Piz Tschierva (3546m)13.07.2026
Verhältnisse vom 12.07.2026
Piz Glüna (3106m): Piz Nair Pitschen - Piz Nair - Term da la Pêsch - Piz Schlattain - Piz Grisch - Pit Corviglia - Piz Glüna
Heute mal einen Ausflug zum Mond, resp. auf Rätoromanisch, zum Piz Glüna.
Start bei warmen Temperaturen um 09:30 bei St. Moritz Schulhausplatz, wo das T-Shirt bereits im Rucksack verstaut werden konnte.
Mein ein paar Tage verstauchter Knöchel (kurze Ferien am Meer; für mich viel zu flach und ungewohnt ;-)) zwang mich heute das Tempo auf Gemütlichkeit zu drosseln.
Piz Nair Pitschen und Piz Nair:
Die Standseilbahn Chantarella ist diesen Sommer nicht in Betrieb. So genoss ich den Aufstieg auf dem Wanderweg in unmittelbarer Nähe ohne Zuschauer. Später bin ich weglos über Wiese bis Corviglia Talstation hochgelaufen und konnte dabei etwas Abfall einsammeln (von einer Skischnalle bis zum Calanda im Glas war alles dabei).
Auf dem breiten Fahrweg zum Munt da San Murezzan sah ich viele Leute hochrennen, wo oben ein Trainer deren Zeit abnahm. Dank meinen Abkürzungen war ich fast zeitglich oben.
Ich bin ab da direkt weiter zum Plateau Nair, wo der E-Gratausläufer des Piz Nair Pitschen anfängt. Hier oben hatte es doch noch ein Lüftchen. Kurz wollte ich das T-Shirt anziehen, aber es blieb beim wollte...
Der Grat bis zum Piz Nair Pitschen mit Gipfelkreuz aus Holz ist einfach, d.h. mit südlichem Ausweichen T3 oder meine Wahl und etwas spannender direkt auf dem Grat T4, I.
Danach folgte ein kleiner Abstieg und wieder hoch, zuletzt sogar auf einem Wanderweg, der zum Piz Nair (T3) führt. Hier habe ich meine erste Pause gemacht und Wasser für die weiteren Gipfel gefüllt.
Term da la Pêsch:
Voll beladen stieg ich weiter zum Hauptgipfel des Piz Nair und folge den N-Grat im einfachen Gehgelände zum Term da la Pêsch (T3-).
Piz Schlattain:
Ich verzichtete auf den direkten N-Abstieg zur Fuorcla Schlattain aufgrund von sehr klebrigen matschigen Schiefergestein und benutzte stattdessen den Wanderweg. Auf einem Fahrweg oder weglos stieg ich zur Fuorcla Grischa, wo ich schweres Gepäck zurückliess. Leicht wie ein Flieger flog ich direkt in Richtung W-Grat des Piz Schlattain. Beim Grataufschwung kletterte ich auf der S-Seite eine steile Rinne hoch, die zum Spalt im Grat führte. Ab hier in anregender Kletterei direkt auf dem Grat (T5, II) oder alternativ einfacher nördlich davon abschüssig traversieren und via eine Rinne wieder hoch zum Grat (T5-, I). Als Abstieg wählte ich die südliche Variante mit einer einfachen Traverse unter den Felsen zurück zur Fuorcla Grischa.
Piz Grisch:
Ab der Fuorcla Grischa stieg ich auf dem SE-Grat auf festem Schutt und später in der S-Wand durch viel loses Kies. Nahe den Felsen hat man besseren Halt! Vom Sattel stieg ich auf dem SW-Grat ohne Klettern im Gehgelände auf grosseb Felsen direkt zum Piz Grisch (T4).
Piz Corviglia:
Nach dem Schuhwechsel stieg ich in losem Schutt und Kies mühsam hinab zur Fuorcla Persa (T5-). Dafür war der Gegenanstieg auf der anderen Seite dank des festen Schutts einfacher. Kurz vor P3061 bin ich fälschlicherweise steil nach E ab- und wieder hochgestiegen (T6). Es gilt die kurze Passage zu P3061 hoch zu kraxeln (T5-, I).
Komisch die Tatsache, dass der tiefere P3061 in der Karte als Piz Corviglia eingezeichnet ist und nicht der höhere P3087?
