Mont Dolent (3820m)25.05.2026
Verhältnisse vom 28.09.2014
Mont Blanc (4808m): Normalroute Goûter (Tête Rousse, Refuge du Goûter, Abri-refuge Vallot und Bossesgrat)
Wir hatten an allen Tagen optimale Tourenverhältnisse. In den schattseitig gelegenen Passagen mit glattem Schnee und Eisflächen war besondere Vorsicht geboten. Ein Absteigender einer anderen Gruppe rutschte aus und stürzte in die felsdurchsetzte Flanke. Er hatte Glück, sich nur Blessuren zugezogen zu haben.
Das Grand Couloir konnten wir im Aufstieg gut queren. Im Abstieg musste der Steinschlag jedoch beachtet werden. Im Verhältnis zu diversen Berichten hielt sich dieser jedoch zu unserem Glück sehr in Grenzen.
Ich teile den Aufstieg von der Refuge de Tête Rousse zum Gipfel des Mont Blanc in drei Abschnitte ein: 1. Aufstieg bis zur Le Refuge du Goûter, 2. Aufstieg zur Abri-refuge Vallot und 3. Bossesgrat. Im 2. Abschnitt gab es keine nennenswerten Herausforderungen. Im 3. Abschnitt merkte man die Höhe schon ziemlich. Aber im richtigen Schritt war fast normales Atmen möglich. Der lange und scharfe Grat zum Gipfel erfordert schon absolute Schwindelfreiheit und sicheres Gehen mit Steigeisen. Wir hatten Glück, da wir auf den extrem schmalen und ausgesetzten Gratabschnitten keine Begegnungen mit anderen Seilschaften hatten.
Das Grand Couloir konnten wir im Aufstieg gut queren. Im Abstieg musste der Steinschlag jedoch beachtet werden. Im Verhältnis zu diversen Berichten hielt sich dieser jedoch zu unserem Glück sehr in Grenzen.
Ich teile den Aufstieg von der Refuge de Tête Rousse zum Gipfel des Mont Blanc in drei Abschnitte ein: 1. Aufstieg bis zur Le Refuge du Goûter, 2. Aufstieg zur Abri-refuge Vallot und 3. Bossesgrat. Im 2. Abschnitt gab es keine nennenswerten Herausforderungen. Im 3. Abschnitt merkte man die Höhe schon ziemlich. Aber im richtigen Schritt war fast normales Atmen möglich. Der lange und scharfe Grat zum Gipfel erfordert schon absolute Schwindelfreiheit und sicheres Gehen mit Steigeisen. Wir hatten Glück, da wir auf den extrem schmalen und ausgesetzten Gratabschnitten keine Begegnungen mit anderen Seilschaften hatten.
Es ist absolut eine Krönung, den erhabenen 'Monarchen', wie der Mont Blanc genannt wird, besuchen zu dürfen. Dann auch noch bei einem so schönen Tag vom Dach der Alpen zu blicken ist wahres Bergsteigerglück. Das Ganze muss natürlich schon verdient werden. Dabei sind die langen An- und Abstiege mit der entsprechend schweren Hochtourenausrüstung das Wenigste. Dass die Zahnradbahn bereits den Betrieb eingestellt hat und die Seilbahnen auch nur bis Sonntag liefen, war vielleicht eher von Vorteil, da sich der Ansturm über den Normalweg auf den Gipfel an dem schönen Wochenende in Grenzen hielt.
Die Hütten sind so eine Sache für sich. Zum Glück gibt es sie, aber wie ...! Das Abri-refuge Vallot gleicht einem einzigen Müllcontainer, es ist nur ekelerregend und grausig ... In der Refuge de Tête Rousse musste im nassklammen Lager schon eine gewisse Gleichgültigkeit aufgebracht werden. Ebenso dafür, dass es im WC und Waschbereich kein Wasser gibt. Man musste sich mit Mineralwasser (5,20 € pro Flache) behelfen. Die Toleranzgrenze wurde jedoch absolut ausgereizt, wenn der Hüttenwirt ohne Ankündigung das Licht abdreht und kein Verständnis zeigt, dass die bei ihm teuer erstandene Weinflasche (nicht die einzige) um ca. 20:30 Uhr erst zur Hälfte konsumiert war. Es war der letzte Abend vor Hüttenschließung und bis auf einen einsamen Japaner (er ging auch erst um 7:30 Uhr los) ist keiner mehr am nächsten Tag Richtung Gipfel aufgestiegen. Es gab vom Wirt kein Einlenken und der Wein wurde halt bei einer Stirnlampe ausgetrunken und er schmeckte trotzdem vorzüglich.
