Matterhorn (4478m)08.09.2026
Verhältnisse vom 13.09.2026
Grande Dent de Veisivi (3418m): Nordwestgrat vom Col de Tsarmine
Start um 10:00 Uhr bei Arolla Satarma.
Im Bus alles für den Start Ab- und draussen wegen dem Schattenhang und der Kälte alles wieder angezogen.
Nach der Holzbrücke lauft man kurz auf dem Fahrweg und biegt nach dem Bach auf dem Wanderweg nach E. Er ist bis zum Col de Tsarmine zwar nicht markiert, aber gut ausgebaut, leicht erkennbar und sehr schön zu besteigen. Unten kratzen zwar die Büsche an den Waden und bei der Bachüberquerung ist der Wanderweg aufgrund eines Murgangs kurz unterbrochen, jedoch ist jede kleine Umgehung bestens mit Steinmännchen bestückt. Ohne Schwierigkeiten erreichte ich ziemlich zügig den Col de Tsarmine (T3).
Beim Pass machte ich Schuhwechsel und staunte, dass mich jemand auf dem Grande Dent du Veisivi NW-Grat zuruft, da ich bis anhin noch keine Menschenseele angetroffen hatte. Von unten sah ich, dass er ein wenig Mühe hatte den richtigen Weg zu finden. Rasch schloss ich mich auf und fühlte mich fast etwas verpflichtet diesen älteren Herren den bestmöglichen Weg bis zum Gipfel aufzuzeigen. Ich erfuhr von seinen 3 Kletteraufstiege via SE-Grat zum Petite Dent du Veisivi mit Abstieg via WSW-Grat, wobei letzteres auch gut ohne Seil zu machen sei.
Der NW-Grat vom Grande Dent Du Veisivi ist mit nur wenig Blockgelände, meist auf Platten und weiter oben etwas harter Erde einfach, für mich jedenfalls. Am besten bleibt man auf dem Grat. Man muss nur an 2 Stelle kurz nach W ausweichen. Vereinzelte Steinmännchen weisen auch hier den richtigen Weg auf. Man bleibt direkt unter dem SW-Grat, besteigt diesen jedoch nicht (T4+, I). Unten durch führt zuletzt ein kleiner gut gestufter Kamin hoch zum SW-Grat und im Gehgelände einfach weiter zum Gipfel (T5, II-).
Herrliche Aussicht zum benachbarten Gipfel Dent du Perroc und weiter weg den Dent Blanche.
Der Herr hat sich im Kamin abgeseilt, doch ich stieg da ohne das Gesicht zum Fels einfach hinab.
Für diesen Berg ist sicher kein Seil nötig. Das motiviert mich den WSW-Grat zum Petit Dent du Veisivi auch ohne Seil besteigen und verabschiedete mich von ihm.
Ich sammelte beim Pass meine Laufschuhe ein und stieg auf dem Wanderweg hinab bis ca. 2895 Hm. Nun stieg ich auf einem schlecht erkennbaren Pfad fälschlicherweise zu fest westlich und kam deswegen hoch zum WSW-Grat beim Gipfelkreuz aus Holz leider in schwierigerem Gelände (T6, II). Bitte hierzu unbedingt mein GPS hinab und nicht hinauf benutzen!
Der WSW-Grat sieht von hier aus gar nicht einfach aus. Trotzdem habe ich noch etwas Zeit dafür einberechnet, bevor der letzte Bus von Arolla nach Sion fährt. Ich schleiche mich am Grat an, umgehe die ersten Felsen nördlich vom Grat über Schutt- und Felsbänder mit viel nassem Moos, damit die Sache natürlich spannend bleibt. Der Weg ist für mich nicht klar erkennbar; nahe am Grat liegt die Kletterschwierigkeit bei III und nördlicher davon bewegt man sich in Risse und kleine Bänder stets nahe am Abgrund (T6+, II).
Unterwegs entdeckte ich zuerst eine alte Reepschnur, die beim ziehen ganz in der Hand lag und weiter oben ein sehr altes schwarzes Seil um einen Felsblock, der jedoch doch noch meine Belastung Stand hielt. Ich kletterte zwei Stellen im III-er Bereich hoch, und merkte, dass ich dafür viel zu viel Zeit benötigte. Unter der flachen Felswand unterhalb des Gipfels fand ich einfach keine Griffe mehr. Da riss ich einen Rucksackgrossen Broken aus der Wand heraus, der oberhalb von mir zum Glück stehen blieb. Für mich war das das Zeichen umzudrehen ohne wenn und aber, auch wenn es nur ein paar Meter unter dem Gipfel war.
Hinab war es in diesem Gelände noch schwieriger als hinauf. Kurz dachte ich an dem älteren Herren, der da anscheinend ohne Seil hinab kommt, aber soeben vorhin für das einfache Kamin abseilen musste...
Ich packte meine Notfall Reepschnur aus und musste mich hier tatsächlich zwei Mal 5 Meter hinab lassen. Auf dem Sattel erwischte ich den richtigen Pfad, der mich wieder zurück zum Wanderweg führte.
Ich schaute auf die Uhr: Auwaja, in 50 Minuten fährt ja unten der letzte Bus und ich muss 1'100 Hm hinab! Somit Schuhwechsel und mit Höchstgeschwindigkeit hinab was die Beine halten. Unten hatten meine Beine wegen den Büschen ein hartes Peeling ertragen müssen, jedoch war ich einfach nur erleichtert den letzten Bus wieder einmal gerade noch erwischt zu haben...
2.30 Std. Col de Tsarmine
3.30 Std Grande Dent du Veisivi
4.30 Std. Col de Tsarmine
8.15 Std. Arolla Satarma
Im Bus alles für den Start Ab- und draussen wegen dem Schattenhang und der Kälte alles wieder angezogen.
