Piz Marsch (3120m)16.07.2026
Verhältnisse vom 20.07.2026
Piz Bever (3230m): Gratwanderung Val Suvretta da Samedan W-Seite
Diese Tour wurde mit dem E-Bike von Bever bis kurz vor Plaunins (P2379) durchgeführt. Ich hatte auch mit der elektrischen Hilfe 8 Std. reine Laufzeit. Zudem ist mein GPS zwischen Piz Bever und Piz Suvretta ausgestiegen.
Anspruchsvoller Verbindungsgrat zwischen Piz Bever Pischen und Piz Bever, resp. Piz Bever N-Grat. Heute klar die Knacknuss!
Im SAC-Tourenführer steht: "Kaum noch ausgeführte Kletterei in stellenweise brüchigem Felsen (ZS)". Mit den restlichen Informationen konnte ich vor Ort nichts anfangen.
Aber alles der Reihe nach.
Nach 45 Min. erreiche ich von Bever die Ebene kurz vor Plaunins (P2379).
Bastiun – Chatscha Bella – Piz Bever Pitschen:
Hier verstecke ich mein E-Bike und mache mich auf den Weg in westlicher Richtung weglos über mässig steiler Wiese hoch zur Ebene von Bastiun bei P2615 (T3). Weiter, immer möglichst auf dem Grat bleibend, auf festem Schutt und Geröll einfach zur Chatscha Bella bei P2922 (T3+). Weiter auf dem nördlich abbrechenden Grat via P2956 hinab und einfach hoch zum Piz Bever Pitschen (T4-, I).
Piz Bever N-Grat:
Nach dem Piz Bever Pitschen gibt es leider ein südseitiger Abbruch, der den weiteren Gratverlauf erschwert. Eine W-Umgehung wird laut SAC-Tourenführer angegeben, aber dann müsste ich wieder zurück zum Sattel zwischen Piz Bever Pitschen und P2956, was Zeit kostet. Ich inspiziere alles, doch da liegt nur eine senkrechte Wand mit einem kleinen schrägen Stehplatz und keine Sicherungsringe oder sonst so etwas. Ich mache das Seil an einem Stein fest und seile mich hier 5 Meter bis dort hinab, lasse das Seil noch dran und klettere vorsichtig nach W (dank der stabilen oberen Felsschuppe möglich) um zu schauen, ob ich mich da noch weiter abseilen kann. Ich kehre zurück, hole das Seil mühsam ein, klettere wieder nach W, mache das Seil an einem kleinen Riss fest und lasse mich dort 10 Meter weiter senkrecht hinab (T6+, IV). Nun stehe ich vor dem N-Grat des Piz Bever und dieses Mal ist es umgekehrt: Von nahem sieht es schlimmer aus als von weitem.
Nichts desto trotz steige ich zuerst einfach über losem Schutt und Blockgelände bis zu der Stelle, wo sich der Grat stark auftürmt und sich verengt. Der Grat zwingt mich nun auf die abschüssige und brüchige E-Seite auszuweichen, wo ich mich in ekligem Gelände, wo ich unzählige, auch grosse, Steine lostrete, und ich mich langsam wieder hoch zum Grat kämpfe (T6+, II). Das ist so eine Passage, wo man nicht sein will...
Der direkte Grataufschwung ist unpassierbar und auf der E-Seite wird es noch steiler, wie es bis anhin schon war. Da ich nicht lebensmüde bin, kommt für mich somit nur noch die W-Seite des Grats in Frage. Die W-Flanke ist von vielen sehr steilen Rinnen durchzogen, die ich möglichst oben unter den Felsen heikel traversiere. Wenn man oben bleibt, kommt nach der zweiten Rinne auf der linken Seite, resp. nach S zurück zum Grat, zwei Couloirs, die steil erklettert werden müssen; es sind die einzigen, die möglich sind (T6-, II). Nach dem 2ten steige ich bei einer grossen schrägen nach N abgeneigte Platte aus, wo westlich davon bei ca. P3100 Hm ein kleines Geröllfeld erscheint. Diesen hoch bis unter den Felsen und nach E vom Grat schräg ausgesetzt hinüber traversieren (T6-, I+). So erlange ich das obere grosse Geröllfeld bei ca. P3125 Hm. Nun einfach über Schutt und Geröll zum Piz Bever mit Gipfelbuch. Ich war letztes Jahr am 15.10.25 hier oben und seit dann haben sich nur 2 weitere Personen da eingetragen. Sowieso zähle ich da seit dem 26.07.2004 mit mir zusammen nur 76 Einträge…
Piz Suvretta:
Der Abstieg vom Piz Bever erfolgt durch die SW-Flanke. Man achte, dass man nicht zu lange auf dem S-Grat hinabsteigt, da sonst ein Ausweichen nach SW bald nicht mehr möglich ist und der S-Grat gewählt werden muss.