Ich glaube einfach, dass man sich mit dem Angeführten abfinden muss. In Summe ist es für mich eine unvergessliche und wunderbare Hochtour. Diese war schon länger ein insgeheimer Wunsch von mir, der sich jetzt überraschend schnell erfüllte. Danke Karl, für die tolle Organisation der Tour, bei der auch Roland sehr hilfreich zur Seite stand. Und gemeinsam gelang uns dann zu fünft der schöne Erfolg, auf diesem besonderen Berg zu stehen und wohlbehalten wieder zurück zu sein. Diese besondere Tour wieder gemeinsam in Seilschaft mit meinem Bruder zu gehen, möchte ich an der Stelle doch noch speziell erwähnen. Supa Rudi :-)
Uf http://www.spaceglider.at/touren/bsm.htm sind no a paar Fötile …
Die Hütten sind so eine Sache für sich. Zum Glück gibt es sie, aber wie ...! Das Abri-refuge Vallot gleicht einem einzigen Müllcontainer, es ist nur ekelerregend und grausig ... In der Refuge de Tête Rousse musste im nassklammen Lager schon eine gewisse Gleichgültigkeit aufgebracht werden. Ebenso dafür, dass es im WC und Waschbereich kein Wasser gibt. Man musste sich mit Mineralwasser (5,20 € pro Flache) behelfen. Die Toleranzgrenze wurde jedoch absolut ausgereizt, wenn der Hüttenwirt ohne Ankündigung das Licht abdreht und kein Verständnis zeigt, dass die bei ihm teuer erstandene Weinflasche (nicht die einzige) um ca. 20:30 Uhr erst zur Hälfte konsumiert war. Es war der letzte Abend vor Hüttenschließung und bis auf einen einsamen Japaner (er ging auch erst um 7:30 Uhr los) ist keiner mehr am nächsten Tag Richtung Gipfel aufgestiegen. Es gab vom Wirt kein Einlenken und der Wein wurde halt bei einer Stirnlampe ausgetrunken und er schmeckte trotzdem vorzüglich.
Ich glaube einfach, dass man sich mit dem Angeführten abfinden muss. In Summe ist es für mich eine unvergessliche und wunderbare Hochtour. Diese war schon länger ein insgeheimer Wunsch von mir, der sich jetzt überraschend schnell erfüllte. Danke Karl, für die tolle Organisation der Tour, bei der auch Roland sehr hilfreich zur Seite stand. Und gemeinsam gelang uns dann zu fünft der schöne Erfolg, auf diesem besonderen Berg zu stehen und wohlbehalten wieder zurück zu sein. Diese besondere Tour wieder gemeinsam in Seilschaft mit meinem Bruder zu gehen, möchte ich an der Stelle doch noch speziell erwähnen. Supa Rudi :-)
Uf http://www.spaceglider.at/touren/bsm.htm sind no a paar Fötile …
Routeninformationen
Mont Blanc (4808m)
Normalroute Goûter (Tête Rousse, Refuge du Goûter, Abri-refuge Vallot und Bossesgrat) 1. Tag: Vom Parkplatz bei Les Bettières oberhalb von Bionnassay geht es auf dem Güterweg ein Stück taleinwärts bis zur Abzweigung nach Bellevue. Auf dem breiten Geländerücken angekommen sieht man schön den weiteren Tourenverlauf bis hinauf zur Refuge du Goûter (3835m) und zum Dôme du Goûter (4304 m). Nun folgt man der Zahnradbahnstrecke hinauf bis zum Col du Mont Lachat und steigt linkshaltend weiter zum Col des Rognes hinauf. Stahlseile und Ketten sowie eine Leiter versichern bzw. unterstützen im steileren Endanstieg. Nach Überschreitung der weiten Senke in südlicher Richtung steigt man über die Felsenrippe zum Teil ausgesetzt zur Refuge de Tête Rousse (3167m) auf, die nach Überschreitung des Gletscherfeldes erreicht wird.
2. Tag: Es ist der Tag mit dem Aufstieg zum Gipfel und zurück zur Refuge de Tête Rousse. Um 1:00 Uhr ist Aufstehen und um ca. 2:00 Uhr nach dem Frühstück beginnt der nicht ungefährliche Anstieg zur Refuge du Goûter. Das Überqueren des 'Grand Couloir' (bekannt auch als Couloir de la Mort, passieren da wegen Steinschlag immer wieder schwere und tödliche Unfälle) ist um diese Zeit noch relativ sicher. Über steile und im oberen Teil gut mit Stahlseilen und -stangen versicherten Felsrippen steigt und klettert man zur alten 'Refuge du Goûter' hinauf. Rechtshaltend auf den Gratrücken quert man anschließend zum weiträumigen Gletscheraufschwung und folgt diesem zum Dôme du Goûter. Nach der anschließenden Senke geht es über eine steilere Flanke zur Abri-refuge Vallot (4362m) hinauf, das auf einer Felsenklippe thront. Bis hierher bekommt man wegen der Dunkelheit bis auf das stete Steigen und die dünner werdende Luft kaum etwas von der Route mit. Jetzt zeichnet sich der letzte Aufschwung zum Gipfel schon gut ab und es eröffnet sich einem die Weiträumigkeit des Geländes und die Ausgesetztheit des Bossesgrates, vorallem im letzten Stück zum Gipfel. Das überraschend sanft anmutende Gipfelfeld lädt bei entsprechendem Wetter zum staunenden und beschaulichen Verweilen. Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute. Erst jetzt tut sich auf ganzer Strecke die grandiose Weite sowie die Ausgesetztheit mit den gewaltigen Tiefenblicken auf. Der Dôme du Goûter kann noch leicht 'mitgenommen' werden. Die Querung im 'Grand Couloir' ist nun wegen der fortgeschrittenen Tageszeit diffiziler. Es bietet sich durchaus an, die Tagestour bei der neu errichteten Refuge du Goûter zu beenden und erst am nächsten Tag zur Refuge de Tête Rousse und weiter ins Tal abzusteigen.
