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Verhältnisse vom 23.03.2024

Rifugio Sponda (1997m)

AndréTT
Unterwegs mit: Anna
2 Personen
Hauptziel erreicht
ausgezeichnet
Anfahrt:
Über die Nord-Süd-Verkehrsachse auf der Autobahn A2 von Norden (Wassen) durch den 16 km langen St. Gotthard-Tunnel bis Ausfahrt Nr. 43: Faido, oder von Süden (Biasca) dorthin. In Chiggiogna fährt man auf der Kantonstraße 2 südostwärts bis Lavorgo (615 m). Am südlichen Ortsende biegt eine Straße westwärts ab und führt über den Ticino und die Autobahn nach Nivo. Von dort fährt man auf der Hauptstraße weiter Richtung Süden in einigen Serpentinen hinauf nach Chironico (787 m). Dort geradeaus durch den Ort Richtung Sportplatz und Gewerbegebiet. Vor dem Bach Ticinetto biegt nach Westen die schmale Teerstraße Nucleo ab. Auf dieser fährt man ca. 200 m zu der Talstation von 2 Materialseilbahnen nach Cala, bzw. nach Doro. Weiter auf schmalem Teersträßchen gelangt man nach ca. 1,5 km taleinwärts zu einem Parkplatz nach einer Holzhütte (935 m). Danach endet die Straße für öffentlichen Fahrverkehr bei einem kleineren Parkplatz.
Route: 5,7 km; (Schwierigkeit: WT 2):
Valle – Bildstock – Cappellata P 1085 – Sagnoi - Cala – P 1497 – P 1537 – P 1828 – Rif. Sponda
Beim Wegweiser am Holzhüttchen fängt der rot-weiß signalisierte Aufstiegsweg an zum Rifugio Alpe Sponda. Nach 6 min. gelangt man zu einem Bildstock mit rosa getünchter Ummauerung (990 m). Weiter hinauf beginnt eine sehr steile Mulattiera. In Serpentinen gelangt man zu einem Wegweiser bei der Capelletta (P 1085), wo nach rechts ein Bergweg abzweigt nach Gei, Graslic, bzw. Dora. Hier hält man sich jedoch links und folgt dem breiten Alpweg hinauf zu den Ruinen der Holzhütten von Sagnoi (P 1260). Unterhalb von diesen dreht der Mulattiera nach Westen zu einer Beton-Brücke über einen Bachtobel. Nach 1¼ Std. erreicht man die Hanglichtung mit dem Maisäß Cala (1460 m). Beim Wegweiser an der Kirche hält man sich links und läuft am Waschhaus vorbei in westliche Richtung zum Waldrand hin. Vor letzter Hütte steht ein weiterer Wegweiser. Nach rechts beginnt der Via sende (weißer Pfeil „Sentiero non ufficiale“). Man bleibt geradeaus und folgt den rot-weißen Markierungen zu einem Bachlauf etwas hinab. Nach dessen Überquerung gelangt man unsteil hoch zum Wegweiser P 1497, wo ein Bergpfad abzweigt in Richtung Lago Laghetto und Passo di Piatto. Nach nächstem Wegweiser P 1537 bei Piano del Ör beginnt ein Aufstieg in Serpentinen nordwestwärts durch den Fichtenwald. Beim Wegweiser P 1828 trifft man wieder auf den oberen Sentiero un ufficiale, der von rechts ankommt. Beim dortigen Wegweiser führt ein Bergweg südwärts hinunter zum Ticinetto im oberen Val Chirironico. Weiter hinauf gelangt man aus dem Wald heraus zur Alpe Sponda (1928 m). Von hier nun zur bald sichtbaren Sponda-Hütte der Sektion Chiasso des Tessiner Alpenverbands (SAT) auf 1997 m Höhe (4 Std.). Das im Jahr 1948 gebaute Rifugio bei der Alpe Sponda wurde durch eine Lawine im Jahr 1975 zerstört. 37 Jahre später wurde ein neues Rifugio wieder aufgebaut.

