Chapütschin (3232m)03.08.2026
Verhältnisse vom 04.08.2026
Piz Chapisun (2931m): Gratwanderung vom Piz Chapisun - Piz Champatsch zum Piz d'Anschatscha
Im Netz gibt es ein paar Berichte vom Piz Chapisun S- oder SE-Grat, jedoch keine Spur vom N-Grat, geschweige von der ganzen N- Gratkette bis zum Piz Champatsch und Piz d'Anschatscha, was ich mit diesem Bericht ändern möchte.
Alp d’Immez - Piz Chapisun:
Von Lavin fahre ich mit dem E-Bike in das Val Lavinuoz bis zur Alp d’Immez. Nun zu Fuss auf gutem Wanderweg hoch. Die letzte Wasserquelle liegt bei ca. P2095Hm, ich musste oben vom Wanderweg deswegen extra nochmals kurz hinab…
Nun in SSE-Richtung weglos auf Wiese mit vielen Heidelbeeren im Unterwuchs via P2239 vorbei und dann, bevor der Wanderweg absteigt, weglos nach E via P2405 und P2504 zur Muott’Auta mit einem Lawinensprengmast. Die ganze Gegend hier oben ist mit solchen Sprengmasten ausgestattet. Nun nach NW auf einem Pfad hoch zu P2796, oder südlich vorbei, und weiter nach N im Blockgelände einfach hoch zum Piz Chapisun (T4).
Piz Chapisun - Piz Champatsch:
In einfachem Blockgelände komme ich auf dem Piz Chapisun N-Grat gut hinab bis zum ersten Abschwung bei ca. P2780Hm. Ich steige ca. 5 Meter nach Westen und umgehe den Grat scharf, schmal, abschüssig und ausgesetzt auf einem kleinen Gämswechsel, das direkt unter dem Grat verläuft, und steige danach direkt wieder hoch zum Grat. Nun steige ich weiter hinab nach N bis die Gratbreite sich stark schmälert und der zweite Abschwung bei ca. P2750Hm bevorsteht. Eine fast senkrechte nach N gerichtete Platte mit wenig Haltegriffen verhindert hier ein sicheres Hinabklettern (T6+, IV). Ich packe meine 20 Meter Reep Schnur aus und finde einfach nichts Festes zum anmachen. Das Gestein ist hier stark brüchig. Ich klettere zähneknirschend mit Reep Schnur im Mund direkt auf der Kante riskant ca. 2 Meter hinab und finde da einen kleinen Zipfel von Stein, der zu halten scheint. Hier mach ich das Seil an und seile mich hier 10 Meter hinab. Unten treffe ich in der Platte zwei Felshaken, das obere wurde wohl im Felsen gebohrt und das untere liegt in einem Fels Riss, beides mit einem maroden Seil, der nur schon vom Anschauen reisst, und einem Karabiner aus einer alten Zeit… Ich prüfe den unteren Haken, der zu Halten scheint. Zum oberen komme ich gar nicht dran… Ab hier könnte man zwar in stark brüchigem Felsen hinabklettern (T6+, II+), doch warum das Risiko eingehen, wenn der Haken hält und ich mich abseilen kann. Somit lasse ich mich beruhigt nochmals 10 Meter hinab. Ehrlich gesagt habe ich oben beim zweiten Abschwung ein Felshaken vermisst und weniger unten… Ich frage mich, wie die Leute, die dies installiert hatten, damals überhaupt den ersten Abschwung hinab oder hinauf geschafft haben?
Wer nördlich vom Piz Chapisun absteigen möchte und nicht diese zwei Abschwünge erleben möchte, kann alternativ vom Piz Chapisun NNE-Grat auch eine der durchgehenden Rinnen direkt nach NNW hinabsteigen.
