Piz d´Immez (2892m)15.08.2026
Verhältnisse vom 19.08.2026
Piz Vadret Pitschen (3218m): Umrundung von Val Punt Ota
Piz Barlas-ch:
Ich starte in Brail um 07:30 und steige weglos mühsam über hohe Wiese und Büsche immer am Bach entlang steil durch das Val Stretta zum Munt da Brail. Erst ab ca. P2070Hm wird der Aufstieg dank tiefer Wiese und ohne Büsche angenehmer. Unterhalb von P2760, resp. bei P2703Hm sehe ich das Kreuz vom Munt da Brail. Von P2760 steige ich weiterhin auf Wiese mit sehr wenig eingewachsener Schutt hinab zum Sattel bei P2694 und einfach hoch zum Piz Barlas-ch mit Steinmann und Stock (T3).
Piz Vadret Pitschen:
Vom Piz Barlas-ch steige ich in einfachem Gelände mal hoch mal hinab auf dem Spi da Barlas-ch bis P2865, wo ich nach W auf angenehmen festen Schutt via Seelein bei P2859 mit möglichst wenig Höhenverlust weiter auf eine angenehme Ebene in die E-Mulde auf dem Restgletscher in Richtung Piz Vadret. Der untere Gletscher ist mit Sand und Schutt bedeckt und mittig kann ich nördlich auf Schutt, der mit Eis geklebt ist, problemlos ohne Steigeisen und Pickel hochsteigen. Ich möchte den SE-Kamin vom Piz Vadret, der bei ca. P3030Hm anfängt, kurz anschauen gehen. Im Winter oder unten mit Schnee drinnen sah dies damals ganz anders aus. Für den Einstieg gibt es aktuell zuunterst nur eine senkrechte Wand mit wenigen Griffen (T6, III), kurz danach sieht es besser aus. Das Problem ist nicht die Kletterschwierigkeit, sondern das bröselige und sandige Gestein. Vieles was ich halte bricht gleich mit einer Ladung Staub auseinander. Zudem sind die Felsen glatt und schräg abwärtsgerichtet. Ich finde nach nur 5 Meter keinen guten Halt. Die Tatsache, dass ich neben mir während dieser kurzen Zeit schon zwei Mal Steinschlag hatte, hat mich gewissenslos zum Umkehren bewogen.
Nichts desto trotz habe ich noch 20 Meter weiter östlich eine weitere Wand probiert; ich habe einen Lasso zum einzigen Felsstück, der mir stabil wirkte, hochgeworfen, was bereits beim dritten Mal klappte. NUR hielt dieser blöde Felsstück nicht, so, dass ich nur mit grosser Mühe wieder mein Seil zurückbekam... Nun konzentriere ich wieder auf meine geplante Runde.
Ich ziele den Sattel bei P3130 an und komme dank dem Kies auf dem Eis noch immer ohne Eisen zurecht. Doch kurz vor dem Sattel klafft der Bergschrund weit offen. In der Mitte gäbe es einen kleinen Übergang, der jedoch mit Schutt bestückt ist, was ich nicht riskieren möchte. Ich kämpfe mich in losem Schutt und Blockgelände nach N hoch und klettere auf dem Grat auf lose Felsen mühsam hinab zum Sattel bei P3130 (T6, II).
Nun steige ich steil hoch ohne viel Handeinsatz zum Piz Vadret Pitschen mit Steinmann und Stock (T4+, I).
Piz Punt Ota:
Abstieg via SE-Flanke wäre am einfachsten, auch als Aufstieg, doch ich möchte auf dem SW-Grat bleiben. Der nächste Punkt auf dem Grat, der nicht kotiert ist, erreiche ich einfach (T4, I). Nun steige ich östlich sehr steil und abschüssig vorsichtig ein Kamin hinab bis zu einem Abschwung, den ich westlich umgehe. Der weitere Abschwung muss ich ebenfalls westlich umgehen, nur hier abschüssig über einen schrägen Block hinabklettern. Nun klettere ich direkt auf dem Grat hinab zu einem Sattel bei ca. P3002 (T6, II). Nun steige ich auf Schutt und Kies etwas einfacher hoch zu P3105, wobei ich erst für die letzten paar Meter die Hände einsetzen muss (T4+, I+). Dieser Abschnitt ab Sattel bis P3105 könnte auch gänzlich westlich umgangen werden (T4-).