Tourenbeginn um 03:15 Uhr bei 4°C unter Vollmond und mit Stirnlampe. Ab Calle die Schneeschuhe angeschnallt. Nur noch Reste einer Skispur von vor 5 Tagen danach an manchen Stellen erkennbar. Wir orientierten uns nach der Sommerroute durch den Wald. Der Schnee war wegen den Temperaturen in letzter Zeit nicht gefroren, wir sanken jedoch nicht tief ein mit den Schneeschuhen. Nur sind immer wieder mal kurze Stellen im Wald schneefrei bis P 1537. Am Vormittag zogen dann ungemütliche Nebel- und Grieselschnee-Wolken auf. Zeitweise mit geringem Schneefall. Ebenso nahmen dann die Windböen zu.
Die Hütte wird bewartet lediglich in der Zeit von Ende Juni bis Anfang Oktober. In dieser Zeit gibt es dort insgesamt 60 Übernachtungsplätze im Lager und in den Zimmern. Außerhalb dieser Zeit ist sie bis auf die Zimmer geöffnet und fungiert als Selbstversorger-Hütte, wo dann nur noch das Matratzenlager offen bleibt mit den 6 Doppelstockbetten und die beiden Doppelstockbetten im Aufenthalts- und Küchenraum ausstaffiert jeweils mit neuem Duvet. Im Winter gibt es nur im Dusch- und WC-Raum im Keller fließendes Wasser. Der Wasserhahn draußen vor der Hütte ist im Winter abgestellt. Geheizt wird mit einem Holzofen. Das Brennholz dafür liegt rechts vor der Eingangstür an der Südseite des Gebäudes unterhalb des Balkons. In der Hütte läuft eine kleine Wasser-Turbine zur Stromerzeugung. An der Süd- und Westseite der Hütte hängen PV-Paneele ebenfalls zur Stromerzeugung. Darum gibt es Strom auf der Hütte für elektrische Beleuchtung und eine Steckdosenleiste. Im Aufenthaltsraum gibt es 2 Tische mit Sitzhockern, einem Kochherd, der mit Holz befeuert wird, dessen kleine Feuerkammer jedoch sehr gut zieht. Ein Getränkevorrat wird etabliert für die Zeit außerhalb der Bewartungszeit. Der Zustand des Vorrats hängt natürlich davon ab, wieviel und welche Besucher zuvor dort sich etablierten.
Nach meiner Tour am 30.10.2017 (siehe Gipfelbuch-Eintrag zum Passo di Ghiacciaone) wieder hier. Im Rifugio Sponda machten wir morgens nach unserem nächtlichen Aufstieg 3 Stunden Pause. Wir setzten den Holzofen in Betrieb und erzeugten Heißwasser. Laut Hüttenbuch waren wir erst 8. und 9. Besucher der Hütte in diesem Jahr. Die Getränkevorräte bestehen im Rifugio allerdings nur noch aus einer Handvoll Cola-Dosen und Sprite-Flaschen. Wir hatten jedoch unsere Verpflegungssachen unabhängig davon dabei, bis auf Wasser. Wichtig war und ist auf der Hütte darum, das funktionierende Wasser im Dusch-u. WC-Räumchen (ansonsten ist Schneeschmelzen angesagt), ein kleiner Holzofen, der ausgezeichnet zieht, sowie super trockenes Feuerholz unterm Dach neben der Eingangstür in (noch) großer Menge. Die vierflammige Propangas-Kochplatte ist jedoch nicht betriebsbereit, weil der vorgeschaltete Münz-Gaszähler den Gasfluß nicht frei gibt. Womöglich ist dieser verstopft von den vielen 20-Rappen-Münzen (laut Gehäuseaufschrift), oder 20-Ct-Münzen laut Aufkleber ? Die oberste 20-Ct-Münze ist von mir. Mein 20-Rp-Münzchen für 2. Versuch ließ ich dann lieber sein. Als Verbesserungsvorschlag für den SAT rege ich an, diesen Zähler bei nächster Gelegenheit auszubauen und stattdessen die Benutzungspauschale der Hütte um einen „Gas-Franken“ heraufzusetzen. ? Aber das war ja gar nicht tragisch. Denn der Holz-Kochherd funktioniert bestens zum Heizen und Kochen. Nur wenn schon so ein Luxus von Propangas auf dieser empfehlenswerten Hütte zur Verfügung steht, sollte man deren Gasversorgung nicht verkomplizieren aus fiskalischen Gründen. Das hat die Schweiz bestimmt nicht nötig.
Als wir am Nachmittag von unserer Tour vom Passo di Ghiacciaone zurückkamen, sahen wir 7 Skitourengänger der SAC-Sektion Toggenburg von der Hütte über die Skiroute aufsteigen. 2 weitere von ihnen bereiteten dagegen auf der Hütte schon das Abendessen vor. Inzwischen war es in der Hütte nun gemütlich warm geworden. Der Tourenführer der Gruppe bot uns dann auch noch einen Aperitif und die Pilznudeln an. Danke !
Verhältnis Bilder
Letzte Änderung: 27.03.2024, 02:35Aufrufe: 314 mal angezeigt

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