Piz Arpiglia (2765m)29.07.2026
Verhältnisse vom 30.07.2026
Dschimels (2782m): Dschimels - Piz da las Blais - Piz Mez - Piz Valletta - Crasta Mora
Ich fahre mit dem E-Bike von La Punt Chamues-ch und Hermon von Preda hoch zur Posthaltestelle Preda Crap Alv.
Bottas Glischas:
Zusammen laufen wir auf bestem Wanderweg zur Fuorcla Crap Alv und vergessen im Gespräch beim Lajets digl Crap Alv Wasser zu füllen, was wir von der Fuorcla Crap Alv mit einem kleinen Rückweg nördlich der Chamanna Spinas, wo noch etwas Wasser zum Vorschein kam, nachholen müssen.
Voll betankt steigen wir auf festem Geröll mit Wiese einfach und gemütlich via P2564 über die Bottas Glischas zu P2608 und hinab zum Sattel bei ca. P2531Hm.
Dschimels:
Von diesem Sattel steigen wir in die S-Flanke auf steiler Wiese mit wenig Steinkontakt hoch und erreichen den W-Grat vom Dschimels W-Gipfel (P2777), also dort, wo der Grat einen SW- E Knick macht. Hier wechseln wir kurz in die N-Wand und können da ein paar Höhenmeter auf sicherem Boden gewinnen. Da es hier am Vortag geregnet hat und die N-Wand noch keine Sonne bekommen hat, wollen wir die Ausrutschgefahr vermeiden und kehren mit ein paar Kletterzüge zurück zum Grat (T5-, I+). Den letzten Metern zum Dschimels W-Gipfel (P2777) verläuft im Gehgelände.
Nun steigen wir auf dem E-Grat hinab. Bereits oben liegt eine Schlinge um einen Block für eine Abseilmöglichkeit. Unter dem Grat liegt ein kleiner Spalt im Fels, wo abgeseilt werden kann.
Ich mache hier meine extra mitgeschlepptes lange 40M Reep Schnur dran und sehe, dass Hermon hier schon ohne Seil hinabgeklettert ist. Am Seil haltend komme ich da noch sicherer hinab. Nach dieser Stelle steigen wir in der S-Flanke auf sehr steilem Schrofen Gelände hinab zum Sattel zwischen den zwei Dschimels Gipfeln (T6-, I). Bei Nässe wäre das hier klar ein Albtraum.
Bei diesem Sattel kommt man im Notfall durch eine NW-Rinne direkt hinab zum Albulapass. Die SW-Rinne ist nicht durchgängig einsehbar.
Beim Sattel zwischen den zwei Gipfeln vom Dschimels steigen wir rund 20 Meter in der SW-Rinne hinab und betreten ein sich hochziehendes steiles Grasband, der weiter oben durch einen Riss unterbrochen wird (T5). Mit etwas Handeinsatz und guten Griffen kommen wir diesen Unterbruch von 2 Meter sicher hoch (T5, II) und folgen die weiterführende Grasrampe mit einer stabilen Felswand auf der linken Seite bis sich kletterbare Felsen auftauchen, auf denen wir unschwierig direkt hoch zum Dschimels E-Gipfel (P2781) mit grossem Steinmann hochsteigen können. Hier verbringen wir eine längere Gipfelrast mit einer grandiosen Aussicht!
Piz da las Blais:
Für den Abstieg sehen wir eine Bandschlinge mit einem Sicherungsring um einen grossen Felsbrocken. Nördlich kann diese Stelle nur in sehr steilem, aber eben feuchten, Gelände umgehen (T6, II). Hermon seilst sich hier zuerst in SE-Richtung hinab und gibt mir von unten wegen einer glatten Traverse den Ratschlag direkt nach E hinab zu seilen. Wir steigen meist im Gehgelände auf dem Grat hinab, lassen einen grossen Turm links liegen, kommen so ohne Schwierigkeiten hinab zur Fuorcla Melnetta. Wir beginnen den langen NW-Grat des Vorgipfels vom Piz da las Blais auf Schrofen hoch zu laufen. Der Piz da las Blais sieht von weiten schlimmer aus, als das was er von nahem ist. Auch vom Vorgipfel bietet der Piz da las Blais keine nennenswerten Probleme. Kurz vor dem Gipfel müssen die Hände kurz wieder weg von den Stöcken, um uns hier einfach hoch zu kraxeln. Oben erwartet uns neben einem Steinmann mit Stock noch eine grandiosere Aussicht, da er bis anhin der höchste ist!