Der Abstieg zur Fuorcla Punt Ota und der Aufstieg zum Piz Punt Ota mit Steinmann und Stock ist ein Spaziergang (T3).
Piz da l’Hom:
Der Abstieg vom Piz Punt Ota bereits bis P2972 keine Schwierigkeiten. Die schlimmsten Gratzacken zwischen P2972 und P2945 können abschüssig östlich umgangen werden (T5, I+). Nach P2888 kommt nur noch eine kleine Klettereinheit, bis ich via P2965 zum Piz da l’Hom hochkomme (T4+, I).
Piz Fourun:
Der Abstieg vom Piz da l’Hom bewältige ich zuerst im Schutt und später traversiere ich zwei erdige Rinnen bis ich P2878 erreiche. Ab hier lasse ich P2950 beiseite und behalte über Blockgelände die Höhe von P2816. Ab hier erkenne ich heute zum ersten Mal einen schwachen Pfad, den ich gerne benutze. Dieser führt mich direkt auf dem Grat via P2883 zum Piz Fourun mit Steinmann und Stock. Falls nötig, kann der Grat auch leicht südlich einfacher bewältigen (T3+).
Der Abstieg kann auf Wiese gelenkschonend gemeistert werden. Ich bleiber ziemlich direkt auf dem Kamm und komme unterhalb von Murter in den Genuss eines Wanderwegs, der mich direkt nach Cinuos-chel Brail führt.
3 Std. Piz Barlas-ch
6.30 Std. Piz Vadret Pitschen
8.15 Std. Piz Punt Ota
9.15 Std. Piz da l'Hom
10.15 Piz Fourun
12.45 Cinuos-chel Brail
Ich starte in Brail um 07:30 und steige weglos mühsam über hohe Wiese und Büsche immer am Bach entlang steil durch das Val Stretta zum Munt da Brail. Erst ab ca. P2070Hm wird der Aufstieg dank tiefer Wiese und ohne Büsche angenehmer. Unterhalb von P2760, resp. bei P2703Hm sehe ich das Kreuz vom Munt da Brail. Von P2760 steige ich weiterhin auf Wiese mit sehr wenig eingewachsener Schutt hinab zum Sattel bei P2694 und einfach hoch zum Piz Barlas-ch mit Steinmann und Stock (T3).
Piz Vadret Pitschen:
Vom Piz Barlas-ch steige ich in einfachem Gelände mal hoch mal hinab auf dem Spi da Barlas-ch bis P2865, wo ich nach W auf angenehmen festen Schutt via Seelein bei P2859 mit möglichst wenig Höhenverlust weiter auf eine angenehme Ebene in die E-Mulde auf dem Restgletscher in Richtung Piz Vadret. Der untere Gletscher ist mit Sand und Schutt bedeckt und mittig kann ich nördlich auf Schutt, der mit Eis geklebt ist, problemlos ohne Steigeisen und Pickel hochsteigen. Ich möchte den SE-Kamin vom Piz Vadret, der bei ca. P3030Hm anfängt, kurz anschauen gehen. Im Winter oder unten mit Schnee drinnen sah dies damals ganz anders aus. Für den Einstieg gibt es aktuell zuunterst nur eine senkrechte Wand mit wenigen Griffen (T6, III), kurz danach sieht es besser aus. Das Problem ist nicht die Kletterschwierigkeit, sondern das bröselige und sandige Gestein. Vieles was ich halte bricht gleich mit einer Ladung Staub auseinander. Zudem sind die Felsen glatt und schräg abwärtsgerichtet. Ich finde nach nur 5 Meter keinen guten Halt. Die Tatsache, dass ich neben mir während dieser kurzen Zeit schon zwei Mal Steinschlag hatte, hat mich gewissenslos zum Umkehren bewogen.
