leicht) zum Gipfel.
Letzte Änderung: 09.08.2026, 15:07Aufrufe: 1119 mal angezeigt
Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung
Schijenflue / Schijenfluh (2627m)
Westverschneidung
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