Piz Mez:
Der Abstieg vom Piz da las Blais zieht sich über mehrere Gipfelköpfe hinab und via P2810 einfach hoch zum Piz Mez mit Steinmann.
Piz Valletta:
Der Abstieg vom Piz Mez nach E zu P2796 bewältigen wir weiterhin meist im Gehgelände. Auch der kurze Aufstieg zum Piz Valletta ist einfach. Danach spazieren wir hinab zur Furocla Taverna, wo Hermon und ich uns trennen.
Crasta Mora:
Ich steige von hier auf dem Crasta Mora W-Grat hinab. Zuerst auf offenem Gelände mit nur wenig Schutt bis der W-Grat sich verengt und ich in die S-Flanke durch eine steile Rinne hinab klettern muss (Steinmann vorhanden). Unten traversiere ich südlich direkt unter dem Grat die plattigen Felsen über Wiese und Felsen und komme so wieder zurück zum Grat. Auch hier zeigt der Steinmann, wo man wieder aufsteigen soll. Nun sehe ich ein grosses Gedenkkreuz zur Erinnerung an Markus Lipp vom 1971 - 1994. Ich steige weiter direkt auf dem Grat im Blockgelände einfach hoch zum Crasta Mora mit Steinmann und eine schönen Edelweiss, der an einem Stein dran gemacht ist.
Der weitere Gratverlauf zu P2935 ist von vielen Felstürmen geprägt und wirkt abschreckend. Auch sind hier keine Steinmännchen mehr zu sehen. Trotzdem gehe ich mal schauen und bewältige die ersten 50 Meter leicht im Gehgelände, bis der erste Turm mich in die südliche steile Wand zwingt. Über steile Schrofen klammere ich mich meist an den unteren Felsen vom Grat und schwinge mich so von Rinne zu Rinne weiter, bis ein glatter Turm diesen Spass unterbricht. Sehr schwierig klettere ich wieder hoch zum Grat, direkt über diesen Turm und kann nördlich auf einem Band den Grat tatsächlich ein paar Meter weiterverfolgen. An einer Stelle geht es links und rechts senkrecht hinab und auf dem Grat gilt es zwei Meter hinab zu klettern und über einen Felsbrocken sehr ausgesetzt zurück zum Grat zu klettern. Hier hat es leider nirgends etwas festes zum Sichern. In der Mitte zwischen Crasta Mora und P2935 muss ich eine sehr steile enge Runse hinabklettern, traversiere wieder unten steil ein Stück steiles Gelände und kraxle in losem Schutt hoch zum nächsten Turm, wo ich wieder nur nördlich abschüssig hinab klettern kann. Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr genau wie viele Male ich da die Seite des Grats gewechselt habe, aber auf einer Seite hat es immer geklappt. Das Gestein ist hier nicht, wie im SAC-Tourenführer beschrieben, besonders brüchig, aber zerrissen allemal (T6+, II+). Ziemlich erledigt komme ich bei P2935 mit Steinmann an und hätte nicht gedacht, dass ich es überhaupt so weit schaffe, denn ich wollte zwischen diesen zwei Punkten ganze zwei Male aufgeben und wieder zurück zur Fuorcla Taverna zurückkehren. Doch bei P2935 gab es aus Sicherheitsgründen kein Zurück mehr, sondern nur noch ein weiter! Ich sehe weiter östlich auf dem Grat einen weiteren Steinmann, den es zu erreichen gilt. Mit ein paar heikle Kletterpassagen komme ich da besser hinab wie vorhin auf dem Grat. Ich sehe hier wieder ein Steinmann auf dem Weg, in dem Fall kommend von E zu P2935. Je weiter unten ich steige desto einfacher wird das Gelände, ab P2799, resp. den Wintergipfel des Crasta Mora, spaziere ich auf Crastas hinab zu P2744 und wechsle nun die Richtung nach N zu P2660. Nun etwas steil und auf Kies rutsching hinab zur Ebene bei P2400Hm und weiter auf Wiese sehr flach hinab zur Albulapassstrasse, wo ich mit etwas Glück per Auto Stopp wieder zurück zum E-Bike gebracht werde. Dank der elektrischen Kraft des Bikes komme ich von da in nur 20 Minuten zum Bahnhof La Punt Chamues-ch, wo ich gerade noch den letzten Anschluss, um noch ins Val Müstair zu gelangen, erwische.