Über Geröll und Schrofen komme ich, am besten direkt unter den Felsen, schnell zum Sattel, westlich und unterhalb von Giaviöl da Suvretta bei P2974 (T4). Nun östlich wähle ich eine einfache Rinne mit Schrofen, die wenig Handeinsatz benötigt und mich zum grossen Geröllfeld des Piz Suvretta führt (T4+, I). Unter den Felsen westlich des N-Grats des Piz Suvretta steige ich etwas weniger beschwerlich, als auf dem Feld, hoch zum Piz Suvretta.
Corn Suvretta & Corn Chamuotsch:
Der Abstieg vom Piz Suvretta erfolgt auf einem leicht erkennbaren Pfad. Auf dem E-Grat hat es bei ca. P3100 Hm einen Steinmann, der den S-Abstieg bestens signalisiert. Der weitere Wegverlauf ist mit Steinmänner bis zur Fuorcla Suvretta bestens zu finden! Ich steige weglos weiter nach S auf Tierspuren (Steinböcke) immer dem Grat entlang ohne nennenswerte Schwierigkeiten zum Corn Suvretta (T4-, I). Der Ab- und Aufstieg zur Fuorcla Chamuotsch ist einfach (T3+). Nun einfach hinab zur Fuorcla Güglia, wo der lange Rückweg unterhalb des soeben begangenen Grats über viel loses Geröll, Schutt und später Blockgelände anfängt. Ab dem Pass Suvretta dann auf dem Wanderweg zurück durch das lange Suvretta da Samedan bis zum E-Bike, wo die schöne Abfahrt dann bis Bever gemacht wurde.
1.20 Std. Piz Bever Pitschen (von Plaunins bei P2379)
3.20 Std. Piz Bever
4.50 Std. Piz Suvretta
5.50 Std. Corn Suvretra
6.20 Std. Corn Chamuotsch
8.15 Std. Plaunins bei P2379
Anspruchsvoller Verbindungsgrat zwischen Piz Bever Pischen und Piz Bever, resp. Piz Bever N-Grat. Heute klar die Knacknuss!
Im SAC-Tourenführer steht: "Kaum noch ausgeführte Kletterei in stellenweise brüchigem Felsen (ZS)". Mit den restlichen Informationen konnte ich vor Ort nichts anfangen.
Aber alles der Reihe nach.
Nach 45 Min. erreiche ich von Bever die Ebene kurz vor Plaunins (P2379).
Bastiun – Chatscha Bella – Piz Bever Pitschen:
Hier verstecke ich mein E-Bike und mache mich auf den Weg in westlicher Richtung weglos über mässig steiler Wiese hoch zur Ebene von Bastiun bei P2615 (T3). Weiter, immer möglichst auf dem Grat bleibend, auf festem Schutt und Geröll einfach zur Chatscha Bella bei P2922 (T3+). Weiter auf dem nördlich abbrechenden Grat via P2956 hinab und einfach hoch zum Piz Bever Pitschen (T4-, I).
Piz Bever N-Grat:
Nach dem Piz Bever Pitschen gibt es leider ein südseitiger Abbruch, der den weiteren Gratverlauf erschwert. Eine W-Umgehung wird laut SAC-Tourenführer angegeben, aber dann müsste ich wieder zurück zum Sattel zwischen Piz Bever Pitschen und P2956, was Zeit kostet. Ich inspiziere alles, doch da liegt nur eine senkrechte Wand mit einem kleinen schrägen Stehplatz und keine Sicherungsringe oder sonst so etwas. Ich mache das Seil an einem Stein fest und seile mich hier 5 Meter bis dort hinab, lasse das Seil noch dran und klettere vorsichtig nach W (dank der stabilen oberen Felsschuppe möglich) um zu schauen, ob ich mich da noch weiter abseilen kann. Ich kehre zurück, hole das Seil mühsam ein, klettere wieder nach W, mache das Seil an einem kleinen Riss fest und lasse mich dort 10 Meter weiter senkrecht hinab (T6+, IV). Nun stehe ich vor dem N-Grat des Piz Bever und dieses Mal ist es umgekehrt: Von nahem sieht es schlimmer aus als von weitem.
Nichts desto trotz steige ich zuerst einfach über losem Schutt und Blockgelände bis zu der Stelle, wo sich der Grat stark auftürmt und sich verengt. Der Grat zwingt mich nun auf die abschüssige und brüchige E-Seite auszuweichen, wo ich mich in ekligem Gelände, wo ich unzählige, auch grosse, Steine lostrete, und ich mich langsam wieder hoch zum Grat kämpfe (T6+, II). Das ist so eine Passage, wo man nicht sein will...