Nach der Holzbrücke lauft man kurz auf dem Fahrweg und biegt nach dem Bach auf dem Wanderweg nach E. Er ist bis zum Col de Tsarmine zwar nicht markiert, aber gut ausgebaut, leicht erkennbar und sehr schön zu besteigen. Unten kratzen zwar die Büsche an den Waden und bei der Bachüberquerung ist der Wanderweg aufgrund eines Murgangs kurz unterbrochen, jedoch ist jede kleine Umgehung bestens mit Steinmännchen bestückt. Ohne Schwierigkeiten erreichte ich ziemlich zügig den Col de Tsarmine (T3).
Beim Pass machte ich Schuhwechsel und staunte, dass mich jemand auf dem Grande Dent du Veisivi NW-Grat zuruft, da ich bis anhin noch keine Menschenseele angetroffen hatte. Von unten sah ich, dass er ein wenig Mühe hatte den richtigen Weg zu finden. Rasch schloss ich mich auf und fühlte mich fast etwas verpflichtet diesen älteren Herren den bestmöglichen Weg bis zum Gipfel aufzuzeigen. Ich erfuhr von seinen 3 Kletteraufstiege via SE-Grat zum Petite Dent du Veisivi mit Abstieg via WSW-Grat, wobei letzteres auch gut ohne Seil zu machen sei.
Der NW-Grat vom Grande Dent Du Veisivi ist mit nur wenig Blockgelände, meist auf Platten und weiter oben etwas harter Erde einfach, für mich jedenfalls. Am besten bleibt man auf dem Grat. Man muss nur an 2 Stelle kurz nach W ausweichen. Vereinzelte Steinmännchen weisen auch hier den richtigen Weg auf. Man bleibt direkt unter dem SW-Grat, besteigt diesen jedoch nicht (T4+, I). Unten durch führt zuletzt ein kleiner gut gestufter Kamin hoch zum SW-Grat und im Gehgelände einfach weiter zum Gipfel (T5, II-).
Herrliche Aussicht zum benachbarten Gipfel Dent du Perroc und weiter weg den Dent Blanche.
Der Herr hat sich im Kamin abgeseilt, doch ich stieg da ohne das Gesicht zum Fels einfach hinab.
Für diesen Berg ist sicher kein Seil nötig. Das motiviert mich den WSW-Grat zum Petit Dent du Veisivi auch ohne Seil besteigen und verabschiedete mich von ihm.
Ich sammelte beim Pass meine Laufschuhe ein und stieg auf dem Wanderweg hinab bis ca. 2895 Hm. Nun stieg ich auf einem schlecht erkennbaren Pfad fälschlicherweise zu fest westlich und kam deswegen hoch zum WSW-Grat beim Gipfelkreuz aus Holz leider in schwierigerem Gelände (T6, II). Bitte hierzu unbedingt mein GPS hinab und nicht hinauf benutzen!
Der WSW-Grat sieht von hier aus gar nicht einfach aus. Trotzdem habe ich noch etwas Zeit dafür einberechnet, bevor der letzte Bus von Arolla nach Sion fährt. Ich schleiche mich am Grat an, umgehe die ersten Felsen nördlich vom Grat über Schutt- und Felsbänder mit viel nassem Moos, damit die Sache natürlich spannend bleibt. Der Weg ist für mich nicht klar erkennbar; nahe am Grat liegt die Kletterschwierigkeit bei III und nördlicher davon bewegt man sich in Risse und kleine Bänder stets nahe am Abgrund (T6+, II).
Unterwegs entdeckte ich zuerst eine alte Reepschnur, die beim ziehen ganz in der Hand lag und weiter oben ein sehr altes schwarzes Seil um einen Felsblock, der jedoch doch noch meine Belastung Stand hielt. Ich kletterte zwei Stellen im III-er Bereich hoch, und merkte, dass ich dafür viel zu viel Zeit benötigte. Unter der flachen Felswand unterhalb des Gipfels fand ich einfach keine Griffe mehr. Da riss ich einen Rucksackgrossen Broken aus der Wand heraus, der oberhalb von mir zum Glück stehen blieb. Für mich war das das Zeichen umzudrehen ohne wenn und aber, auch wenn es nur ein paar Meter unter dem Gipfel war.
Hinab war es in diesem Gelände noch schwieriger als hinauf. Kurz dachte ich an dem älteren Herren, der da anscheinend ohne Seil hinab kommt, aber soeben vorhin für das einfache Kamin abseilen musste...
Ich packte meine Notfall Reepschnur aus und musste mich hier tatsächlich zwei Mal 5 Meter hinab lassen. Auf dem Sattel erwischte ich den richtigen Pfad, der mich wieder zurück zum Wanderweg führte.
Ich schaute auf die Uhr: Auwaja, in 50 Minuten fährt ja unten der letzte Bus und ich muss 1'100 Hm hinab! Somit Schuhwechsel und mit Höchstgeschwindigkeit hinab was die Beine halten. Unten hatten meine Beine wegen den Büschen ein hartes Peeling ertragen müssen, jedoch war ich einfach nur erleichtert den letzten Bus wieder einmal gerade noch erwischt zu haben...
2.30 Std. Col de Tsarmine
3.30 Std Grande Dent du Veisivi
4.30 Std. Col de Tsarmine
8.15 Std. Arolla Satarma
Bei Gipfelbekanntschaften gibt es meiner Meinung nach Themen (v.a. Politik und auch Umwelt, v.a. dann, wenn man selber Auto fährt), die sicher nicht dort oben gehören!
Letzte Änderung: 14.09.2026, 07:15Aufrufe: 579 mal angezeigt
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