Bottas Glischas:
Zusammen laufen wir auf bestem Wanderweg zur Fuorcla Crap Alv und vergessen im Gespräch beim Lajets digl Crap Alv Wasser zu füllen, was wir von der Fuorcla Crap Alv mit einem kleinen Rückweg nördlich der Chamanna Spinas, wo noch etwas Wasser zum Vorschein kam, nachholen müssen.
Voll betankt steigen wir auf festem Geröll mit Wiese einfach und gemütlich via P2564 über die Bottas Glischas zu P2608 und hinab zum Sattel bei ca. P2531Hm.
Dschimels:
Von diesem Sattel steigen wir in die S-Flanke auf steiler Wiese mit wenig Steinkontakt hoch und erreichen den W-Grat vom Dschimels W-Gipfel (P2777), also dort, wo der Grat einen SW- E Knick macht. Hier wechseln wir kurz in die N-Wand und können da ein paar Höhenmeter auf sicherem Boden gewinnen. Da es hier am Vortag geregnet hat und die N-Wand noch keine Sonne bekommen hat, wollen wir die Ausrutschgefahr vermeiden und kehren mit ein paar Kletterzüge zurück zum Grat (T5-, I+). Den letzten Metern zum Dschimels W-Gipfel (P2777) verläuft im Gehgelände.
Nun steigen wir auf dem E-Grat hinab. Bereits oben liegt eine Schlinge um einen Block für eine Abseilmöglichkeit. Unter dem Grat liegt ein kleiner Spalt im Fels, wo abgeseilt werden kann.
Ich mache hier meine extra mitgeschlepptes lange 40M Reep Schnur dran und sehe, dass Hermon hier schon ohne Seil hinabgeklettert ist. Am Seil haltend komme ich da noch sicherer hinab. Nach dieser Stelle steigen wir in der S-Flanke auf sehr steilem Schrofen Gelände hinab zum Sattel zwischen den zwei Dschimels Gipfeln (T6-, I). Bei Nässe wäre das hier klar ein Albtraum.
Bei diesem Sattel kommt man im Notfall durch eine NW-Rinne direkt hinab zum Albulapass. Die SW-Rinne ist nicht durchgängig einsehbar.
Beim Sattel zwischen den zwei Gipfeln vom Dschimels steigen wir rund 20 Meter in der SW-Rinne hinab und betreten ein sich hochziehendes steiles Grasband, der weiter oben durch einen Riss unterbrochen wird (T5). Mit etwas Handeinsatz und guten Griffen kommen wir diesen Unterbruch von 2 Meter sicher hoch (T5, II) und folgen die weiterführende Grasrampe mit einer stabilen Felswand auf der linken Seite bis sich kletterbare Felsen auftauchen, auf denen wir unschwierig direkt hoch zum Dschimels E-Gipfel (P2781) mit grossem Steinmann hochsteigen können. Hier verbringen wir eine längere Gipfelrast mit einer grandiosen Aussicht!
Piz da las Blais:
Für den Abstieg sehen wir eine Bandschlinge mit einem Sicherungsring um einen grossen Felsbrocken. Nördlich kann diese Stelle nur in sehr steilem, aber eben feuchten, Gelände umgehen (T6, II). Hermon seilst sich hier zuerst in SE-Richtung hinab und gibt mir von unten wegen einer glatten Traverse den Ratschlag direkt nach E hinab zu seilen. Wir steigen meist im Gehgelände auf dem Grat hinab, lassen einen grossen Turm links liegen, kommen so ohne Schwierigkeiten hinab zur Fuorcla Melnetta. Wir beginnen den langen NW-Grat des Vorgipfels vom Piz da las Blais auf Schrofen hoch zu laufen. Der Piz da las Blais sieht von weiten schlimmer aus, als das was er von nahem ist. Auch vom Vorgipfel bietet der Piz da las Blais keine nennenswerten Probleme. Kurz vor dem Gipfel müssen die Hände kurz wieder weg von den Stöcken, um uns hier einfach hoch zu kraxeln. Oben erwartet uns neben einem Steinmann mit Stock noch eine grandiosere Aussicht, da er bis anhin der höchste ist!
Piz Mez:
Der Abstieg vom Piz da las Blais zieht sich über mehrere Gipfelköpfe hinab und via P2810 einfach hoch zum Piz Mez mit Steinmann.
Piz Valletta:
Der Abstieg vom Piz Mez nach E zu P2796 bewältigen wir weiterhin meist im Gehgelände. Auch der kurze Aufstieg zum Piz Valletta ist einfach. Danach spazieren wir hinab zur Furocla Taverna, wo Hermon und ich uns trennen.
