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SkitourSehr guter Eintrag
1 Person
max. 5 Personen
auf gleicher Route
Hauptziel nicht erreicht, umgekehrt auf 3111m
gut
Oben: Pulver
Unten: Pulver
Gleich wie Lawinenbulletin wahrgenommen
Der Gletscher ist mässig gut eingeschneit aber mit überlegter Routenwahl, Achtsamkeit und einem guten Auge, gut zu überqueren. Die Eisflanke direkt neben der Haslerrippe ist blank, daneben aber zumindest optisch eingeschneit. Stellenweise recht viel lockerer Triebschnee.

Start war am 28.12 ab dem Jungfraujoch. Mit etwa 20-25kg am rücken und zwei Rucksäcken machte ich mich auf den weg Via Hochtour-Route zum Konkordiaplatz. Direkt am Anfang ging der Plastikverschluss meines
Hüftgurtes kaputt also wurde Improvisiert. Im endeffekt vielleicht sogar besser gewesen, da die verzurrten Bändel gefühlt besser hielten als die Schnallen. Am Konkordiaplatz genoss ich nochmals die Sonne bevor es dann in die schattige Eiswüste des Aletschfirns ging.

Ca. 1.5h vom Bergschrund entfernt biwakiert um den Zustieg an diesen kurzen Tagen zu verkürzen. An sich relativ angenehm gewesen,(so angenehm wie ein Winter Biwak nun mal sein kann) leider in der Nacht dann aber doch trotz gutem Schlafsack kalt gehabt. Am nächsten Morgen mit 1h verspätung also um 8 Uhr, mit eher geringer Motivation gestartet was dann auch zum Umkehren unterhalb des Bergschrunds geführt hat. Wenn der Wille fehlt ist jegliches Durchkämpfen solo einfach zu gefährlich.

Also zurück zum Biwak, schnell schnell alles zusammengepackt und raus aus der eisigen Kälte zurück zum Konkordiaplatz an die Sonne. Spannend wie der Wind abflacht sobald man wieder am platz ist. Vor der endlos langen Leiter der Konkordiahütte eine kleine Pause gemacht. Was eigentlich als Belohnung anfing, weil ich eben nicht wie ein "Löli" ohne gefühl mich durchgekämpft habe, fühlte sich beim erklimmen der Stufen, mit so viel Gepäck, eher wie eine Bestrafung an.

Nach einer luxuriösen Nacht im schönen Winterraum am nächsten Morgen bei stürmischem Wind die Treppen wieder runter und richtung Fiesch gestartet. Vor mir waren 3 Deutsche welche ich gerne vorliess um den Weg durch das Spaltenlabyrinth zu finden. Auch wenn der Schnee knapp war, fand ich es so fast schon angenehmer, da man so die Spalten wenigstens sehen konnte. Kurz vor der Rückkehr in die Zivilisation wurde es kurz dunkel aber am Ende vom Tunnel ist immer Licht zu sehen. ;)


Mit dem Kommendem Temperatursturz nicht zu empfehlen.
Meines erachtens ein voller Erfolg, trotz fehlendem Gipfel, da ich noch nie so viel Zeugs geschleppt habe und auch noch nie Alleine im Hochgebirge biwakiert habe.

Ein herzliches Dankeschön an den Hüttenwart der Konkordiahütte für seine Flexibilität und Fürsorge.
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Letzte Änderung: 30.12.2025, 21:36Aufrufe: 6653 mal angezeigt

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Aletschhorn (4195m)

NW-Wand/Flanke zum Aletschjoch

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