Wenn ich nun von P3061 den weiteren Gratverlauf nach NW zum Piz Corviglia P3087 anschaue, dann stehen mir schnell mal die Haare zu Berge, denn die Zacken und Türme sehen sehr zeitintensiv und schwierig aus. Ich wich nach Norden unter den Felsen aus. Ich verlor dadurch an Höhe, musste viel loses Geröll und Schutt traversieren, jedoch empfand ich es so als sicherer, als über die Zacken oben durch zu turnen. Wichtig ist, dass man sich unter den geschliffenen schrägen Felsen haltet und nicht höher steigt. Ich bin unterhalb von P3087 etwas zu hochgestiegen und bin so in T6-Gelände gekommen, was mit einer nördlichen Umgehung im Geröll völlig unnötig gewesen wäre. Ich stand nun auf dem Piz Corviglia P3087 und sah weder ein Steinmann noch sonst was… Zudem stand der genaue P3087 nördlich in der Luft. Ist der höchste Punkt vom Piz Corviglia vielleicht mal vor kurzer Zeit zusammengebrochen?
Piz Glüna:
Etwas enttäuscht stieg ich auf dem N-Grat im Gehgelände weiter. Den grossen Zacken umging ich westlich und stieg unschwierig zum Piz Glüna W-Gipfel, der nicht kotiert ist, zum Steinmann hoch. Zum Piz Glüna E- und Hauptgipfel (P3105) trennt nun nur noch einen Sattel. Ich stieg steil hinab und der Schutt und Kies war nun noch loser als beim Abstieg vom Piz Grisch. Vom Sattel aus kann man entweder direkt auf dem W-Grat des Piz Glüna über plattige Felsen hochklettern (T6-, II) oder nördlich davon eine Rinne mit losem Schutt hochkämpfen (T5, I+). Ich wählte für den Aufstieg die zweite und für den Abstieg die erste Variante. Beide gingen gut.
Der Steinmann auf dem Piz Glüna ist etwas niedriger und ausgesetzt aufgestellt worden. Ich habe alle Löcher analysiert und leider kein Gipfelbuch finden können.
Abstieg:
Ich stieg auf unbefestigten Schutt hinab auf dem E-Grat des Piz Glüna zu einem weiteren Sattel, wo eine sehr steile Rinne hinab nach S zieht. Nun stieg ich weiter nach E hoch und kam an einem Riss im Grat, der nur rund 10 Luftmeter lang war, jedoch zwei senkrechte Wände aufwies. Von hier müsste man rund 7 Meter abseilen und auf der anderen Seite die gleiche Höhe auf einer plattigen Wand mit sehr wenigen Griffen wieder hochklettern. Ich wollte schon meine Reepschnur auspacken, doch die Angst, dass ich auf der anderen Seite nicht ungesichert hoch komme, und, dass kurz danach nochmals ein Hinderniss kommen könnte, und ich deswegen in Schwierigkeiten geraten könnte, zwang mich die Schnur wieder einzupacken. So blieb mir nichts anders übrig als den Piz Glüna ein zweites Mal zu besuchen, was durchaus auch schön war, und zwischen dem E- und Hauptgipfel die nicht rutschbare Rinne (loses Kies und Schutt auf vielen festen Steinen) nach S abzusteigen. Die Zeit war schon fortgeschritten und so wählte ich als Abstieg auf grossen festen Schuttsteine und später auf den Pistenfahrwege, nach dem Schuhwechsel, den langen Weg via Marguns hinab nach Celerina.
2.15 Std. Piz Nair Pitschen
3 Std. Piz Nair
4.15 Std. Piz Schlattain
4.45 Std Piz Grisch
6.30 Std. Piz Corviglia P3087
7.30 Std. Piz Glüna
10.30 Std. Celerina
Start bei warmen Temperaturen um 09:30 bei St. Moritz Schulhausplatz, wo das T-Shirt bereits im Rucksack verstaut werden konnte.
Mein ein paar Tage verstauchter Knöchel (kurze Ferien am Meer; für mich viel zu flach und ungewohnt ;-)) zwang mich heute das Tempo auf Gemütlichkeit zu drosseln.
Piz Nair Pitschen und Piz Nair:
Die Standseilbahn Chantarella ist diesen Sommer nicht in Betrieb. So genoss ich den Aufstieg auf dem Wanderweg in unmittelbarer Nähe ohne Zuschauer. Später bin ich weglos über Wiese bis Corviglia Talstation hochgelaufen und konnte dabei etwas Abfall einsammeln (von einer Skischnalle bis zum Calanda im Glas war alles dabei).