Nun steige ich über wieder einfacher über Blockgelände zur Fuorcla Pitschna und hoch zu P2857 mit Steinmann und Stock. Doch bereits nach 100 Metern von P2857 kommt ein weiterer Abschwung, den ich westlich kurz, aber nicht mehr so schmal wie vorhin, umgehe und zurück zum Grat kehre. Nun steige ich weiter auf dem Grat in einem Sattel hinab, wo ein Aufschwung kommt. Diesen umgehe ich westlich und traversiere dafür eine Rinne und eine Felswand und steige danach wieder hoch zum Grat. Nun komme ich auf einem Trümmerhaufen-Turm, der voll mit losem Schutt bestückt ist. Vorsichtig klettere ich hinab und löse Unmengen von Schutt aus. Die nächsten zwei Grattürme, die kurz vor der Fuorcla Gronda (P2782) liegen, umgehe ich auf der östlichen Seite auf steiler Wiese. Ich bin da nach dem ersten Turm zu früh hoch und musste dann wieder hinab, also hier lieber von Anfang östlich etwas tiefer auf der Wiese traversieren und erst nach dem zweiten Turm wieder hochsteigen. Nun erreiche ich die Fuorcla Gronda und muss den nächsten Turm zwar nochmals östlich umgehen, aber dafür kann ich danach immer auf dem Grat im Gehgelände weiter hochsteigen in Richtung P2952, wo ich kurz davor in östlicher Richtung unter dem Grat auf festem Schutt und zuletzt auf Blockgelände zum Piz Champatsch ohne Steinmann oder Stock hochsteige. Hier beginnt es aufs Mal zu regnen.
Piz Champatsch – Piz d’Anschatscha:
Ich laufe direkt auf dem Grat in Blockgelände wieder zurück nach P2952 und auf offenem Gelände im Schutt und Geröll kurz hinab zu einem Sattel und hoch zu P2969 mit Steinmann. Nun weiter auf dem NW-Grat zu P2972 ebenfalls mit Steinmann. Nun einfach hinab zu einem Sattel, der südlich höher eines kleinen Tümpels liegt, und im Gehgelände einfach hoch zum Piz d’Anschatscha mit grossem Steinmann.
Piz d’Anschatscha – Alp d’Immez:
Über losem Schutt steige ich mühsam hinab zu P2644, wo es langsam zur Wiese übergeht. Nahe P2523 hat es eine kleine weisse Hütte, die jedoch geschlossen ist. Hier hat es wieder eine Wasserfüllmöglichkeit. Ich steige weiter hinab auf Wiese zu einem Wanderweg mit einem Schafszaun und laufe da bis oberhalb d er Alp d’Immez, nun weglos mühsam hinab zum Wanderweg, der mich direkt zur Alp d’Immez führt.
08:45 Start Alp d’Immez
2.30 Std. Piz Chapisun (von Alp d’Immez)
5.30 Std. 14:45 Piz Champatsch
6.15 Std. 15:30 Piz d’Anschatscha
8.05 Std. Alp d’Immez
Alp d’Immez - Piz Chapisun:
Von Lavin fahre ich mit dem E-Bike in das Val Lavinuoz bis zur Alp d’Immez. Nun zu Fuss auf gutem Wanderweg hoch. Die letzte Wasserquelle liegt bei ca. P2095Hm, ich musste oben vom Wanderweg deswegen extra nochmals kurz hinab…
Nun in SSE-Richtung weglos auf Wiese mit vielen Heidelbeeren im Unterwuchs via P2239 vorbei und dann, bevor der Wanderweg absteigt, weglos nach E via P2405 und P2504 zur Muott’Auta mit einem Lawinensprengmast. Die ganze Gegend hier oben ist mit solchen Sprengmasten ausgestattet. Nun nach NW auf einem Pfad hoch zu P2796, oder südlich vorbei, und weiter nach N im Blockgelände einfach hoch zum Piz Chapisun (T4).
Piz Chapisun - Piz Champatsch:
In einfachem Blockgelände komme ich auf dem Piz Chapisun N-Grat gut hinab bis zum ersten Abschwung bei ca. P2780Hm. Ich steige ca. 5 Meter nach Westen und umgehe den Grat scharf, schmal, abschüssig und ausgesetzt auf einem kleinen Gämswechsel, das direkt unter dem Grat verläuft, und steige danach direkt wieder hoch zum Grat. Nun steige ich weiter hinab nach N bis die Gratbreite sich stark schmälert und der zweite Abschwung bei ca. P2750Hm bevorsteht. Eine fast senkrechte nach N gerichtete Platte mit wenig Haltegriffen verhindert hier ein sicheres Hinabklettern (T6+, IV). Ich packe meine 20 Meter Reep Schnur aus und finde einfach nichts Festes zum anmachen. Das Gestein ist hier stark brüchig. Ich klettere zähneknirschend mit Reep Schnur im Mund direkt auf der Kante riskant ca. 2 Meter hinab und finde da einen kleinen Zipfel von Stein, der zu halten scheint. Hier mach ich das Seil an und seile mich hier 10 Meter hinab. Unten treffe ich in der Platte zwei Felshaken, das obere wurde wohl im Felsen gebohrt und das untere liegt in einem Fels Riss, beides mit einem maroden Seil, der nur schon vom Anschauen reisst, und einem Karabiner aus einer alten Zeit… Ich prüfe den unteren Haken, der zu Halten scheint. Zum oberen komme ich gar nicht dran… Ab hier könnte man zwar in stark brüchigem Felsen hinabklettern (T6+, II+), doch warum das Risiko eingehen, wenn der Haken hält und ich mich abseilen kann. Somit lasse ich mich beruhigt nochmals 10 Meter hinab. Ehrlich gesagt habe ich oben beim zweiten Abschwung ein Felshaken vermisst und weniger unten… Ich frage mich, wie die Leute, die dies installiert hatten, damals überhaupt den ersten Abschwung hinab oder hinauf geschafft haben?