Der direkte Grataufschwung ist unpassierbar und auf der E-Seite wird es noch steiler, wie es bis anhin schon war. Da ich nicht lebensmüde bin, kommt für mich somit nur noch die W-Seite des Grats in Frage. Die W-Flanke ist von vielen sehr steilen Rinnen durchzogen, die ich möglichst oben unter den Felsen heikel traversiere. Wenn man oben bleibt, kommt nach der zweiten Rinne auf der linken Seite, resp. nach S zurück zum Grat, zwei Couloirs, die steil erklettert werden müssen; es sind die einzigen, die möglich sind (T6-, II). Nach dem 2ten steige ich bei einer grossen schrägen nach N abgeneigte Platte aus, wo westlich davon bei ca. P3100 Hm ein kleines Geröllfeld erscheint. Diesen hoch bis unter den Felsen und nach E vom Grat schräg ausgesetzt hinüber traversieren (T6-, I+). So erlange ich das obere grosse Geröllfeld bei ca. P3125 Hm. Nun einfach über Schutt und Geröll zum Piz Bever mit Gipfelbuch. Ich war letztes Jahr am 15.10.25 hier oben und seit dann haben sich nur 2 weitere Personen da eingetragen. Sowieso zähle ich da seit dem 26.07.2004 mit mir zusammen nur 76 Einträge…
Piz Suvretta:
Der Abstieg vom Piz Bever erfolgt durch die SW-Flanke. Man achte, dass man nicht zu lange auf dem S-Grat hinabsteigt, da sonst ein Ausweichen nach SW bald nicht mehr möglich ist und der S-Grat gewählt werden muss.
Über Geröll und Schrofen komme ich, am besten direkt unter den Felsen, schnell zum Sattel, westlich und unterhalb von Giaviöl da Suvretta bei P2974 (T4). Nun östlich wähle ich eine einfache Rinne mit Schrofen, die wenig Handeinsatz benötigt und mich zum grossen Geröllfeld des Piz Suvretta führt (T4+, I). Unter den Felsen westlich des N-Grats des Piz Suvretta steige ich etwas weniger beschwerlich, als auf dem Feld, hoch zum Piz Suvretta.
Corn Suvretta & Corn Chamuotsch:
Der Abstieg vom Piz Suvretta erfolgt auf einem leicht erkennbaren Pfad. Auf dem E-Grat hat es bei ca. P3100 Hm einen Steinmann, der den S-Abstieg bestens signalisiert. Der weitere Wegverlauf ist mit Steinmänner bis zur Fuorcla Suvretta bestens zu finden! Ich steige weglos weiter nach S auf Tierspuren (Steinböcke) immer dem Grat entlang ohne nennenswerte Schwierigkeiten zum Corn Suvretta (T4-, I). Der Ab- und Aufstieg zur Fuorcla Chamuotsch ist einfach (T3+). Nun einfach hinab zur Fuorcla Güglia, wo der lange Rückweg unterhalb des soeben begangenen Grats über viel loses Geröll, Schutt und später Blockgelände anfängt. Ab dem Pass Suvretta dann auf dem Wanderweg zurück durch das lange Suvretta da Samedan bis zum E-Bike, wo die schöne Abfahrt dann bis Bever gemacht wurde.
1.20 Std. Piz Bever Pitschen (von Plaunins bei P2379)
3.20 Std. Piz Bever
4.50 Std. Piz Suvretta
5.50 Std. Corn Suvretra
6.20 Std. Corn Chamuotsch
8.15 Std. Plaunins bei P2379
Ich empfehle den Piz Bever N-Grat niemanden: Das abschüssige und brüchige Gestein dort macht einfach keinen Spass (laut SAC ein ZS mit Umgehung des Piz Bever Pitschen auf der W-Seite).
Die Normalroute durch die Südost- oder Südwestflanke ist deutlich einfacher und angenehmer (laut SAC beides L).
Auch der E-Grat, der sich von der Schuttterrasse bei P3028 hochzieht, sah interessant und machbar aus (laut SAC ein WS).
Die Normalroute durch die Südost- oder Südwestflanke ist deutlich einfacher und angenehmer (laut SAC beides L).
Auch der E-Grat, der sich von der Schuttterrasse bei P3028 hochzieht, sah interessant und machbar aus (laut SAC ein WS).
Letzte Änderung: 21.07.2026, 08:55Aufrufe: 159 mal angezeigt
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