Auf dem breiten Fahrweg zum Munt da San Murezzan sah ich viele Leute hochrennen, wo oben ein Trainer deren Zeit abnahm. Dank meinen Abkürzungen war ich fast zeitglich oben.
Ich bin ab da direkt weiter zum Plateau Nair, wo der E-Gratausläufer des Piz Nair Pitschen anfängt. Hier oben hatte es doch noch ein Lüftchen. Kurz wollte ich das T-Shirt anziehen, aber es blieb beim wollte...
Der Grat bis zum Piz Nair Pitschen mit Gipfelkreuz aus Holz ist einfach, d.h. mit südlichem Ausweichen T3 oder meine Wahl und etwas spannender direkt auf dem Grat T4, I.
Danach folgte ein kleiner Abstieg und wieder hoch, zuletzt sogar auf einem Wanderweg, der zum Piz Nair (T3) führt. Hier habe ich meine erste Pause gemacht und Wasser für die weiteren Gipfel gefüllt.
Term da la Pêsch:
Voll beladen stieg ich weiter zum Hauptgipfel des Piz Nair und folge den N-Grat im einfachen Gehgelände zum Term da la Pêsch (T3-).
Piz Schlattain:
Ich verzichtete auf den direkten N-Abstieg zur Fuorcla Schlattain aufgrund von sehr klebrigen matschigen Schiefergestein und benutzte stattdessen den Wanderweg. Auf einem Fahrweg oder weglos stieg ich zur Fuorcla Grischa, wo ich schweres Gepäck zurückliess. Leicht wie ein Flieger flog ich direkt in Richtung W-Grat des Piz Schlattain. Beim Grataufschwung kletterte ich auf der S-Seite eine steile Rinne hoch, die zum Spalt im Grat führte. Ab hier in anregender Kletterei direkt auf dem Grat (T5, II) oder alternativ einfacher nördlich davon abschüssig traversieren und via eine Rinne wieder hoch zum Grat (T5-, I). Als Abstieg wählte ich die südliche Variante mit einer einfachen Traverse unter den Felsen zurück zur Fuorcla Grischa.
Piz Grisch:
Ab der Fuorcla Grischa stieg ich auf dem SE-Grat auf festem Schutt und später in der S-Wand durch viel loses Kies. Nahe den Felsen hat man besseren Halt! Vom Sattel stieg ich auf dem SW-Grat ohne Klettern im Gehgelände auf grosseb Felsen direkt zum Piz Grisch (T4).
Piz Corviglia:
Nach dem Schuhwechsel stieg ich in losem Schutt und Kies mühsam hinab zur Fuorcla Persa (T5-). Dafür war der Gegenanstieg auf der anderen Seite dank des festen Schutts einfacher. Kurz vor P3061 bin ich fälschlicherweise steil nach E ab- und wieder hochgestiegen (T6). Es gilt die kurze Passage zu P3061 hoch zu kraxeln (T5-, I).
Komisch die Tatsache, dass der tiefere P3061 in der Karte als Piz Corviglia eingezeichnet ist und nicht der höhere P3087?
Wenn ich nun von P3061 den weiteren Gratverlauf nach NW zum Piz Corviglia P3087 anschaue, dann stehen mir schnell mal die Haare zu Berge, denn die Zacken und Türme sehen sehr zeitintensiv und schwierig aus. Ich wich nach Norden unter den Felsen aus. Ich verlor dadurch an Höhe, musste viel loses Geröll und Schutt traversieren, jedoch empfand ich es so als sicherer, als über die Zacken oben durch zu turnen. Wichtig ist, dass man sich unter den geschliffenen schrägen Felsen haltet und nicht höher steigt. Ich bin unterhalb von P3087 etwas zu hochgestiegen und bin so in T6-Gelände gekommen, was mit einer nördlichen Umgehung im Geröll völlig unnötig gewesen wäre. Ich stand nun auf dem Piz Corviglia P3087 und sah weder ein Steinmann noch sonst was… Zudem stand der genaue P3087 nördlich in der Luft. Ist der höchste Punkt vom Piz Corviglia vielleicht mal vor kurzer Zeit zusammengebrochen?