Wer nördlich vom Piz Chapisun absteigen möchte und nicht diese zwei Abschwünge erleben möchte, kann alternativ vom Piz Chapisun NNE-Grat auch eine der durchgehenden Rinnen direkt nach NNW hinabsteigen.
Nun steige ich über wieder einfacher über Blockgelände zur Fuorcla Pitschna und hoch zu P2857 mit Steinmann und Stock. Doch bereits nach 100 Metern von P2857 kommt ein weiterer Abschwung, den ich westlich kurz, aber nicht mehr so schmal wie vorhin, umgehe und zurück zum Grat kehre. Nun steige ich weiter auf dem Grat in einem Sattel hinab, wo ein Aufschwung kommt. Diesen umgehe ich westlich und traversiere dafür eine Rinne und eine Felswand und steige danach wieder hoch zum Grat. Nun komme ich auf einem Trümmerhaufen-Turm, der voll mit losem Schutt bestückt ist. Vorsichtig klettere ich hinab und löse Unmengen von Schutt aus. Die nächsten zwei Grattürme, die kurz vor der Fuorcla Gronda (P2782) liegen, umgehe ich auf der östlichen Seite auf steiler Wiese. Ich bin da nach dem ersten Turm zu früh hoch und musste dann wieder hinab, also hier lieber von Anfang östlich etwas tiefer auf der Wiese traversieren und erst nach dem zweiten Turm wieder hochsteigen. Nun erreiche ich die Fuorcla Gronda und muss den nächsten Turm zwar nochmals östlich umgehen, aber dafür kann ich danach immer auf dem Grat im Gehgelände weiter hochsteigen in Richtung P2952, wo ich kurz davor in östlicher Richtung unter dem Grat auf festem Schutt und zuletzt auf Blockgelände zum Piz Champatsch ohne Steinmann oder Stock hochsteige. Hier beginnt es aufs Mal zu regnen.
Piz Champatsch – Piz d’Anschatscha:
Ich laufe direkt auf dem Grat in Blockgelände wieder zurück nach P2952 und auf offenem Gelände im Schutt und Geröll kurz hinab zu einem Sattel und hoch zu P2969 mit Steinmann. Nun weiter auf dem NW-Grat zu P2972 ebenfalls mit Steinmann. Nun einfach hinab zu einem Sattel, der südlich höher eines kleinen Tümpels liegt, und im Gehgelände einfach hoch zum Piz d’Anschatscha mit grossem Steinmann.
Piz d’Anschatscha – Alp d’Immez:
Über losem Schutt steige ich mühsam hinab zu P2644, wo es langsam zur Wiese übergeht. Nahe P2523 hat es eine kleine weisse Hütte, die jedoch geschlossen ist. Hier hat es wieder eine Wasserfüllmöglichkeit. Ich steige weiter hinab auf Wiese zu einem Wanderweg mit einem Schafszaun und laufe da bis oberhalb d er Alp d’Immez, nun weglos mühsam hinab zum Wanderweg, der mich direkt zur Alp d’Immez führt.
08:45 Start Alp d’Immez
2.30 Std. Piz Chapisun (von Alp d’Immez)
5.30 Std. 14:45 Piz Champatsch
6.15 Std. 15:30 Piz d’Anschatscha
8.05 Std. Alp d’Immez
Der N-Grat vom Piz Chapisun ist anspruchsvoll, deswegen wird er wohl fast nie gemacht...
Letzte Änderung: 04.08.2026, 22:33Aufrufe: 54 mal angezeigt
Aktuelle Verhältnisse in der Umgebung
Piz Chapisun (2931m)
Gratwanderung vom Piz Chapisun - Piz Champatsch zum Piz d'Anschatscha
Karte