3. Tag: Bis zum Col des Rognes folgt man dem Hüttenweg. Danach steigt man linkshaltend zur Refuge du Nid d'Aigle (2482m). Die leblosen Steinflächen sind nun verlassen und bei zunehmender Vegetation geht auf dem bestens angelegten Bergpfad am Glasier de Bionnassay und seinen weiten Moränen in die lieblich anmutende Senke unterhalb von Bellevue hinunter. Bald danach ist der Güterweg und die Abzweigung nach Bellevue erreicht und man folgt dem Güterweg wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tour.
Das ist eine von vielen Tourenmöglichkeiten auf den Mont Blanc. Im Internet und diverser Literatur ist eine Menge Informationsmaterial zu finden. Das Buch 'Viertausender der Alpen' von Dumler und Burkhardt ist mir ein informatives Nachschlagewerk geworden.
2. Tag: Es ist der Tag mit dem Aufstieg zum Gipfel und zurück zur Refuge de Tête Rousse. Um 1:00 Uhr ist Aufstehen und um ca. 2:00 Uhr nach dem Frühstück beginnt der nicht ungefährliche Anstieg zur Refuge du Goûter. Das Überqueren des 'Grand Couloir' (bekannt auch als Couloir de la Mort, passieren da wegen Steinschlag immer wieder schwere und tödliche Unfälle) ist um diese Zeit noch relativ sicher. Über steile und im oberen Teil gut mit Stahlseilen und -stangen versicherten Felsrippen steigt und klettert man zur alten 'Refuge du Goûter' hinauf. Rechtshaltend auf den Gratrücken quert man anschließend zum weiträumigen Gletscheraufschwung und folgt diesem zum Dôme du Goûter. Nach der anschließenden Senke geht es über eine steilere Flanke zur Abri-refuge Vallot (4362m) hinauf, das auf einer Felsenklippe thront. Bis hierher bekommt man wegen der Dunkelheit bis auf das stete Steigen und die dünner werdende Luft kaum etwas von der Route mit. Jetzt zeichnet sich der letzte Aufschwung zum Gipfel schon gut ab und es eröffnet sich einem die Weiträumigkeit des Geländes und die Ausgesetztheit des Bossesgrates, vorallem im letzten Stück zum Gipfel. Das überraschend sanft anmutende Gipfelfeld lädt bei entsprechendem Wetter zum staunenden und beschaulichen Verweilen. Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute. Erst jetzt tut sich auf ganzer Strecke die grandiose Weite sowie die Ausgesetztheit mit den gewaltigen Tiefenblicken auf. Der Dôme du Goûter kann noch leicht 'mitgenommen' werden. Die Querung im 'Grand Couloir' ist nun wegen der fortgeschrittenen Tageszeit diffiziler. Es bietet sich durchaus an, die Tagestour bei der neu errichteten Refuge du Goûter zu beenden und erst am nächsten Tag zur Refuge de Tête Rousse und weiter ins Tal abzusteigen.
3. Tag: Bis zum Col des Rognes folgt man dem Hüttenweg. Danach steigt man linkshaltend zur Refuge du Nid d'Aigle (2482m). Die leblosen Steinflächen sind nun verlassen und bei zunehmender Vegetation geht auf dem bestens angelegten Bergpfad am Glasier de Bionnassay und seinen weiten Moränen in die lieblich anmutende Senke unterhalb von Bellevue hinunter. Bald danach ist der Güterweg und die Abzweigung nach Bellevue erreicht und man folgt dem Güterweg wieder zurück zum Ausgangspunkt der Tour.
Das ist eine von vielen Tourenmöglichkeiten auf den Mont Blanc. Im Internet und diverser Literatur ist eine Menge Informationsmaterial zu finden. Das Buch 'Viertausender der Alpen' von Dumler und Burkhardt ist mir ein informatives Nachschlagewerk geworden.
Letzte Änderung: 01.10.2014, 23:55Aufrufe: 4806 mal angezeigt
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