Nichts desto trotz habe ich noch 20 Meter weiter östlich eine weitere Wand probiert; ich habe einen Lasso zum einzigen Felsstück, der mir stabil wirkte, hochgeworfen, was bereits beim dritten Mal klappte. NUR hielt dieser blöde Felsstück nicht, so, dass ich nur mit grosser Mühe wieder mein Seil zurückbekam... Nun konzentriere ich wieder auf meine geplante Runde.
Ich ziele den Sattel bei P3130 an und komme dank dem Kies auf dem Eis noch immer ohne Eisen zurecht. Doch kurz vor dem Sattel klafft der Bergschrund weit offen. In der Mitte gäbe es einen kleinen Übergang, der jedoch mit Schutt bestückt ist, was ich nicht riskieren möchte. Ich kämpfe mich in losem Schutt und Blockgelände nach N hoch und klettere auf dem Grat auf lose Felsen mühsam hinab zum Sattel bei P3130 (T6, II).
Nun steige ich steil hoch ohne viel Handeinsatz zum Piz Vadret Pitschen mit Steinmann und Stock (T4+, I).
Piz Punt Ota:
Abstieg via SE-Flanke wäre am einfachsten, auch als Aufstieg, doch ich möchte auf dem SW-Grat bleiben. Der nächste Punkt auf dem Grat, der nicht kotiert ist, erreiche ich einfach (T4, I). Nun steige ich östlich sehr steil und abschüssig vorsichtig ein Kamin hinab bis zu einem Abschwung, den ich westlich umgehe. Der weitere Abschwung muss ich ebenfalls westlich umgehen, nur hier abschüssig über einen schrägen Block hinabklettern. Nun klettere ich direkt auf dem Grat hinab zu einem Sattel bei ca. P3002 (T6, II). Nun steige ich auf Schutt und Kies etwas einfacher hoch zu P3105, wobei ich erst für die letzten paar Meter die Hände einsetzen muss (T4+, I+). Dieser Abschnitt ab Sattel bis P3105 könnte auch gänzlich westlich umgangen werden (T4-).
Der Abstieg zur Fuorcla Punt Ota und der Aufstieg zum Piz Punt Ota mit Steinmann und Stock ist ein Spaziergang (T3).
Piz da l’Hom:
Der Abstieg vom Piz Punt Ota bereits bis P2972 keine Schwierigkeiten. Die schlimmsten Gratzacken zwischen P2972 und P2945 können abschüssig östlich umgangen werden (T5, I+). Nach P2888 kommt nur noch eine kleine Klettereinheit, bis ich via P2965 zum Piz da l’Hom hochkomme (T4+, I).
Piz Fourun:
Der Abstieg vom Piz da l’Hom bewältige ich zuerst im Schutt und später traversiere ich zwei erdige Rinnen bis ich P2878 erreiche. Ab hier lasse ich P2950 beiseite und behalte über Blockgelände die Höhe von P2816. Ab hier erkenne ich heute zum ersten Mal einen schwachen Pfad, den ich gerne benutze. Dieser führt mich direkt auf dem Grat via P2883 zum Piz Fourun mit Steinmann und Stock. Falls nötig, kann der Grat auch leicht südlich einfacher bewältigen (T3+).
Der Abstieg kann auf Wiese gelenkschonend gemeistert werden. Ich bleiber ziemlich direkt auf dem Kamm und komme unterhalb von Murter in den Genuss eines Wanderwegs, der mich direkt nach Cinuos-chel Brail führt.
3 Std. Piz Barlas-ch
6.30 Std. Piz Vadret Pitschen
8.15 Std. Piz Punt Ota
9.15 Std. Piz da l'Hom
10.15 Piz Fourun
12.45 Cinuos-chel Brail
Heute eine zügige Bise, dank der ich nie ins Schwitzen kam!
Routeninformationen
Piz Vadret Pitschen (3218m)
Umrundung von Val Punt Ota Piz Barlas-ch - Piz Vadret Pitschen - Piz Punt Ota - Piz da l'Hom - Piz Fourun
Evt. Steigeisen und Pickel
Letzte Änderung: 20.08.2026, 00:54Aufrufe: 31 mal angezeigt
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