Crasta Mora:
Ich steige von hier auf dem Crasta Mora W-Grat hinab. Zuerst auf offenem Gelände mit nur wenig Schutt bis der W-Grat sich verengt und ich in die S-Flanke durch eine steile Rinne hinab klettern muss (Steinmann vorhanden). Unten traversiere ich südlich direkt unter dem Grat die plattigen Felsen über Wiese und Felsen und komme so wieder zurück zum Grat. Auch hier zeigt der Steinmann, wo man wieder aufsteigen soll. Nun sehe ich ein grosses Gedenkkreuz zur Erinnerung an Markus Lipp vom 1971 - 1994. Ich steige weiter direkt auf dem Grat im Blockgelände einfach hoch zum Crasta Mora mit Steinmann und eine schönen Edelweiss, der an einem Stein dran gemacht ist.
Der weitere Gratverlauf zu P2935 ist von vielen Felstürmen geprägt und wirkt abschreckend. Auch sind hier keine Steinmännchen mehr zu sehen. Trotzdem gehe ich mal schauen und bewältige die ersten 50 Meter leicht im Gehgelände, bis der erste Turm mich in die südliche steile Wand zwingt. Über steile Schrofen klammere ich mich meist an den unteren Felsen vom Grat und schwinge mich so von Rinne zu Rinne weiter, bis ein glatter Turm diesen Spass unterbricht. Sehr schwierig klettere ich wieder hoch zum Grat, direkt über diesen Turm und kann nördlich auf einem Band den Grat tatsächlich ein paar Meter weiterverfolgen. An einer Stelle geht es links und rechts senkrecht hinab und auf dem Grat gilt es zwei Meter hinab zu klettern und über einen Felsbrocken sehr ausgesetzt zurück zum Grat zu klettern. Hier hat es leider nirgends etwas festes zum Sichern. In der Mitte zwischen Crasta Mora und P2935 muss ich eine sehr steile enge Runse hinabklettern, traversiere wieder unten steil ein Stück steiles Gelände und kraxle in losem Schutt hoch zum nächsten Turm, wo ich wieder nur nördlich abschüssig hinab klettern kann. Ich weiss ehrlich gesagt nicht mehr genau wie viele Male ich da die Seite des Grats gewechselt habe, aber auf einer Seite hat es immer geklappt. Das Gestein ist hier nicht, wie im SAC-Tourenführer beschrieben, besonders brüchig, aber zerrissen allemal (T6+, II+). Ziemlich erledigt komme ich bei P2935 mit Steinmann an und hätte nicht gedacht, dass ich es überhaupt so weit schaffe, denn ich wollte zwischen diesen zwei Punkten ganze zwei Male aufgeben und wieder zurück zur Fuorcla Taverna zurückkehren. Doch bei P2935 gab es aus Sicherheitsgründen kein Zurück mehr, sondern nur noch ein weiter! Ich sehe weiter östlich auf dem Grat einen weiteren Steinmann, den es zu erreichen gilt. Mit ein paar heikle Kletterpassagen komme ich da besser hinab wie vorhin auf dem Grat. Ich sehe hier wieder ein Steinmann auf dem Weg, in dem Fall kommend von E zu P2935. Je weiter unten ich steige desto einfacher wird das Gelände, ab P2799, resp. den Wintergipfel des Crasta Mora, spaziere ich auf Crastas hinab zu P2744 und wechsle nun die Richtung nach N zu P2660. Nun etwas steil und auf Kies rutsching hinab zur Ebene bei P2400Hm und weiter auf Wiese sehr flach hinab zur Albulapassstrasse, wo ich mit etwas Glück per Auto Stopp wieder zurück zum E-Bike gebracht werde. Dank der elektrischen Kraft des Bikes komme ich von da in nur 20 Minuten zum Bahnhof La Punt Chamues-ch, wo ich gerade noch den letzten Anschluss, um noch ins Val Müstair zu gelangen, erwische.
Danke Hermon für diese tolle Tour!
Routeninformationen
Dschimels (2782m)
Dschimels - Piz da las Blais - Piz Mez - Piz Valletta - Crasta Mora Dschimels - Piz da las Blais - Piz Mez - Piz Valletta - Crasta Mora
Seil, evt. Pickel
Letzte Änderung: 31.07.2026, 00:43Aufrufe: 14 mal angezeigt
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