Piz Glüna:
Etwas enttäuscht stieg ich auf dem N-Grat im Gehgelände weiter. Den grossen Zacken umging ich westlich und stieg unschwierig zum Piz Glüna W-Gipfel, der nicht kotiert ist, zum Steinmann hoch. Zum Piz Glüna E- und Hauptgipfel (P3105) trennt nun nur noch einen Sattel. Ich stieg steil hinab und der Schutt und Kies war nun noch loser als beim Abstieg vom Piz Grisch. Vom Sattel aus kann man entweder direkt auf dem W-Grat des Piz Glüna über plattige Felsen hochklettern (T6-, II) oder nördlich davon eine Rinne mit losem Schutt hochkämpfen (T5, I+). Ich wählte für den Aufstieg die zweite und für den Abstieg die erste Variante. Beide gingen gut.
Der Steinmann auf dem Piz Glüna ist etwas niedriger und ausgesetzt aufgestellt worden. Ich habe alle Löcher analysiert und leider kein Gipfelbuch finden können.
Abstieg:
Ich stieg auf unbefestigten Schutt hinab auf dem E-Grat des Piz Glüna zu einem weiteren Sattel, wo eine sehr steile Rinne hinab nach S zieht. Nun stieg ich weiter nach E hoch und kam an einem Riss im Grat, der nur rund 10 Luftmeter lang war, jedoch zwei senkrechte Wände aufwies. Von hier müsste man rund 7 Meter abseilen und auf der anderen Seite die gleiche Höhe auf einer plattigen Wand mit sehr wenigen Griffen wieder hochklettern. Ich wollte schon meine Reepschnur auspacken, doch die Angst, dass ich auf der anderen Seite nicht ungesichert hoch komme, und, dass kurz danach nochmals ein Hinderniss kommen könnte, und ich deswegen in Schwierigkeiten geraten könnte, zwang mich die Schnur wieder einzupacken. So blieb mir nichts anders übrig als den Piz Glüna ein zweites Mal zu besuchen, was durchaus auch schön war, und zwischen dem E- und Hauptgipfel die nicht rutschbare Rinne (loses Kies und Schutt auf vielen festen Steinen) nach S abzusteigen. Die Zeit war schon fortgeschritten und so wählte ich als Abstieg auf grossen festen Schuttsteine und später auf den Pistenfahrwege, nach dem Schuhwechsel, den langen Weg via Marguns hinab nach Celerina.
2.15 Std. Piz Nair Pitschen
3 Std. Piz Nair
4.15 Std. Piz Schlattain
4.45 Std Piz Grisch
6.30 Std. Piz Corviglia P3087
7.30 Std. Piz Glüna
10.30 Std. Celerina
Ich habe heute ganze 3 Blindgänger gefunden. Dank Netzempfang konnte ich es gleich mit der Blindgänger-App melden, was zwar praktisch ist, jedoch aufgrund der über 6 nötigen Bilder pro Stück (Objekt, Ungebung etc) einiges an Zeit gekostet hat.
Viel Spass an dem armen Soldaten, der es in diesem weglosen Schutt suchen und entschärfen muss…
Nachtrag: Heute Morgen erhalte ich einen Anruf von der Armee, dass die App bei allen drei Standorte meine Wohnadresse anzeigt. Ähm?!? Super App muss ich sagen, wenn man bedenkt, dass das die einzige wichtige Funktion sein muss, die funktionieren muss!
Aufgrund der Unordnung bei mir zu Hause wird die Suche für den Soldaten trotzdem nicht einfacher sein...
Viel Spass an dem armen Soldaten, der es in diesem weglosen Schutt suchen und entschärfen muss…
Nachtrag: Heute Morgen erhalte ich einen Anruf von der Armee, dass die App bei allen drei Standorte meine Wohnadresse anzeigt. Ähm?!? Super App muss ich sagen, wenn man bedenkt, dass das die einzige wichtige Funktion sein muss, die funktionieren muss!
Aufgrund der Unordnung bei mir zu Hause wird die Suche für den Soldaten trotzdem nicht einfacher sein...
Routeninformationen
Piz Glüna (3106m)
Piz Nair Pitschen - Piz Nair - Term da la Pêsch - Piz Schlattain - Piz Grisch - Pit Corviglia - Piz Glüna Piz Nair Pitschen - Piz Nair - Term da la Pêsch - Piz Schlattain - Piz Grisch - Pit Corviglia - Piz Glüna
Letzte Änderung: 13.07.2026, 12:39Aufrufe: 354 mal angezeigt
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