Menu öffnen Profil öffnen

Routenbeschreibung
Schijenflue / Schijenfluh (2627m)

Westverschneidung

Durch die Schijenfluh Westwand entlang einer eindrücklichen Riss- und Verschneidungsreihe. In freier Kletterei bis 7a. Zwingend ca. 6a+/6b.

Material:
10-12 Express, meistens gute Bohrhaken. Ein paar Keile und einige Friends/Cams sind von Vorteil.
---------------------------------------------------------------------------
Routenbeschrieb im Kletterführer Rätikon, oder im SAC Führer Graubünden
1. Begehung: P.Diener, M.Niedermann 1957(Direktausstieg: F.Anderrüthi, K.Grüter 1959). Früher war das eine 'Pausetour' und dort mit 6/A2 angegeben. Die Verschneidung war oft nass und teilweise moosig. Der Klimawandel hat mit sich gebracht, dass es jetzt meist trocken ist, und kein Moos mehr wächst. Die Route wqurde mehrmals saniert.
Gehörte lange zu den schwierigsten Führen der Ostschweiz, unterdessen gilt sie als beliebte Sportkletterei, mit hervorragendem Fels. Der Orginalweg ab der 9.SL wird heute kaum mehr benutzt.

SL1: Der Fels ist ziemlich glatt und etwas splittrig, Schwierigkeiten sind aber moderat.
SL2 ist überm Stand gleich SEHR hart. Die 6c bezieht sich auf Sachsen- oder Yosemite-Rissbewertung. Der Standardkletterer wird das eher als schwerer empfinden. Für viele wird sich nicht mal der Versuch lohnen. Lieber gleich in Bh2 und Bh3 fassen, Hau Ruck und fertig. Rotpunktafficionados probierens am Besten ohne Rucksack.
Seillängen bis zur Kanzel: Überraschend guter Fels und und durchgehend schöne Kletterei bis in die Verschneidung.
Die letzten 5 m der 6b Länge in die Verschneidung rein sind tatsächlich 6b (sieht leichter aus) und ziemlich unangenehm (Ausspreizen auf sehr flachen Dellen in glatten Wänden).
Dann weiter gute klare Kletterei in steiler griffiger Verschneuidung.
Das Dach entpuppte sich hauptsächlich als Kamin. Crux ist, sich dabei einmal zu drehen und dann den Fuss sehr weit nach L auf einen Tritt zu bringen (das ist für 7a eher mild bewertet). Danach geht‘s an recht großen Griffen (aber steil!) ums Eck.
SL10: Danach eine SL sehr schön, und besonders schöner Hangelquergang unterm nächsten Dach an Riesengriffen. Wenn man fast am Stand ist und denkt man wäre aus der Verschneidung raus, dann kommt der Hammer (1-2 Moves an der linken Kante/um die Kante rum). Sehr schlechte Tritte und nur die senkrechte Kante zu halten..... Das ist gefühlt eher 6c-7a Bereich, definitiv schwerer als das große Dach.
SL11: Die Belohnung kommt in der letzten sehr schönen Wasserrillenplatte (sehr leicht) zum Gipfel.

10-12 Exen; Ein Satz Cams
Von Partnun, weit nach S ausholend (Alpenrosen vermeidend) hoch Richtung Stock (minimale Wegspuren oder weglos). Man trifft unterm Stock auf immer klarer werdende Wegspuren und Steinmänner, die dann zum klaren Weg werden. Wer die Spur nicht vorher findet: Unterm Stock gehen Geröllhalden in die Wiesen runter: der weg läuft parallel darunter, ca. 5-10 m unterm Ende der Geröllhalden und kann dann nicht mehr verfehlt werden.
Routen-Bilder
Letzte Änderung: 09.08.2026, 15:01Alle Versionen vergleichenAufrufe: 14268 mal angezeigt

Verhältnisse zu dieser Route

Andere Routen in der Umgebung

Metadaten

Lawinenrisiko-Indikator (Prognose)

Neuschneemenge (PowderGuide)

Lawinenprognose

Webcams

Schijenflue / Schijenfluh (2627m)

Westverschneidung


Klettertour

7a

300 hm

6.0 h

Karte